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Gemeinderat Altenmünster

12.06.2009

Gute Stimmung wich einem Misstrauen

In ruhiger Atmosphäre einigten sich die Gemeinderäte Altenmünster am vergangenen Mittwochabend auf den Haushalt 2009. In seiner Einleitung sprach Bürgermeister Bernhard Walter davon, dass die schwierige Wirtschaftslage natürlich auch den Kommunen zu schaffen mache. "Der Finanzkrise folgte eine Konjunkturkrise", sagte er zu seinen Gemeinderäten, "und die gute Stimmung der vergangenen beiden Jahre ist einem Misstrauen gewichen."

Und das, wo es eigentlich dringend Vertrauen in die Leistungsfähigkeit brauche. Denn die Kommunen bilden durch die gute Erfüllung ihrer Aufgaben einen stabilen Rückhalt für das Staatswesen, so Walter.

Zeichen für Bürger und Unternehmen

Die Gemeinde Altenmünster plant den Haushalt in diesem Jahr vorsichtig, aber mit einem deutlichen Zeichen für Bürger und Unternehmen: "Wir werden keine Dienstleistungen und Investitionen reduzieren", informierte Walter in der Haushaltssitzung, "aber gleichzeitig auch weder Steuern noch Gebühren erhöhen. Dafür braucht es die Bereitschaft, über den Kapitalmarkt zu finanzieren." Und die Aufgaben, denen sich die Gemeinde in diesem Jahr stellen muss, sind vielfältig, wie aus dem Vortrag des Haushaltsplanes durch Heinz Weindl zu ersehen war. Der diesjährige Haushalt hat ein Gesamtvolumen von rund 8,3 Millionen Euro. Während der Verwaltungshaushalt mit 4 730 995 Euro in etwas auf dem Stand des Vorjahres liegt, hat der Vermögenshaushalt mit 3 548 685 Euro ein hohes Niveau erreicht.

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Zwei Millionen Euro Kreditaufnahme

Im Vermögenshaushalt enthalten ist eine geplante Kreditaufnahme in Höhe von rund zwei Millionen Euro. "Natürlich will man in einen Haushaltsplan alles unterbringen, was im Haushaltsjahr anfallen kann", erklärte Bernhard Walter. "Ob es letztendlich tatsächlich zu einer Inanspruchnahme dieses Betrages kommt, ist derzeit noch nicht abzusehen." Das zeige das Beispiel aus dem Vorjahr, wo 1,25 Millionen angesetzt, aber tatsächlich nur 500 000 aufgenommen werden mussten.

Detailliert erläuterte Heinz Weindl größere Positionen aus dem Vermögenshaushalt. So ist bei der Gewerbesteuer mit einem Rückgang auf 230 000 Euro zu rechnen (Vorjahr: 430 000 Euro), die Kreisumlage ist mit 1 043 200 Euro angesetzt.

Vorgesehen ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 516 185 Euro (Vorjahr: 972 068 Euro). Als richtigen Weg bezeichnete Bürgermeister Walter das Vorgehen der Gemeinde, Bauland selbst zu entwickeln und aus Gemeindehand zu veräußern. "Wir haben sechs Bauplätze verkauft", berichtete Walter zufrieden, "und werden auch zukünftig weiter in diese Richtung investieren. Durch die Erschließung des Gewerbegebietes Hennhofen bietet Altenmünster Arbeitsplätze vor Ort und steigert so weiter die Attraktivität der Gemeinde.

Der Gemeinderat beschloss den Haushaltsplan einstimmig. Gebilligt wurde auch der Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses für den Abschluss 2008. "Wir sehen die Gemeindegeschäfte als wirtschaftlich und sparsam verwaltet", sagte der Vorsitzende des Ausschusses. Abweichungen vom Haushaltsplan waren ohne Ausnahme begründet und der Gemeinderat davon informiert.

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