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Finanzen

20.02.2020

Haushaltslage hat sich entspannt

Der Verkauf von Grundstücken hat die finanzielle Lage in Emersacker entspannt. Große Sprünge sind nicht drin

Finanziell steht Emersacker nach schwierigen Zeiten wieder solide da. Günther Tauber, Kämmerer der Gemeinde Welden, stellte in der vergangenen Gemeinderatssitzung den Haushaltsentwurf für dieses Jahr vor.

2019 sei in finanzieller Hinsicht ein schwieriges Jahr gewesen. Erst im letzten Quartal habe sich die Lage durch Grundstücksverkäufe entspannt. Insgesamt sei das Jahresergebnis aber besser ausgefallen als im Vorjahr.

Die Schulden der Kommune zu Jahresbeginn betrugen gute 1,65 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1150 Euro. Damit liegt man weit über dem Landesschnitt (592 Euro).

Haushaltslage hat sich entspannt

Für dieses Haushaltsjahr sieht Tauber die Schwierigkeit, dass keine Gegenfinanzierung – zum Beispiel durch Grundstücksverkäufe – möglich ist. Alle Bauplätze sind bereits verkauft. Zudem bestehe das Risiko, dass eingeplante Zuschüsse nicht wie erwartet flössen. Hier hat die Gemeinde bereits im vergangenen Jahr einschlägige Erfahrungen gemacht.

Insbesondere im Verwaltungshaushalt habe die Gemeinde kaum Spielraum, sagte Tauber. Viele Ausgaben seien fest und vorgegeben wie zum Beispiel Umlagen und Personalkosten.

Investitionen sind in diesem Jahr unter anderem der Ausbau des Kindergartens, das Gewerbegebiet und die Sanierung des Mansardengebäudes.

Einen Rückschlag gibt es beim Zeitplan für das Gewerbegebiet zu verkraften. Ursprünglich war die zweite Auslegungsphase für Ende April angedacht. Die Gutachten für Emissionen und Vogel- und Fledermausvorkommen werden aber mehrere Wochen beanspruchen.

Dafür nimmt der Gehwegausbau an der Einmündung Sportplatzstraße/Hauptstraße Formen an. Der Auftrag für den Ausbau ist bereits vergeben.

Zur Gestaltung der Außenanlagen des Kindergartens hat sich ein Arbeitskreis gebildet.

Im Mansardengebäude hat der Stuckateur mit der Arbeit an den brandgeschädigten Decken begonnen. Das Jagdzimmer soll nach historischen Vorgaben wiederhergestellt werden. Den Kostenvoranschlag wird Bürgermeister Michael Müller an die Versicherung weitergeben.

Auch das Naturfreibad war Thema im Gemeinderat. Der Freistaat hat laut Bürgermeister Müller 60 Prozent an Zuschüssen in Aussicht gestellt.

Von Emersacker sind das Freibad in Wertingen und etliche Baggerseen zwar schneller zu erreichen, dennoch wolle die Gemeinde ihren Beitrag zu diesem interkommunalen Projekt leisten. Es sei eine einmalige Chance, die Attraktivität des Holzwinkels zu verbessern. Der Gemeinderat befürwortete das Projekt mit 8:3 Stimmen.

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