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Neusäß

23.07.2018

Gleisquerung am Schuster-Areal kommt doch

Dies ist der erste Teil des Schuster-Areals in Neusäß, der bebaut wird. Hier wird ein Ärztehaus entstehen.
Bild: Marcus Merk

Die Einigung mit der Bahn ist fast perfekt. Das Baugebiet kommt deutlich voran. Auch der Artenschutz verhindert das Vorhaben nicht.

Es tut sich etwas im Neusässer Zentrum: Im nördlichen Bereich des sogenannten Schuster-Areals an der Hauptstraße entstehen die ersten Gebäude. Jetzt kommt auch der Bebauungsplan für den südlichen Bereich hinter dem gleichnamigen Gasthof und dem Hotel voran. Auf der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses ging es um Einwendungen aus der Bevölkerung wie von Behörden zu dem Vorhaben. Auch neue Entwicklungen waren ein Thema.

Stadt und Bahn finden einen Kompromiss

Die für Bürgermeister Richard Greiner (CSU) und Stadtrat Uwe Hübner (CSU) erfreulichste davon: Eine ebenerdige Querung der Bahnlinie zwischen Schuster-Areal im Norden und Sailer-Areal im Süden scheint inzwischen wahrscheinlich. Die DB Bahnbau Gruppe hatte sich zunächst gegen dieses Vorhaben, das den Anwohnern einen schnellen Weg in Richtung Bahnhof und Hauptstraße ermöglicht, ausgesprochen. Sie sah Sicherheitsprobleme, falls es auf der an sich wenig befahrenen Gleisstrecke doch einmal Verkehr gibt. Nun ist die Stadt mit der DB Engineering und Consulting Gesellschaft übereingekommen, die betreffende Strecke mit einem Zaun und einer Toranlage zu sichern. Nur wenn sich auf dem Gleis, wo manchmal Güterwaggons für ein paar Tage abgestellt werden, kein Zug befindet, wird das Tor von der Bahn geöffnet. „Die Sorge ist, dass etwa kleine Kinder beim Spielen unter die Waggons klettern könnten“, verdeutlicht Greiner. Der Weg zu diesem Übergang soll möglicherweise auf dem Schuster-Areal so gelegt werden, dass er nicht zwischen den einzelnen Wohnhäusern hindurch führt.

Auch eine weitere Frage ist geklärt: Im jetzigen Hotelpark Schuster leben keine schützenswerten Tierarten, die eine Bebauung unmöglich machen. Zwar jagen in dem Bereich Fledermäuse und sogar Turmfalken, sie leben aber nicht fest dort. Auch die Eidechsen im Bereich des Bahndamms stellen kein Hindernis für eine Wohnbebauung dar. Ein Teil des alten Baumbestands, etwa zwei Dutzend, soll erhalten, 100 weitere Bäume in diesem Bereich gepflanzt werden.

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Auch die Grundstückseigentümer haben sich abgestimmt

Nach wie vor Befürchten die Anwohner des Fliederwegs eine Zunahme des Verkehrs, das haben sie in der jetzigen Auslegung auch mit einer Stellungnahme klargemacht. Um hier für Entlastung zu sorgen, sollen möglichst wenige Tiefgaragenzufahrten angelegt werden. Weiteren Anregungen folgend sollen Mobilfunkantennen nur auf den Häusern entlang der Hauptstraße erlaubt sein. 20 Prozent der 120 Wohnungen werden im sozialen Wohnungsbau gefördert. Trotz des Bebauungsplans bleibt theoretisch auf der Hauptstraße so viel Platz, dass dort einmal sogar die Straßenbahnlinie 5 hindurchführen könnte. „Darauf hoffen wir“, so Stadträtin Inge Steinmetz-Maas (FW).

Auch die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer kommen voran. Wie Bürgermeister Richard Greiner sagte, ist der städtebauliche Vertrag zwischen ihm und der Stadt Neusäß inzwischen unterzeichnet, weitere Verträge liegen zur Unterschrift vor oder sollen über den Sommer ausgearbeitet werden. Auch die beiden Grundstückseigentümer auf dem nördlichen und südlichen Schuster-Areal haben sich untereinander abgestimmt.

Wenn der Stadtrat auf seiner Sitzung kommende Woche zustimmt, soll der Entwurf des Bebauungsplans noch einmal über die Sommerferien ausgelegt werden.

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