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Gersthofen

14.03.2020

Hallen dicht: Gersthofen reagiert auf Corona

Die Sicherheitsvorkehrungen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus legen auch in Gersthofen weite Teile des öffentlichen Lebens lahm. So bleiben neben den Schulen und Kindergärten unter anderem auch das Hallenbad  bis zum 19. April geschlossen.
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Die Sicherheitsvorkehrungen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus legen auch in Gersthofen weite Teile des öffentlichen Lebens lahm. So bleiben neben den Schulen und Kindergärten unter anderem auch das Hallenbad  bis zum 19. April geschlossen.

 Zahlreiche öffentliche Einrichtungen bleiben  geschlossen.  Alle städtischen Veranstaltungen sind abgesagt

Keine öffentlichen Veranstaltungen mehr, öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen: Die Stadt Gersthofen reagiert damit auf die wachsende Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Ziel ist es, die Zahl der Ansteckungen möglichst zu verringern.

Bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag gab Bürgermeister Michael Wörle bekannt, was außer der von der Bayerischen Staatsregierung verordneten Schließung der Schulen und Kinderbetreuungsstätten zunächst bis zum 19. April auf die Bürger zukommt. „Für Eltern mit systemrelevanten Berufen wie zum Beispiel Polizei oder Ärzte und Pflegepersonal wird aber eine Kinderbetreuung aufrechterhalten“, betont der Bürgermeister.

Stadt sagt Eigenveranstaltungen ab

Abgesagt wurden zudem alle städtischen Veranstaltungen, darunter bereits am Sonntagabend die zentrale Wahlveranstaltung im Rathaus. „Allerdings haben die Bürger Zugang zum Rathaus, weil die Auszählungen öffentlich sind.“ Außerdem werden die Auszählungsergebnisse gleichzeitig auf der Website der Stadt veröffentlicht und aktualisiert.

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Behördengänge Die Stadtverwaltung soll weiter funktionsfähig sein. Dafür habe man einen Plan aufgestellt: „Wenn zwei Menschen die gleichen Kernkompetenzen haben, wird durch eine Schichtregelung und dergleichen dafür gesorgt, dass diese sich nicht mehr begegnen, damit sie sich nicht gegenseitig anstecken können.“

Manches dauert etwas länger

Wörle bittet um Geduld: „Manches könnte deswegen etwas länger dauern.“ Außerdem appelliert er an die Bürger zu überlegen, welche Behördengänge wirklich unaufschiebbar sind. „Einen bestellten Reisepass muss ich ja nicht sofort heute abholen.“

Stadthalle Alle Veranstaltungen der Stadthalle bis zum 19. April wurden abgesagt. Kulturreferent Uwe Wagner betont aber: „Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Wir bemühen uns um Ersatztermine.“ Für „Simon & Garfunkel“ wurde der 21. September als Ersatztermin vereinbart, für das geplante Gastspiel von Heinz Rudolf Kunze der 7. Dezember. Weiteres gibt das Team Anfang der Woche bekannt.

Stadtbibliothek/Ballonmuseum Die Stadtbibliothek und das Ballonmuseum sowie die Vorverkaufskasse der Stadthalle bleiben regulär geöffnet. „Aufgrund der Nutzerzahlen schien uns eine Schließung im Moment noch nicht angebracht.“ Allerdings sind alle Veranstaltungen in den Räumlichkeiten von Museum und Bibliothek abgesagt.

Jugend Der Betrieb im Jugendzentrum ist ab sofort eingestellt.

Gersthofer Hallenbad geschlossen

Hallenbad Ebenfalls ab dem heutigen Samstag ist das Schwimmen im Hallenbad nicht nicht mehr möglich. Diese Freizeiteinrichtung bleibt ebenfalls zu: „Wir wollen verhindern, dass es in der feuchten Atmosphäre, wo es auch zu Körperkontakt kommt, weitere Ansteckungen geben wird.“ Die privat betriebene Sauna ist bis auf Weiteres geöffnet.

Seniorenprogramm Die älteren Menschen in Gersthofen müssen heuer ebenfalls verzichten: „Alle Veranstaltungen des Seniorenprogramms sind bis zum Sommer abgesagt.“ Dies diene dem Schutz dieser sensiblen Personengruppe. „Wir empfehlen darüber hinaus auch allen Vereinen, auf Veranstaltungen, beispielsweise Jahreshauptversammlungen und dergleichen, zu verzichten.“

Sporthallen Nicht völlig geschlossen bleiben vorerst die Sporthallen. „Wir können den Spielbetrieb nicht beeinflussen, das ist nun einmal Aufgabe der Vereine“, betont Michael Wörle.

Kein Buseinstieg mehr beim Fahrer

ÖPNV Ab sofort darf bei den Bussen nicht mehr beim Fahrer eingestiegen werden. Dieser verkauft keine Tickets mehr. „Damit soll wie in Augsburg vermieden werden, dass Busfahrer angesteckt werden“, sagt Bernhard Schinzel, Geschäftsführer der Gersthofer Verkehrsgesellschaft (GVG).

„Wir haben bereits ein Konzept, welche Strecken im Fall des Falles wegfallen könnten.“ Allerdings werde die Lage etwas entspannt, weil ja in den nächsten fünf Wochen kein Schulbusverkehr benötigt werde. Im Laufe der Woche soll in Gersthofen eine Stelle eingerichtet werden, bei welcher die Bürger ihre Bustickets kaufen können.

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