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Schmuttertal

29.10.2019

Gräben sind wichtige Nischen für Tiere

Bei der Veranstaltung zur Grabenpflege im Schmuttertal wurde nicht nur informiert und diskutiert, sondern auch Gerätschaft präsentiert. Hier räumt eine Maschine einen Graben mit einer Trapezschaufel.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Entwässerungsrinnen spielen eine Rolle für Landwirtschaft und Naturschutz. Wie der Spagat geschafft werden kann war Thema bei einem Termin in Diedorf.

Wie kann die Grabenpflege im Rahmen des Biodiversitätsprojekts Schmuttertal ökologisch verträglicher gemacht werden? Wie können die Intervalle zum Räumen verlängert werden? Diesen Fragen ging eine Veranstaltung des Landkreises Augsburg und der Arbeitsgemeinschaft Schmuttertal – in der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder und die Kommunen Fischach, Gessertshausen, Diedorf und Neusäß vereint sind – nach.

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Artenvielfalt für die Arbeit der Landwirte wichtig

Dazu fanden sich Vertreter von Kommunen und Behörden sowie Landwirte an der Wiesenstraße in der Nähe der Diedorfer Bahngleise ein. Gleich eingangs wies das Projektmanagement um Annika Sezi und Tobias Pape vom Naturpark Augsburg – Westliche Wälder auf die Bedeutung des Themas für das Schmuttertal, die dortige Artenvielfalt und für die Arbeit der Landwirte hin.

Gräben sind auch Überlebensnischen für Tiere und Pflanzen

Gräben seien nicht nur Entwässerungsrinnen, sondern auch Überlebensnischen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, verdeutlichte Annika Sezi. Die Grabenpflege stelle deshalb ein wichtiges Thema für Landwirtschaft und Naturschutz dar.

Gräben sind wichtige Nischen für Tiere

In der Vergangenheit sei die Grabenräumung oft emotional gewesen, meinte Pape. „Wir müssen Lösungen finden, die für beide Seiten tragbar sind. Dazu sollen auch Maschinen und Geräte beitragen, die im Schmuttertal bislang noch nicht zum Einsatz gekommen sind.“

Praktische Vorführung der Maschinen zur Grabenräumung

Und so beließen es die Veranstalter nicht nur bei Worten. Die Firma Liegl, die Erfahrung in der Grabenöffnung und Gewässerpflege aufweist, präsentierte in einer praktischen Vorführung Maschinen, Geräte und Methoden zur Grabenräumung und -pflege. Ziel war, zu klären, ob diese vor Ort tauglich seien. So wurden ein Graben mit einer Trapezschaufel geräumt und eine Ausmahd durchgeführt. Aktionen, die bei den Landwirten auf großes Interesse stießen.

Bei der anschließenden Diskussion wurde von den rund 30 Teilnehmern unter anderem die Entsorgung des Räumguts angesprochen, aber auch die Unterschiede zu Mahd und Grabenräumung. So hieß es, dass die Mahd den Räumturnus verlängere, aber insgesamt öfter durchgeführt werden müsse. Und: Die Mahd habe geringeren Einfluss auf die Pflanzen und Tiere im Graben, zudem könne Mähgut leichter entsorgt werden als Räumgut. Das Projektmanagement zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Wir bleiben weiterhin mit den Beteiligten in Kontakt“, versprach Annika Sezi.

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