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13.03.2009

Heimgarten: Jetzt sind Hirblinger Vereine gefragt

Gersthofen Da stritten die Gersthofer Stadträte über eine Stunde um die Zukunft der Hirblinger Dorfgaststätte Heimgarten, um am Ende doch einstimmig einem Fahrplan zuzustimmen, der wieder Leben in das Wirtshaus bringen soll. Das Gasthaus, das der Stadt gehört, ist seit Dezember geschlossen.

Erhalten Ausdrücklich wird als Ziel ausgegeben, die Dorfwirtschaft, die seit Dezember geschlosssen ist, zu erhalten.

Sanierung Die Verwaltung erhält den Auftrag, die Kosten für eine Sanierung, abgestuft in mehrere Varianten, zu ermitteln.

Vereine Gleichzeitig soll die Verwaltung mit den Ortsvereinen sprechen, um herauszufinden, ob Bereitschaft besteht, die Wirtschaft in Erbpacht zu übernehmen, um sie dann weiter zu verpachten. Eine Anschubfinanzierung durch die Stadt wäre dann wahrscheinlich.

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Wiedervorlage Die Verwaltung informiert den Bauausschuss über die Ergebnisse der Recherchen.

Letztlich vertagt wurde die Entscheidung darüber, was passiert, wenn die Vereine der Stadt einen Korb geben. Im Raume stehen dann

eine Ausschreibung zur Erbpacht an private Betreiber oder gar ein Verkauf. Es gab auch Stimmen, die eine Verpachtung auch ohne Erbpacht nicht ausschließen wollen.

Keine juristische Bindung

Bürgermeister Jürgen Schantin ( CSU) stellte die Frage, inwieweit bei Verpachtung oder Verkauf gewährleistet ist, dass der Heimgarten als Veranstaltungsort für die Vereine und als gesellschaftlicher Treffpunkt gesichert ist. Schantin favorisiert die Übernahme durch die Vereine. Er betonte erneut, dass eine juristische Überprüfung ergeben habe, dass der Eingemeindungsvertrag, der die Weiterführung der Gaststätte vorsieht, nach nunmehr 34 Jahren nicht mehr bindend sei.

CSU-Fraktionschef Albert Kaps setzt auf die Ortsvereine - allerdings zu "sehr, sehr günstigen" Konditionen. "Die Stadt hat eine moralische Verpflichtung, zu helfen." Das findet auch Peter Schönfelder, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Grundsätzlich fragte er jedoch: "Wollen wir die Gaststätte erhalten oder mit aller Gewalt eine Lösung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten suchen." Das "Vereinsmodell" sei eine Überforderung der Ehrenamtlichen.

Für Bernhard Happacher, selber Gastronom, ist klar, dass die Vereine die Gaststätte nicht selber betreiben, sondern nur an Profis verpachten können. Er halte auch den Vorschlag von Hans-Jürgen Fendt (FDP), wonach die Vereine den Bau für Versammlungen nutzen können, bis eine Lösung gefunden ist, für nicht praktikabel: "Es geht nicht, dass in einer Gaststätte jeder rumbruzzelt." Schantin gab zu, den Rückzug des Pächters genutzt zu haben, um eine Änderung der Situation voranzutreiben. Dies wäre, so Schantin, beim Gasthaus Strasser im Herzen Gersthofens - auch diese Gaststätte gehört der Stadt - in einer solchen Situation auch nicht anders.

Dass die Hirblinger sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung ihres Heimgartens warten, machten über 50 Zuhörer im Rathaussaal deutlich.

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