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Neusäß

23.05.2019

Gibt es 70 neue Wohnungen mitten in Westheim?

Geprägt ist das Viertel bislang im vorderen Bereich der Hindenburgstraße durch Geschäfts- und größere Wohnhäuser.
Bild: Marcus Merk

Der Neusässer Stadtteil soll mit seinem eigenen Bahnanschluss punkten. Wo es nun eine dichtere Bebauung geben könnte.

Ein Stadtteil verändert sich: Bis zu 70 neue Wohnungen könnten in Zukunft mitten in Westheim ganz in der Nähe des Bahnhofs entstehen. Zumindest hat der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt jetzt beschlossen, in diese Richtung im Sanierungsgebiet weiterzudenken. Entstehen könnten dafür mehrere kleinere Mehrfamilienhäuser in den Rand- und Hinterliegergrundstücken der Hindenburg-, Kobel- und Dr.-Rost-Straße.

Geprägt ist das Viertel bislang im vorderen Bereich der Hindenburgstraße durch Geschäfts- und größere Wohnhäuser. In Richtung Kobelwald jedoch dominiert die Bebauung mit Einfamilienhäusern auf teils sehr großen Grundstücken. Nun hat das Büro 3+ Architekten aus Augsburg sich Gedanken gemacht, wie der Übergang zu dieser aufgelockerten Bebauung in Zukunft gestaltet werden könnte. Am Ende waren zwei Möglichkeiten übrig geblieben: Mit Mehrfamilienhäusern oder doch mit Ein- und Doppelhäusern.

Nur wenige Schritte bis zum Bahnhof

Unschlüssig über den Weg in die Zukunft zeigte sich zunächst der Ausschuss. Entscheidend war dann jedoch die fachliche Einschätzung des Stadtbaumeisters Dietmar Krenz. Er erläuterte, warum sich die Stadt an dieser Stelle sehr gut Mehrfamilienhäuser vorstellen könnte: Zu Fuß seien es nur wenige Schritte bis zum Bahnhof. Diese Lage werde vor allem von Anwohnern geschätzt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. „Das ist auch eine Chance zur Stärkung des Haltepunkts“, so Krenz. Auch auf der anderen Seite der Bahnlinie in der Von-Rehlingen-Straße würden in ähnlicher Lage verstärkt Mehrfamilienhäuser geplant, was für die Entscheidung spreche. Am Ende könnte ganz Westheim davon profitieren, wenn wieder mehr Menschen dort wohnen.

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So sprach sich der Ausschuss bei einer Gegenstimme für eine Entwicklung in diese Richtung aus. Wichtig ist den Stadträten allerdings, dass möglichst wenig Fläche für Parkplätze versiegelt, sondern verstärkt auf Tiefgaragen gedrängt wird. Außerdem soll der Baumbestand in Richtung Kobel erhalten bleiben.

Doppelhäuser sind kaum noch möglich

Nicht überall soll Westheim jedoch so stark nachverdichtet werden wie in Bahnhofsnähe. So soll der Bebauungsplan für die östliche Schillerstraße auch für die Zukunft den Schwerpunkt auf Einzel- und teilweise auch Doppelhäuser legen. Hinterliegergrundstücke können dort, sollte der Bebauungsplan so umgesetzt werden, ebenfalls mit etwas niedrigeren Wohnhäusern bebaut werden. Dietmar Krenz: „Im Moment ist in puncto Doppelhäuser in diesem Bereich kaum noch etwas möglich.“ Es gehe der Stadt aber um eine Zukunftsplanung, mit der eventuelle Fehlentwicklungen beim Zuschnitt neuer Grundstücke vermieden werden sollten.

  • Senioren-WG Wieder gebaut wird, wie berichtet, an der Senioren-Wohngemeinschaft in der Von-Rehlingen-Straße. Dort hatte zunächst ein Baustopp die Arbeiten unterbrochen. Zwar schätzt das Landratsamt den Umbau als rechtmäßig ein. Allerdings ist er nicht ganz im Sinn der Sanierungsrichtlinien für den Kernbereich von Westheim. Die Regierung von Schwaben hebt ihren Unterstützungsbescheid deshalb auf und die Stadt Neusäß will folgen.
  • Kobelstraße Was passiert an einem Grundstück an der Kobelstraße/Ecke Haydnstraße? Vor Kurzem ist der Wildwuchs dort gerodet worden. Auch wenn noch kein Bauantrag bei der Stadt vorliegt, hat Bauverwaltungsleiter Gerald Adolf den Stadträten vorgeschlagen, sich das Grundstück vor Ort anzusehen. In den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten verschiedene Bauanträge für den Bereich mit starker Hanglage verschiedene Ausschüsse und auch Gerichte vielfach beschäftigt.
  • Termin Die Stadt Neusäß will in einer öffentlichen Veranstaltung am 3. Juli im Pfarrsaal in Westheim mit den Anwohnern über die weiteren Ziele im Sanierungsgebiet sprechen.
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