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Allmannshofen

14.07.2018

Heiner Lauterbach dreht nächste Woche im Landkreis

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2 Bilder
Das Filmset auf Gut Schwaighof in Allmannshofen: Während Hauptdarstellerin Leia Holtwick im Stall hinten eine Szene spielt, beobachtet das Team draußen über die Bildschirme die Dreharbeiten.
Bild: Marcus Merk

Auf Gut Schwaighof bei Allmannshofen haben die Aufnahmen schon begonnen. Ein exklusiver Besuch bei den Dreharbeiten.

Konzentriert schwenkt der Tonmann sein Mikrofon, der Kameramann bückt sich, um die romantische Stallszene in Szene zu setzen. „Silence, Ruhe bitte, alles auf Anfang, first position guys, und los!“ Ein weiß-braunes Filmpony wartet an Halfter und Strick auf seinen Einsatz. Hinter ihnen behält die Regisseurin jede Bewegung der Schauspieler im Blick. Auf Kommando verstummt das gesamte Filmteam, um ihren Anweisungen an die Hauptdarstellerin zu lauschen. „Halt, an dieser Stelle musst du aufpassen. Und jetzt sag noch einmal deinen Text auf.“

Mehr als 65 Personen arbeiten bei den Dreharbeiten mit

Das idyllische Gut Schwaighof in Allmannshofen bei Nordendorf hat sich am Freitag in ein Filmset verwandelt. Produzent, Regisseurin, Kameraleute, Tontechniker, Schauspieler und Pferdetrainer wuseln ausgestattet mit Funkgeräten, Klemmbrettern und komplizierter Technik über den alten Gutshof. Der Grund: Auf Schwaighof werden Szenen für die Neufassung der Immenhof-Filme gedreht (wir berichteten). Der Film heißt „Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“. Auch Heiner Lauterbach und Max von Thun werden im Laufe der 12 Drehtage ins Augsburger Land kommen und eine Rolle im Film übernehmen.

Dreharbeiten in Allmannshofen für die Neuverfilmung von "Immenhof"
Video: Maria Heinrich

Von der Straße bei Allmannshofen vermutet man nicht, was hinter den grauen Steinmauern passiert. Dort ist alles ganz ruhig. „Doch mehr als 65 Personen arbeiten bei den Dreharbeiten mit, alle sind in zwei Hotels in Donauwörth untergebracht“, erklärt Produzent Frank Meiling. Die Filmleute unterhalten sich auf Englisch, denn das Team kommt aus Deutschland und Belgien. Über einen staubigen Weg geht es zum Drehort. Ein alter Pferdestall im hinteren Teil von Gut Schwaighof.

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Heiner Lauterbach spielt den Schurken

Das Filmset sieht genauso aus, wie man es sich als Laie vorstellt. Vor dem alten Gebäude ist ein Zelt aufgebaut, darunter platziert zwei breite Bildschirme, davor die typischen klappbaren Filmstühle. Kabelrollen und technisches Equipment sind drumherum aufgebaut. Um die Ecke parken drei weiße Lastwagen, die Ladeflächen sind mit Ausrüstung vollgepackt.

Zwei Holztore des Stalls stehen weit offen, dahinter spielt Hauptdarstellerin Leia Holtwick gerade eine Szene. Sie steht an einer Art Werkbank, die mit Gräsern und Blumen hübsch dekoriert ist, und bereitet vor der Kamera das Pferdefutter zu. Hinter ihr im Stroh dösen die Ponys, eines von ihnen wiehert plötzlich aufgeregt. Für die Dreharbeiten wurden die Filmtiere aus ganz Deutschland nach Allmannshofen gebracht.

Leia Holtwick spielt im neuen Immenhof die 16-jährige Lou, die zusammen mit ihren beiden Schwestern um den Hof des Vaters kämpfen muss, der gestorben ist. Heiner Lauterbach spielt den Gegenpart zu Lou, als ehemaliger Geschäftspartner des Vaters wird er die Rolle des Schurken übernehmen. „Vieles ist anders bei der neuen Version im Vergleich zum Klassiker. Wir wollten vor allem die Seele der alten Filme ins Heute mitnehmen“, sagt Produzent Frank Meiling.

Zuschauer sind aber keine erlaubt

Bis der Film voraussichtlich 2019 in die Kinos kommt, steht für das deutsch-belgische Filmteam noch viel Arbeit an. 40 Drehtage sind insgesamt eingeplant. Bis eine Szene tatsächlich aufgezeichnet werden kann, vergehen mehrere Arbeitsschritte, erklärt Meiling. „Erst wird alles ohne Kamera geübt, dann wird die Szene noch mal mit der Kamera geprobt und dann erst wird aufgezeichnet.“ Wenn manchmal etwas nicht auf Anhieb klappt, muss weiter gefeilt werden. Dann müssen auch die Filmpferde auf ihren Einsatz warten. Eines von ihnen knabbert entspannt an seiner Trainerin, gähnt ausgiebig und spielt gelangweilt mit einer leeren Wasserflasche, die auf dem staubigen Boden liegt.

Wer neugierig ist und bei den Dreharbeiten zuschauen möchte, muss sich leider bis zum Kinostart gedulden. „Denn Zuschauer sind keine erlaubt“, sagt Meiling. Eventuell muss sogar die Straße, die an Gut Schwaighof vorbeiführt, gesperrt werden. An dieser Stelle wird nämlich Heiner Lauterbach als Bösewicht eine Szene drehen.

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