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06.02.2015

Handfeste Infos für die berufliche Zukunft

40 Aussteller, jede Menge Infomaterial und kompetente Ansprechpartner gab es für über 400 Jugendliche bei der Jobbörse in Neusäß.

Mehr als 400 Jugendliche informieren sich bei der Jobbörse in Neusäß.

Eine ganze Traube von Mädchen belagert den Infostand von Nina Seitz auf der Jobbörse in Neusäß. Die Schülerinnen haben Fragen zu Praktika, Ausbildungsberufen und Anforderungen. Doch anders als vielleicht vermutet interessieren sich die jungen Damen nicht für eine Ausbildung zur Bankkauffrau – auch diese Branchen sind vertreten –, sondern sie stehen am Stand der Handwerkskammer Schwaben. Am Ende des Gesprächs decken sie sich mit Prospekt- und Infomaterial ein und ziehen weiter.

Sie haben noch einiges vor sich: Über 40 Betriebe haben sich gestern in der Stadthalle präsentiert, über 70 Berufe konnten die Jugendlichen aller Schularten kennenlernen. Organisiert haben die Jobbörse der Stadt Neusäß wieder Markus Bzduch und Lisa-Marie Lemke vom Jugendkulturhaus Stereoton, heuer zum zweiten Mal am Vormittag. Dies habe sich bewährt, sagte Bürgermeister Richard Greiner in seiner Begrüßungsrede, der Vormittag werde wesentlich besser angenommen als der Nachmittag. Aus Schülersicht verständlich: Dann geht es anstatt in die Schule zur Info-Börse.

Bus bringt die Jugendlichen zur anderen Messe nach Augsburg

Neu war gestern auch der kostenlose Shuttlebus zur parallel stattfindenden „Gezial“-Messe in Augsburg, die Aus- und Weiterbildungen für Gesundheits- und Sozialberufe vorstellt.

Benedikt dreht sich zu seinen beiden Freunden um und zählt an seinen Fingern nacheinander ab: „ Polizei, Rechtsanwälte, Bundeswehr.“ Das sind heute auf jeden Fall die nächsten Anlaufstationen.

Auch etliche Vorträge greifen Themen auf, die für die Jugendlichen interessant sind. Dabei geht es auch ums Bewerbungsgespräch, Überbrückungsmöglichkeiten nach der Schule im In- und Ausland oder die quälende Frage: „Was mache ich, wenn ich noch keine Ahnung habe?“

Wie jedes Jahr sind die Infostände der Polizei und der Bundeswehr sehr gefragt. Auch Natalie und Antonia haben sich dort informiert. „Leider kann man bei der Polizei keine Schnupperlehre machen“, sagt Natalie. Ihr Interesse für den Polizeidienst ist erst vor Kurzem erwacht: „Bisher wollte ich immer Richtung Erzieherin gehen, habe auch schon vier Praktika im Kindergarten gemacht“, seit sie aber öfters Krimis im Fernsehen anschaut, fände sie es bei der Polizei auch spannend. Wie ihre Freundin Antonia geht sie auf die Montessorischule in Dinkelscherben – „da sind regelmäßige Praktika sowieso Pflicht“. Für die Polizei sind beide ohnehin noch viel zu jung – erst 14. Also noch ein bisschen Zeit bis zur Berufswahl.

So ist es auch bei Mark: Er geht in die zehnte Klasse am Justus-vonLiebig-Gymnasium und weiß noch nicht, zu welcher Branche es ihn hinzieht. „Jedenfalls nichts in Richtung IT.“ Bei der Jobbörse war er am Stand der Bundeswehr, später will er noch bei der MAN vorbeischauen.

Die meisten Firmen, die sich in Neusäß präsentieren, haben ihre eigenen Azubis ausgewählt, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Nick Draser, selbst gerade im dritten Lehrjahr als Fluggerätemechaniker bei Premium Aerospace, informiert mit seinen Kollegen über die Berufe, die man in dem Konzern lernen kann. „Die meisten wollen wissen, welchen Abschluss sie brauchen, wie das Duale Studium und die Ausbildung funktionieren.“ Und das wissen die Lehrlinge halt am besten.

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