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Welden

17.06.2017

Giftige Raupen am Friedhof

Im vergangenen Jahr war auch eine Eiche im Schlosspark Meitingen befallen. (Archivfoto)
Bild: Marcus Merk

Welden lässt den Eichenprozessionsspinner bekämpfen. Wo Bäume befallen sind.

Sie wirken unscheinbar und können doch zur Gefahr werden: Im Gemeindegebiet von Welden treiben derzeit giftige Eichenprozessionsspinner an mehreren Stellen ihr Unwesen. Bürgermeister Peter Bergmeir teilte im Gemeinderat mit, dass die Raupen unter anderem am Weldener Friedhof sowie am Friedhofsweg in Reutern unterwegs sind.

Der weiße Haarflaum der Tiere ist gefährlich, da die Brennhaare bei Kontakt Ausschläge, Asthma und Atemnot auslösen können. Zudem breiten sich die Raupen „relativ schnell aus“, wie Bergmeir betont. Die Tiere sind deshalb tückisch, weil ein Befall von Bäumen oft nur schwer zu erkennen ist. Die Gemeinde stellte an den betroffenen Flächen Hinweisschilder auf.

Eine Spezialfirma entsorgt die Eichenprozessionsspinner am Mittwoch mit einer Art großen Staubsauger. Abgesaugt werden diejenigen Bäume, die an gefährlichen Bereichen stehen und die öffentliche Sicherheit gefährden. Sind Bäume in privatem Besitz betroffen, stellt Welden die Kosten in Rechnung. Der Einsatz der Firma koste am Tag netto 1400 Euro, pro Stunde also etwa 200 Euro. „Dauern wird der Einsatz je nach Befall rund eine halbe Stunde“, schätzt der Bürgermeister.

Weitere Bäume stehen hinter dem Gelände der Freilichtbühne. Sie sind aber sehr weit von der Freilichtbühne entfernt, betont Dritter Bürgermeister Günter Lewentat und erklärt: Auf dem Gelände der Freilichtbühne stehe keine einzige Eiche, für die Besucher gebe es kein Gefährdungspotential.

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