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Meitingen

20.11.2020

Haus der Musik in Meitingen: Im Frühjahr soll der Bau beginnen

Der Umbau des früheren Meitinger Cinderella in ein Kulturhaus soll im Frühjahr beginnen.
Bild: Marcus Merk

Plus Der Marktgemeinderat in Meitingen hält an seinem Plan fest: Das alte Cinderella-Kino wird für knapp vier Millionen Euro umgestaltet

Im Sommer 2022 werden sich die Kinosäle des ehemaligen Cinderella-Kinos in Proberäume für Musikanten, Sänger und Theaterleute verwandelt haben – so zumindest besagt es der aktuelle Zeitplan für das "Haus der Musik und Kultur“. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates wurde dem Meitinger Gremium der derzeitige Planungs- und Kostenstand präsentiert.

Marktgemeinderat Meitingen: Haus der Musik und Kultur mit Proberäumen

Der Markt Meitingen hatte das ehemalige Kino-Gebäude erworben, als sich die Betreiberfamilie Rusch dazu entschieden hatte, in ein neues Multiplex-Kino zu investieren, das derzeit wegen der Pandemie geschlossen ist.

Wie Bürgermeister Michael Higl schilderte, soll das nun geplante "Haus der Musik und Kultur“ vor allem der SGL Werkskapelle und dem Jugendblasorchester dienen. Auch könnte es dem Theaterverein, Chören, Bands und der Volkshochschule von Nutzen sein.

Zuständig für die Planung war bisher das Architekturbüro Hölzl. Aus gesundheitlichen Gründen wurde diese Arbeit nun vom Architekturbüro Axmann+Weiss aus Burgau übernommen. In der Sitzung stellte Geschäftsführer Günter Axmann dem Gremium die Pläne für den Umbau des einstigen Kinos mit Erweiterungsbau vor.

Entstehen sollen unter anderem zwei große Proberäume für Musikkapellen, Einzelunterrichts- und Lagerräume sowie ein Mehrzweckraum. Ziel dabei sei es, eine möglichst "gute Akustik und eine störungsfreie Parallelnutzung“ zu ermöglichen. Um das zu erreichen, sei ein Akustikbüro mit beteiligt.

So teuer wird das Haus der Musik und Kultur in Meitingen

Die Gesamtkosten von circa 3,9 Millionen Euro brutto wurden noch vom Büro Hölzl berechnet und nun von Ion Simon (gemeindliches Bauamt) eingehend überprüft. Im Prozess mit eingeplant sind auch die Eigenleistungen der Vereine, die sich dazu bereit erklärt haben, mit anzupacken.

Doch genau diese betrachtet Klaus Nebe (FWG) eher kritisch: "Ich glaube, dass die Eigenleistungen nicht die gewünschten Effekte in Hinblick auf die Kosten bringen können.“ Er rechne daher mit einem Anstieg auf mindestens 4,1 Millionen Euro. Ion Simon betonte jedoch, dass man den optimalen Preis herausholen werde und auch Bürgermeister Higl sagte: "Das ist kein Fass ohne Boden.“ Man werde außerdem regelmäßig über Zwischenstände berichten. Letztendlich war sich das Gremium darin einig, das Projekt weiterzuführen. Mit dem Baubeginn ist gemäß Zeitplan im Frühjahr 2021 zu rechnen.

Schulen und Kitas in Meitingen bekommen CO2-Ampeln

• CO2-Ampeln Die Corona-Pandemie macht es notwendig: Der Marktgemeinderat hat sich dazu entschieden, CO2-Ampeln für die Meitinger Grundschulen und Kindertagesstätten zu beschaffen. Diese speziellen Sensoren messen die Konzentration von Kohlendioxid und zeigen an, wann gelüftet werden sollte. Für die Beschaffung der Geräte bietet der Freistaat Bayern mittlerweile Förderprogramme an. Für Meitingen bedeutet das: Für die Grundschulen Meitingen und Herbertshofen stehen maximal 3068 Euro zur Verfügung, für alle Kindertageseinrichtungen 4442 Euro. So ist es aus den Sitzungsunterlagen zu entnehmen.

In einem zweiten Schritt soll der Bedarf an mobilen Luftfiltern geprüft werden. Denn deren Funktion werde von Experten indifferent bewertet, wie unter anderem Fabian Mehring (FWGem) anmerkte. Wo die Möglichkeit da sei, zu lüften, könne der Filter die Luftqualität gegebenenfalls sogar verschlechtern. Und auch ein zu lautes Gerät würde beispielsweise in den Schlafräumen eines Kindergartens keinen Sinn machen, so Anton Büchele (CSU).

Die Anregung zur Beschaffung von CO2-Ampeln und Luftfiltern geht auf die SPD-Fraktion zurück. Fraktionssprecher Matthias Mark bezeichnete die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs und der Kinderbetreuung als oberste Priorität. Mark: "Es geht um das gesundheitliche Wohl der Kinder, Lehr- und Betreuungskräfte.“

• Lech-Stahlwerke Mit einem bis dato ruhenden Verfahren bezüglich eines Mitarbeiterparkplatzes der Lech-Stahlwerke soll es vorangehen. Das Unternehmen plant, den jetzigen Parkplatz auf dem Betriebsgelände zu verlegen und dafür einen östlich neben der Industriestraße befindlichen Lkw-Parkplatz zu erweitern, so Rathauschef Higl. Stimmen aus den Reihen der Freien Wähler und der Grünen machten deutlich, dass man sich an dieser Stelle statt eines ebenerdigen Parkplatzes ein Parkhaus wünsche, um Flächen einzusparen – doch diese Forderung kann die Gemeinde nicht stellen. Zu dem Themenkomplex gehört außerdem die Anlage eines obligatorischen Versickerungsbeckens für Oberflächenwasser. Ausgleichsflächen für das Gewerbegebiet sind in der Nachbarschaft in der Nähe von Lech und Lechkanal geplant.

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