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Verkehr

27.10.2017

Gutachter ermitteln auf der A8: Was bringt zeitweises Tempolimit?

Der Bau von sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen zwischen Ulm und München rückt ein Stück näher

Wie die CSU-Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein ( Neu-Ulm), Hansjörg Durz (Augsburg-Land) und Volker Ullrich ( Augsburg Stadt) mitteilen, schreiten die Planungen für die Installation von Verkehrssteuerungsanlagen auf dem schwäbischen Abschnitt der A 8 voran.

Um die Unfallzahlen im Abschnitt vom Autobahnkreuz Ulm/ Elchingen bis zur Anschlussstelle Augsburg-West zu verringern und um die dortigen Anwohner vor Verkehrslärm zu schützen, hatten die CSU-Politiker gegenüber Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und dem für Verkehr zuständigen bayerischen Staatsminister Joachim Herrmann gefordert, sog. „Streckenbeeinflussungsanlagen“ aufzustellen. Mit dieser intelligenten Verkehrstechnik können insbesondere kurzfristig Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt werden – je nach Verkehrslage.

Wie Herrmann den drei Bundestagsabgeordneten nun mitgeteilt hat, habe der Freistaat Bayern gegenüber dem letztentscheidenden Bundesverkehrsministerium nicht nur den Abschnitt vom Autobahnkreuz Ulm/Elchingen bis zur Anschlussstelle Augsburg-West, sondern auch den Bereich von der Anschlussstelle Augsburg-West bis zur Anschlussstelle München-Obermenzing geltend gemacht. Dies, „auch wenn noch keine statistisch belegbaren Aussagen zum Unfallgeschehen möglich sind, da die Verkehrsfreigabe für den 6-streifigen Ausbau noch keine 3 Jahre zurückliegt“, so Minister Herrmann.

Wie Nüßlein, Durz und Ullrich weiterhin mitteilen, hänge die tatsächliche Realisierung vom Kosten-Nutzen-Verhältnis der geplanten Anlagen ab. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verhältnis der damit vermiedenen Unfälle und Staus auf der einen Seite und den Herstellungs- und Betriebskosten auf der anderen Seite“, erläutert Nüßlein.

„Zur Ermittlung dieser Kosten-Nutzen-Bewertung hat die Autobahndirektion Süd auf Betreiben des Staatsministers hin jetzt ein in solchen Sachen erfahrenes Planungsbüro beauftragt. Die Ergebnisse erwarten wir bis Ende dieses Jahres“, ergänzt Hansjörg Durz.

Dann könne in Absprache mit dem Bundesverkehrsministerium festgelegt werden, wie genau diese telematisch gesteuerten Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der A 8 am besten zu realisieren sind, so die CSU-Abgeordneten in ihrer Pressemitteilung.

„Wie uns Bundesminister Dobrindt schon vorher informiert hat, stehen die dafür notwendigen Haushaltsmittel des Bundes grundsätzlich zur Verfügung. Am Geld soll es also nicht scheitern“, so Abgeordneter Ullrich. (AL)

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