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Mittelneufnach

17.09.2019

Hand in Hand die Lebensqualität der Stauden bewahren

Die Regionalentwicklung Stauden und die Kulturschmiede arbeiten künftig Hand in Hand für ein gutes Kulturprogramm in den Stauden: Karl Scheid (links), Claudia Schuster und Peter Ziegelmeier.
Bild: Marcus Angele

Claudia Schuster, Peter Ziegelmeier und Karl Scheid geben im Interview einen Einblick in das neue Konzept der „Kulturschmiede Stauden“.

Die Regionalentwicklung Stauden (RES) arbeitet viel im Hintergrund für die Weiterentwicklung der Stauden. Nun kommt mit der Zusammenarbeit der RES und der Kulturschmiede auch kulturell mehr Leben in das Naherholungsgebiet. Im Gespräch geben uns RES-Geschäftsführerin Claudia Schuster, Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier und Kulturschmiede-Vorsitzender Karl Scheid einen kleinen Einblick das neue Konzept mit der Kulturschmiede.

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Viele Besucher waren vor über einem Jahr sehr traurig, als die Kulturschmiede Mittelneufnach bekannt gab, zu pausieren oder sogar ganz aufzuhören. Jetzt gab es praktisch die „Fusion“ der Kulturschmiede mit der RES. Welche Vorteile sehen Sie darin? Und wie sieht das neue Konzept aus?

Peter Ziegelmeier: Nachdem uns zur Kenntnis gelangt war, dass die Kulturschmiede in Mittelneufnach pausiert oder ganz aufhört, haben wir in der Vorstandschaft der RES diese Sachlage besprochen und dann mit Herrn Scheid Kontakt aufgenommen. Dies mit dem Ziel, die bisher nur in Mittelneufnach stattgefundenen musikalischen und kulturellen Veranstaltungen einerseits am Leben zu erhalten, andererseits eine Plattform im gesamten Staudengebiet unter Einbindung der Mitgliedsgemeinden der RES zu bieten. Entsprechend den Zielen der RES sehen wir darin eine Erweiterung des kulturellen beziehungsweise musikalischen Angebots für alle Mitgliedsgemeinden, was aus unserer Sicht wiederum eine Aufwertung für die gesamte Region bedeutet. Zudem wird – wenn möglich – den Vereinen die Möglichkeit eröffnet, sich zu präsentieren und die Vereinskasse aufzubessern. Insgesamt versprechen wir uns davon, die Lebensqualität in den Stauden zu erhalten und auszubauen.

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Aus Sicht der Kulturschmiede eine glückliche Entwicklung?

Karl Scheid: Es gibt ein wunderbares Zitat von Platon, das hierzu gut passt: „Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.“ Gleich vorab, die Netzwerk-Verbindung mit der RES ist ein Glücksfall. Aus Sicht der Kulturschmiede geht es darum, dass die Idee „Kultur tut Gutes“ in Verbindung mit dem Motto „Große Namen auf kleiner Bühne“, nachhaltig weitergeführt werden kann. Und das zukünftig in der Region Stauden mit unterschiedlichen Hallengrößen. Insofern freue ich mich sehr über die Begeisterung unserer Gäste, die sich eine „Kulturschmiede 2.0“ erhofft haben. Auch freue ich mich für alle, die sich in der Vergangenheit mit Leidenschaft und großem ehrenamtlichen Engagement eingebracht haben und die Kulturschmiede zu der auch überregionalen Marke gemacht haben, die in wenigen Jahren entstanden ist. Insofern ist aus meiner Sicht der Mitgliederentscheid zur Umbenennung in „Kulturschmiede Stauden“ folgerichtig, denn so werden zwei Markennamen miteinander verbunden und öffnen damit auch die „Vereinszugänglichkeit“, was sehr wichtig für die Nachhaltigkeit ist.

Herr Scheid, bleiben Sie weiterhin der „Kulturminister“ der Stauden – sprich kümmern Sie sich weiterhin um die Auswahl der Künstler?

Karl Scheid: Wie ich schon vorhin gesagt habe, geht es um die Nachhaltigkeit einer Idee und die Umsetzung eines Konzepts in der Region Stauden und nicht um die Ausrichtung auf eine Person. Das heißt, dass ich gerne mein bestehendes Netzwerk auch der neuen Organisation zur Verfügung stelle, erhoffe mir aber auch, dass durch die erwähnte Öffnung der Vereinszugänglichkeit die Arbeit auf zusätzliche Schultern verteilt wird. Hierfür sollten sich alle angesprochen fühlen, die Lust, Freude und Leidenschaft verspüren die „Kabarett- und Musiklandschaft“ vorrangig in Bayern zu verfolgen, Kontakte zu pflegen, neue aufzubauen und den Künstlern schmackhaft zu machen, unbedingt in den Stauden auftreten zu müssen. Das ist eigentlich alles.

Peter Ziegelmeier: Aus Sicht der Regionalentwicklung sollen die Veranstaltungen in gegenseitiger Absprache zwischen der Geschäftsführerin der RES, Frau Schuster, und Herrn Scheid erfolgen, sodass es in Zukunft einen „Kulturminister“ und eine „Kulturministerin“ gibt.

Wie viele Veranstaltungen sind im Jahr geplant? Werden alle Gemeinden einbezogen oder wie erfolgt die Verteilung?

Claudia Schuster: Derzeit sind vier bis fünf Veranstaltungen in verschiedenen Gemeinden der RES geplant. Die Festlegung der Termine erfolgt jeweils in individueller Abstimmung mit der jeweiligen Gemeinde. Grundsätzlich sind Veranstaltungen für alle Gemeinden möglich, soweit Interesse besteht und geeignete Veranstaltungsräume vorhanden sind. Durch entsprechende Künstlerauswahl können sehr viele verschiedene, auch kleinere Räume in den Gemeinden genutzt werden.

Marcus Angele

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