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Gersthofen

31.12.2020

Glückskäfer auf der Silvesterlaufstrecke

Obwohl der Gersthofer Silvesterlauf wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, machten sich Monika Gaertig und Christine Schmid als Glückskäfer auf den Weg. Selbstverständlich mit einem Hygienekonzept.
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Obwohl der Gersthofer Silvesterlauf wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, machten sich Monika Gaertig und Christine Schmid als Glückskäfer auf den Weg. Selbstverständlich mit einem Hygienekonzept.
Bild: M. Gaertig

Viele laufen, obwohl die Veranstaltung abgesagt ist. Mit einem symbolischen Startschuss wird am letzten Tag des Jahres beim TSV Gersthofen das Präsidentenamt übergeben

53 Mal in Folge erfolgte am letzten Tag des Jahres in Gersthofen der Startschuss zum Internationalen Silvesterlauf. Auch wenn die Traditionsveranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, machten sich etliche Läuferinnen und Läufer sowie Wanderer und Spaziergänger bei besten Bedingungen auf den Weg durch die Lechauen. „Das hat einfach Tradition“, meinte einer, der schon 33 Mal in Folge dabei war und sich pünktlich um 11 Uhr auf die Strecke begab.

Auch Monika Gaertig aus Gersthofen und Christine Schmid aus Rehling machten sich auf den Weg. Die beiden Arbeitskolleginnen aus der Verwaltung der Augsburger Kriminalpolizei zählen seit Jahren zu den Stammgästen und sorgen immer wieder durch ihre originellen Kostüme für Aufsehen. Zuletzt waren sie als Engel unterwegs, die Jahre zuvor im Baströckchen oder als Teufel. Auch für 2020 stand das Kostüm längst fest: ein Glückskäferchen sollte es sein.

Pünktlich um 11 Uhr gaben Bürgermeister Michael Wörle (links) und TSV-Präsident Hinrich Habenicht den symbolischen Startschuss für den abgesagten Gersthofer Silvesterlauf ab. Es war gleichzeitig der Startschuss für den kommenden Präsidenten Manfred Lamprecht.

Silvester 2020 – und kein Silvesterlauf? Das geht ja gar nicht“, dachten sich die beiden Frauen. Was tun? - war die Frage. „Im Corona-Jahr ist halt alles anders. Also haben wir uns ein privates Hygienekonzept ausgedacht.“ Weniger als fünf Leute – nur aus zwei Haushalten, mit einem Band wurde der Abstand markiert. Dazu viel frische Luft, Maske, gute Laune und eine Menge Spaß. „Es war anders und ungewöhnlich. Aber wir wollten uns die Tradition nicht von einem Virus nehmen lassen, sondern ein Zeichen setzen und Hoffnung auf Besserung verbreiten“, sagten Monika Gaertig und Christine Schmid, die sogar die Runde durch die Innenstadt gelaufen sind. „Vielleicht hat uns ja jemand in Gersthofen gesehen und sich gewundert, geschmunzelt oder gelacht. Genau das war das Ziel“, wollten sie sich nicht unterkriegen lassen und die gute Laune und Freude nicht verlieren.

„Wir hoffen, dass nächstes Jahr an Silvester wieder alles gut ist und wir uns alle beim Laufen wiedersehen.“ Das Kostüm für 2021 steht übrigens schon fest, wird aber noch nicht verraten. „Vielleicht erkennt uns ja jemand.“

Einen Startschuss gab es übrigens auch. Und das gleich in doppelter Ausführung. Symbolisch wurde er von Bürgermeister Michael Wörle und TSV-Vorsitzendem Hinrich Habenicht in der Sportarena abgegeben. Gleichzeitig war es auch der Startschuss für Manfred Lamprecht, der ab dem 1. Januar als Nachfolger von Habenicht das Präsidentenamt beim größten Sportverein im Landkreis übernimmt. Zunächst einmal kommissarisch, bis er auf einer irgendwann nach der Pandemie stattfindenden Mitgliederversammlung bestätigt werden kann. Mit einem gut gefüllten Rucksack bedankte sich Wörle bei Habenicht, der den Verein in finanziell schwierigen Zeiten und personell turbulenten Zeiten übernommen und in ruhiges Fahrwasser zurückgeführt hat. Der 77-Jährige wollte sein Amt schon zweimal zur Verfügung stellen, die dazu angesetzten Versammlungen konnten jedoch nicht stattfinden.

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