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Sanierung

21.11.2014

Grünholder Stuben erhalten ein neues Outfit

Zur Renovierung der Grünholder Stuben hat sich der Gablinger Gemeinderat für eine große Lösung entschieden.
Bild: Marcus Merk

Gemeinderat Gablingen stimmt umfangreichen Arbeiten zu

Die Grünholder Stuben, eine in einem gemeindlichen Gebäude bei Grundschule und Mehrzweckhalle befindliche Gaststätte, werden saniert. Nach Diskussion entschloss sich der Gemeinderat mehrheitlich für eine umfassende Renovierung und nicht für eine kleine Lösung. Innenarchitektin Ulrike Förg hatte eine detaillierte Kostenrechnung vorgestellt: 81200 Euro kostet das Vorhaben.

Dies beinhaltet die Renovierung der Wände, die Erneuerung der Möblierung sowie die Verkleidung der Heizkörper, die textile Dekoration, wobei Ulrike Förg auf die Notwendigkeit von schwer entflammbaren Vorhängen hinwies, ein modernes und stimmungsvolles Beleuchtungskonzept für den Gastraum mit Einbauleuchten, Wandlampen und Deckenlampen, die auch dazu notwendige vollständige Erneuerung der Decke, einen neuen Bodenbelag auf vorhandenem Untergrund, die Umgestaltung der Eingangstüre in Fluchtrichtung und einen „Puffer“ für sonstige Kosten.

„Mir gefällt das Gesamtkonzept gut“, traf Zweite Bürgermeisterin Karina Ruf die Meinung vieler Ratskollegen. Es sei sinnvoll, jetzt alles zu machen. Eine nur „notdürftigste“ Renovierung könne ein „Gemurkse“ werden, überlegte Walter Wörle (SPD). Wörle stellte jedoch die Frage nach einem Generalunternehmer für das Unterfangen, um die Kosten im Griff zu behalten. Dennoch gaben Wörle die Kosten zu denken – es sei fraglich, ob es bei den dann rund 95000 Euro inclusive Mehrwertsteuer bleibe. Die Pachteinnahmen betrügen circa 6000 Euro im Jahr. Wenn er bedenke, dass für die Sanierung weiterer gemeindlicher Gebäude 1,2 Millionen Euro erforderlich seien, müsse es der Gemeinde ja gut gehen, „wenn wir das alles machen. Ich hab da Bauchweh“, meinte er trotz Zustimmung zum Projekt.

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„Bauchweh“ hatte auch Albert Eding (BU) angesichts der Kosten: „Das kriegen wir über die Pacht nicht rein!“ Es nütze jedoch nicht, zu sparen. In Gablingen gebe es nur noch eine private Wirtschaft, deren Zukunft man nicht kenne. Die gemeindliche Gaststätte sei ein „Aushängeschild“. Das sah auch Christian Kaiser (Junge Bürger Gablingen) so: Die Grünholder Stuben stellten im Ort als Treffpunkt eine „soziale Einrichtung“ dar.

Martin Uhl (CSU) zeigte sich mit dem Gesamtkonzept zwar einverstanden, brachte jedoch eine finanzielle Beteiligung des Gastwirts ins Spiel. Der Pächter sollte etwa die Hälfte der Möblierung bezahlen, meinte Uhl. „Wir haben 30 Jahre Pacht eingenommen und nichts investiert“, betonte Erwin Almer (SPD) und sprach sich dafür aus, den Pachtvertrag zu aktualisieren. Thomas Wittmann (CSM) tat sich „schwer mit den Kosten“ und erinnerte daran, dass auch in Gablingen-Siedlung eine gemeindliche, renovierungsbedürftige Gaststätte sei.

„Das muss gemacht werden“, machte Franz Rotter (CSU) klar. „Seien wir doch froh, dass wir einen guten Wirt haben, der schon lange da ist und dass die Wirtschaft läuft.“

Bürgermeister Karl Hörmann nimmt den „Betrag nicht auf die leichte Schulter“, äußerte sich das ansonsten ruhige Gemeindeoberhaupt auf die Aufforderung von Walter Wörle, doch auch Position zu beziehen. Andererseits müsse man etwas tun: „Wenn, dann gescheit!“

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