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Aktionswoche

27.09.2011

Große Bühne für die Feuerwehren

Mit spektakulären Übungen soll der Nachwuchs zum Mitmachen animiert werden

Landkreis Augsburg Mehrfach heulten in den vergangenen Tagen die Sirenen. Grund dafür war die Feuerwehr-Aktionswoche, in deren Zuge die Wehren im Augsburger Land elf Großübungen und zahlreiche kleine Übungen veranstalteten. Ziel des Spektakels: Neben der Probe des Ernstfalls sollte die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren gelenkt werden.

Von einer Show für die Zuschauer möchte Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister zwar nicht sprechen, doch es sei durchaus gewünscht, durch die Großübungen Werbung für die freiwilligen Feuerwehren im Landkreis zu machen. Bewusst wurden die Übungen auf den frühen Abend gelegen, sodass die vielen Interessierten die Möglichkeit hatten, nach Feierabend vorbeizuschauen.

Im Landkreis ging die Brandschutzwoche, die Teil einer auf drei Jahre angelegten Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern ist, mit Übungen der Freiwilligen Feuerwehren Leitershofen, Deuringen und Stadtbergen sowie der Wehren in Adelsried und Bonstetten zu Ende.

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„Durch die Aktionswoche soll auch der Nachwuchs auf die Feuerwehr aufmerksam gemacht werden“, erklärt Kreisbrandrat Zinsmeister. Auch die freiwilligen Feuerwehren spürten die Auswirkungen des demografischen Wandels. Im Augsburger Land gebe es jedoch nur vereinzelt Nachwuchsprobleme. „Manche Wehren im Landkreis tun sich schwer, Jugendliche zu finden“, sagt Zinsmeister. Es gebe jedoch auch Standorte, wo ein regelrechter Ansturm von Jugendlichen zu verzeichnen sei.

Neuer Führerschein soll Jugendliche motivieren

Insgesamt gibt es im Landkreis 132 freiwillige Feuerwehren und circa 7700 Feuerwehrleute. 854 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren sind Anwärter, darunter 679 Jungen und 175 Mädchen.

Für ein hilfreiches Instrument, um noch mehr Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern, hält Zinsmeister den neuen Feuerwehrführerschein. Dieser ermöglicht es, schwere Löschfahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen auch ohne Lkw-Führerschein zu fahren. Dies konnte bisher nur, wer seinen Führerschein vor 1999 erworben hatte. „Es ist eine Motivation für Jugendliche, wenn sie auch als Fahrer infrage kommen“, sagt Zinsmeister.

Wie die Führerscheinvergabe im Landkreis geregelt werden soll, steht indes noch nicht fest. Die Wehren werden sich selbst um die Fahrausbildung kümmern, die Prüfungen könnten landkreisweit in Kooperation mit Fahrschulen stattfinden. "Tagesgespräch

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