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Steppach

25.09.2019

Hallenbad in Steppach bleibt nach Todesfall geschlossen

Voraussichtlich noch bis nach den Herbstferien bleibt das Hallenbad in Neusäß-Steppach geschlossen. 
Bild: Sven Daam

In Steppach hat die Schwimmhalle noch fünf weitere Wochen zu. Hinter der Begründung „betriebsbedingt“ verbirgt sich eine traurige Nachricht.

Seit August ist das Steppacher Hallenbad geschlossen – „betriebsbedingt“, wie die Stadt Neusäß zunächst kurz und bündig mitteilte. Nähere Angaben dazu gab es zunächst nicht.

Doch die Stadt hatte einen Grund, warum sie mit Informationen so zögerlich war, denn hinter der Schließung verbirgt sich eine traurige Nachricht: Der Hausmeister, der für die technische Aufsicht und den Betrieb des Hallenbads zuständig war, ist im Bad selbst gestorben. „Nach diesem Todesfall gab es bei der Stadt niemanden, der diese Aufgaben auf die Schnelle hätte übernehmen können“, erklärte nun Verwaltungschef Simon Huber auf Anfrage unserer Zeitung. In der Titania-Therme gibt es zwar Fachpersonal, das sich mit der Schwimmbadtechnik auskennt, aber auch hier habe es keine freien Personalkapazitäten gegeben, um die Betreuung des Steppacher Bads zu übernehmen.

Eine externe Firma soll die Betreuung übernehmen

Wie der Verwaltungsausschuss des Stadtrats diese Woche in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, soll das Steppacher Hallenbad nun von einer externen Firma betreut werden. Huber geht davon aus, dass das Bad wie geplant nach den Herbstferien ab 4. November wieder öffnen kann.

Bis dahin sporteln viele Neusässer Kinder derzeit öfter als geplant, denn durch die Schließung des Bads kann dort auch kein Schwimmunterricht stattfinden. „Wir gehen derzeit mit den Kindern viel nach draußen oder machen Sport in der Halle“, sagt die Rektorin der Steppacher Grundschule, Britta Mahler. Auch andere Schulen nutzen das Steppacher Bad für den Schwimm-unterricht: die Grundschulen bei St. Ägidius, in Westheim und in Aystetten, und sogar die Neusässer Gymnasiasten schwimmen hier. Sie alle müssen auf ihre Sporthallen ausweichen – andere Nutzer wie Vereine oder Volkshochschule werden derzeit nachrangig behandelt.

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