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Ein Heißluftballon wirbt bereits für das Ballonmuseum, jetzt will Gersthofen einen Gasballon beschaffen.

Gersthofen
12.09.2018

Gersthofen wird 50 und hebt ab

Von Sonja Diller

Im kommenden Jahr will die junge Stadt von sich reden machen. Dabei helfen soll auch ein eigener Ballon.

„Viele Dinge richtig gemacht“ hat Gersthofen nach Überzeugung von Bürgermeister Michael Wörle in den vergangenen 50 Jahren. Vom Straßendorf zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in der Region habe man es seit der Stadterhebung 1969 gebracht, beschrieb er bei der Vorstellung des Programms zur Jubiläumsfeier die Entwicklung der Kommune. Deshalb wird das halbe Jahrhundert als Stadt im kommenden Jahr auch ausgiebig gefeiert. Eine zentrale Festwoche wird von vielen zusätzlichen Events umrahmt.

Ein paar Überraschungen werde es zusätzlich zum bereits üppig bestückten Programm auch noch geben, ließ Wörle durchblicken. Eine davon könnte ein großes Open-Air-Konzert im August sein. Richtig eng wird es mit den Terminen während der Festtage vom 30. Mai bis zum 10. Juni. Ein Festakt in der Stadthalle am 7. Juni und ein großer Umzug zum Festplatz am 9. Juni werden dabei im Mittelpunkt stehen.

Batzenhofen feiert das 1050. Jubiläum

Immer sind auch die Vereine dabei: die Freiwillige Feuerwehr Gersthofen, die 2019 ihr 150-jähriges Jubiläum feiert und am 30. Mai die Festtage mit einer Party im Festzelt startet. 110 Jahre feiert der TSV Gersthofen, die Chorgemeinschaft Gersthofen gibt es seit 100 Jahren, der Deutsche Alpenverein, der Tennisclub Rot-Weiß, die Stadtkapelle und der Nogent-Verein haben jeweils ein halbes Jahrhundert zu feiern. Einen Festakt gibt es am 18. Mai in Batzenhofen zum 1050. Ortsjubiläum.

Ein ganzes Jahr mit vielen Angeboten lässt sich Gersthofen gerne etwas kosten, dabei werde man sicher nicht auf den letzten Euro schauen, zeigte sich Bürgermeister Michael Wörle auf Nachfrage entspannt. Ein Marketingbudget von 200 000 Euro steht schon fest. Wie viel am Ende des Jahres für die große Jubiläumsparty ausgegeben worden ist, wird sich zeigen. Der Bürgermeister entscheide den Etat schließlich nicht alleine, so Wörle. Genaue Zahlen werden in den Haushaltsberatungen beschlossen, wenn alle Wünsche auf den Tisch gelegt und mit Kosten beziffert werden. „Dann entscheidet der Stadtrat was gemacht wird.“ Dort kann sich der Rathauschef mit seinen Vorstellungen bekanntlich nicht immer durchsetzen.

Ende Mai wird der neue Gasballon getauft

Ob die 80 000 Euro für den neuen Gasballon zum Fest-Etat gehören, sei dabei fraglich. Denn mit dem Gersthofen-Logo auf dem Bauch wirbt der neue Ballon schließlich nicht nur im Jubiläumsjahr für die Stadt mit dem einzigen Ballonmuseum in ganz Europa, so der Bürgermeister. Sicher ist dagegen, dass schon zum Jahreswechsel bei der ersten Silvesterparty auf dem Rathausplatz die Korken knallen werden. Dann ist noch ein wenig Winterpause im Festgeschehen, bis am 30. April ein frischer Maibaum aufgestellt wird und Ende Mai der neue Gasballon getauft wird.

Stimmungen soll ein ein Fotocaravan einfangen, der bei vielen Veranstaltungen live vor Ort die Feiernden zu Wort kommen lässt. Denn man möchte mit den Gersthofer Bürgern ins Gespräch kommen. „Was treibt unsere Bürger um, das möchten wir erfahren“, ist Wörle neugierig auf die Meinungen, die das Medienmobil einfangen wird. Mit Anzeigen in klassischen Printmedien, auf der Jubiläums-Website www.50jahre-gersthofen.de und über Instagram und Facebook sollen alle informiert sein und mitmachen, wenn Gersthofen feiert, wünscht sich der Bürgermeister ein großes Fest für alle Bürger.

Zum neuen Auftritt im Jubiläumsjahr gehört auch ein frisches Logo. Das Rathaus, der Wasserturm und das Kraftwerk am Lech stehen dabei für Gegenwart und Geschichte, für die Menschen, das Ballonmuseum und für die Wasserkraft aus dem Lech, die den Wohlstand nach Gersthofen gebracht hat. Kommentar

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