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Ellgau

04.05.2018

Gewerbeflächen in Ellgau sind gefragt

Die Gemeinde Ellgau hat das Gewerbegebiet erweitert, damit dort kleinere Betriebe bauen können.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Die Gemeinde hat neue Flächen für Firmen ausgewiesen. In Meitingen sieht es dagegen schlecht aus

Wer von der Bundesstraße 2 in Richtung Ellgau fährt, kann es sehen: Das Gewerbegebiet „Südwest“ der rund 1100 Einwohner zählenden Gemeinde. Das bestehende Areal wurde um 30000 Quadratmeter erweitert, damit dort noch mehr Betriebe Platz haben. Die 700000 Euro teure Erschließung ist abgeschlossen und die ersten drei Firmen haben schon gebaut, beziehungsweise sind noch dabei. Bürgermeister Manfred Schafnitzel gibt sich bescheiden und erklärt: „Wir haben gute Chancen, dass wir die Flächen verkaufen können.“ Die Chancen stehen sogar so gut, dass man laut Schafnitzel keine Werbung für die Plätze machen wird.

Die Zielgruppe steht dabei fest. Es gehe um „Zwei- bis Fünfmannbetriebe“, sagt der Rathauschef, denn man wolle vor allem kleinere Gewerbe- und Handwerksbetriebe ansiedeln. Die Nachfrage sei da. Dabei handele es sich zum Teil um ortsansässige Unternehmen, aber auch um Investoren von außerhalb.

Auffällig: Bereits zwei Betriebe, die zuvor in einem Meitinger Ortsteil anzutreffen waren, sind nach Ellgau gezogen. Einer bereits vor Jahren in das bestehende Gewerbegebiet, einer nun die Erweiterungsfläche.

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Der Grund: Die Marktgemeinde Meitingen kann derzeit keine Gewerbeflächen mehr anbieten. Das erklärt Bürgermeister Michael Higl auf Nachfrage. Er müsse es „mit Schmerzen“ zur Kenntnis nehmen, wenn Betriebe nach Ellgau gehen. „Ich konnte nichts Vergleichbares anbieten“, berichtet er.

Die letzte große Gewerbefläche, die Meitingen besaß, wurde an die Lech-Stahlwerke verkauft. Diese war mit 70000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß wie die Erweiterung des Gewerbegebiets in Ellgau. Auf dem Areal in Herbertshofen will das Stahlwerk einen Komplex für die Stahlveredelung und ein Zentrallager errichten. „Aufgrund der Lage war dieses Grundstück prädestiniert für das Stahlwerk“, erklärt Higl.

Doch damit wird es nun eng, wenn es um gemeindliche Gewerbeflächen geht. Laut Higl sei man in Meitingen gerade durch die Vorgaben des Lärmschutzes sehr eingeschränkt. Das hatte sich zuletzt beim Bau des Kinos gezeigt. Um die Betriebserlaubnis zu ermöglichen, hatte die Kommune die Lärmkontingente für die umliegenden Bereiche neu verteilt.

Den noch unbebauten Flächen wurde das „Lärmkonto“ gekürzt. Das neue Kino und die Automatentankstelle daneben bekamen zusätzliche Lärmkontingente. Bei Neuansiedlungen muss nun darauf geachtet werden, dass Gewerbe mit geringer Lärmentwicklung angesiedelt wird. Dadurch sei die Lage in Meitingens Norden sehr angespannt, erklärt Higl.

Gerade in diesem Bereich gebe es zwar noch freie Flächen, wie beispielsweise rund um den neuen Wertstoffhof, doch diese seien in Privatbesitz. Außerdem muss dort die Bodenbeschaffenheit erst aufwendig geprüft werden, ehe gebaut werden kann. Wie lange sich so ein Verfahren hinziehen kann, hatte sich beim Bau des Wertstoffhofes gezeigt.

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