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Glosse: Vom Wandel im Winter

Glosse: Vom Wandel im Winter
Kommentar Von Christoph Frey
14.01.2020

Das Blöde am Winter ist ja, dass er nie da ist, wenn man ihn braucht, um dann über Nacht zum ungelegensten Zeitpunkt hereinzuschneien.

Nikoläuse und ihre amerikanischen Vettern, die Weihnachtsmänner, sind deshalb längst vom Schlitten auf fahrbare Untersätze umgestiegen, kluge Narren hingegen haben für Faschingsumzüge stets die Angora-Unterwäsche parat.

Besonders unter den Launen des Winters haben natürlich die Wintersportler zu leiden. Denn sie sind – wenn wir mal von den Winterschwimmern absehen, die im Sommer dann Badegäste heißen – dringend auf Eis und Schnee angewiesen. Bleiben die aus, kann einen echten Wintersportler schon mal der Grant packen angesichts all des Grüns und Brauns rundum. Eishockeyspieler, die in Hallen ihre Runden drehen, lassen ihren Emotionen gelegentlich bei Faustkämpfen freien Lauf, Skifahrer versuchen den Schnee sogar mit Kanonen herbeizuzwingen.

Gewalt aber ist nun mal keine Lösung, Anpassung hilft auch. Nehmen wir nur die Stockschützen, die einst aus Skandinavien übers (vermutlich zugefrorene Meer) nach Mitteleuropa kamen. Dort bewiesen sie eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit, stiegen um auf Asphalt und sind nun sogar in Afrika zu finden.

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