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Biberbach

23.08.2017

Halbzeitbilanz der Fraktionen

Von Zufriedenheit bis Kritik reichen die Stellungnahmen der Fraktionen im Biberbacher Marktgemeinderat bei der „Halbzeitbilanz im Rathaus“.

Wolfgang Bertele, Freie Wähler Biberbach:

Ein historisch niedriger Schuldenstand und die Verbesserung der Infrastruktur gehören für die Freien Wähler zur Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik. Mit einem gemeindlichen Energiekonzept, der kurz bevorstehenden Erschließung eines weiteren Baugebiets im Ortszentrum, einem wachen Blick auf den DSL-Netzausbau und der Entwicklung von Kinderbetreuung und Seniorenarbeit konnte der Gemeinderat in den letzten Jahren wichtige Weichen stellen. Gemeindliches und bürgerliches Engagement schreibt Erfolgsgeschichten wie das Burgfest oder das Mozartfest; eine Bürgergemeinschaft wurde gegründet um Senioren zu helfen in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, die Gemeinde unterstützte die Bemühungen mit der Einrichtung einer Koordinationsstelle. Nach der einfachen Dorferneuerung in Eisenbrechtshofen steht ab 2018 die umfassende Dorferneuerung für Biberbach und Markt auf dem Plan. Über einige Jahre sollen dann die Ideen der Bürger für ihr Biberbach umgesetzt werden.

Klaus Gerstmayr, CSU:

Das Mozartjahr 2016 mit vielen gut besuchten Veranstaltungen war sicherlich ein Highlight der letzten drei Jahre. Die Arbeit vieler für das Miteinander ist ein wichtiger Punkt für das funktionierende Dorfleben und damit für erfolgreiche Kommunalpolitik. Dazu gehört auch die Gemeindepartnerschaft mit Straußfurt in Thüringen; eine Verbindung, die bisher von der Freiwilligen Feuerwehr gepflegt wurde, und künftig zusätzlich vom Gemeinderat und weiteren Ortsvereinen getragen und intensiviert werden soll. Eine Vorreiterrolle hat sich Biberbach mit der Einrichtung einer Kontaktstelle für Sozialmanagement gesichert. Die barrierefreie Neugestaltung des Friedhofs ist auf dem Weg, in der Grundschule scheitert es damit noch am Geld. Noch mit offenem Ausgang wird um den Dorfladen gekämpft. Seit 2014 war dem Bürgermeister bekannt, dass die Raumnot dem Dorfladen schwer zu schaffen macht. Doch die Situation der Nahversorgung ist noch nicht geklärt.

Johann Ertl, SPD:

Es läuft gut für Biberbach. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat klappt und dank einer engagierten Bürgerschaft werden auch anfänglich sensible Themen wie die Flüchtlingshilfe gemeistert. Bezahlbaren Wohnraum braucht es in Biberbach neben der Ausweisung von Wohngebieten. Das könnte mit Hilfe der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises verwirklicht werden und dazu wurden auch schon erste Schritte unternommen. Impulse für ein gutes Leben im Ort auch im Alter hat die Gründung der Bürgergemeinschaft gesetzt. An der Infrastruktur im Ort mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Angebote für geeigneten Wohnraum für alle Altersgruppen arbeiten alle im Gemeinderat engagiert. Die Halbzeit im Rathaus ergibt eine klares Punkteplus für Biberbach. Aber was zählt ist das Endergebnis. Wir werden unser bestes geben um für die Bürger das Optimale zu erreichen.

Martin Wörle, Bibertalliste:

Wir fühlen uns nach drei Jahren bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war, mit einer neuen Gruppierung, der Bibertalliste (BTL), anzutreten. Es gibt im Gemeindegebiet zu viele offene Themen, wie den Dorfladen oder den Hochwasserschutz, mit denen wir nicht zufrieden sein können. Unser Anspruch ist höher. Zu oft laufen die geplanten Kosten aus dem Ruder, wie beim Sportheim, beim Leichenhaus, dem Kita-Anbau für 2,5 Millionen plus Grunderwerb, oder Projekte werden gegen den Willen einer nicht geringen Anzahl von Bürgern vorangetrieben. Beispiele dafür sind die Gehwege in Affaltern oder das Baugebiet in Markt. Zur Informationspolitik des Bürgermeisters ist zu sagen: Vorabinformationen des Bürgermeisters stellen uns nicht zufrieden, wie jüngst ein Beispiel zeigte. In der Gemeinderatssitzung erstmalig von einem Antrag auf Bebauung am „Bollenberg“ zu erfahren, erstaunte selbst die eigenen FW-Kollegen des Bürgermeisters. Wir bleiben dran.

Monika Seiler-Deffner, Junge Liste Biberbach:

 Als Jugendbeauftragte bin ich sehr froh darüber, dass wir viel für unsere Familien tun. Die Kita-Erweiterung und der Ausbau der Kinderbetreuung sind dabei große Erfolge. Auch wenn ein wenig Bauchschmerzen mit Blick auf die hohen Kosten bleiben. Aber es ist natürlich toll, dass wir als Gemeinde wachsen und attraktiv sind für Familien. Eine Wertschätzung für das Engagement unserer Jugend in der Gemeinde ist die Investition in einen Beachvolleyballplatz, den sich die jungen Biberbacher sehr gewünscht haben. Die größte Herausforderung ist der Spagat zwischen den Wünschen der einzelnen Bürger und dem Blick auf das große Ganze. Dabei ist es nicht nur wichtig zu bauen, sondern auch in soziale Infrastrukturen zu investieren. Das neue Projekt Gesunde Kommune ist dabei ebenso wichtig wie ausreichend lange Kita-Betreuungszeiten.

Gabriele Mader, Unabhängige Frauenliste Biberbach:

 Vielen spannende Aufgaben haben wir uns gestellt. Die Dorferneuerung, die Flüchtlingshilfe, das Burgfest, und der neue Flächennutzungsplan sind Beispiele dafür. In unserem Wahlprogramm suchten wir nach Konzepten für das Altwerden im Ort und das Voranbringen der Nachbarschaftshilfe. Die Gründung der Bürgergemeinschaft unter der Ägide von Johanna Quis, meiner Vorgängerin im Gemeinderat, war ein wichtiger Schritt dorthin. Wir sind stolz darauf, dass dieser Impuls aus unseren Reihen kommt. Bei der Entwicklung und Umsetzung von tragfähigen Konzepten zur Unterstützung der älteren Mitbürger, die ebenso wichtig sind wie die Angebote für die Betreuung der Kinder, sind alle Gruppierungen gefragt. Dazu gehört auch die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude. Aus meiner Sicht als Behindertenbeauftragte im Gemeinderat haben wir hier

noch viel zu tun. (sdk)

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