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Gestaltung

17.02.2015

Helle Räume und gelber Hallenboden

Auf helle Farben setzen die Planer des Gersthofer Mittelschul-Neubaus. Als bereits realisiertes Beispiel präsentierten sie Fotos des Gymnasiums in Ergolding. Allerdings kam der gelbe Turnhallen-Boden nicht bei allen Räten gut an.

Planer der neuen Gersthofer Mittelschule stellen das Farbkonzept vor. Dem Bauausschuss gefällt es sehr gut

Helle Wände, je nach Funktion anders gefärbte Böden und Wandflächen: Auch wenn zurzeit erst die neue Dreifachturnhalle gebaut wird, arbeiten die Planer parallel dazu an der neuen Mittelschule weiter. Schließlich ist die Fertigstellung im September 2015 vorgesehen. Im Bauausschuss legten die Planer nun ihr Farbkonzept vor.

„Wir haben versucht, einen Leitfaden zu erstellen, bei dem für jede Funktion und Ausstattung passende Elemente ausgewählt werden können“, sagte Robert Hösle vom Büro Behnisch Architekten. So seien die verschiedenen Bereiche wie die tiefergelegte Turnhalle, die allgemeinen Räume (Aula, Treppenhäuser), die Fach- und die Unterrichtsräume unterschiedlich zu betrachten.

Als verbindendes Element ist Hösle zufolge die „Straße, die durch das Haus geht“, zu bewerten. Damit meint der Planer den Weg, über den Schüler, Lehrer und Besucher die verschiedenen Bereiche betreten. Als Material schlug er einen homogenen Belag aus Gussasphalt vor, der verschieden gefärbt werden kann. Dieser solle mit dem Bodenbelag innerhalb der Gebäude korrespondieren. „Außerdem müssen wir als Architekten bei einem Schulgebäude darauf achten, dass die Wände individuell bespielt werden können, zum Beispiel mit Schaukästen, Postern und dergleichen“, so Hösle.

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„Wegen der Anforderungen an das Gebäude sind viele Materialien schon definiert.“ Jetzt gehe es darum, welcher Boden verlegt werde. Für die Tribünenstufen sieht das Konzept Tischlinoleum vor, das abwechselnd in verschiedenen kräftigen Farben verwendet wird. Dies soll Hösle zufolge dem Eindruck eines Kellergeschosses entgegenwirken. Denn die Halle wird ja sechs und mehr Meter tief in den Untergrund gebaut. Aus diesem Grund plädiert er auch dafür, die Spielfläche der Halle in Gelb zu realisieren: „Gelb wirkt hell und freundlich, und anders als bei Blau sind Spielfeld- und andere Markierungen besser erkennbar.“ Rot wiederum wirke dunkel und aggressiv.

Hösle zufolge hätten aber die örtlichen Vereine, für die vor allem der TSV Gersthofen spricht, ein konventionelles Grau als Hallenboden gewünscht. Diesem Vorschlag schloss sich auch Frank Arloth (CSU) an: „Ich bin für Grau, denn in einer Sporthalle sollen die Schüler schwitzen, kämpfen und sich verausgaben, sie ist kein Wohlfühlraum.“ Schulleiterin Sigrid Puschner widersprach ihm: „Heutzutage besteht Schulsport nicht mehr nur aus Schwitzen und Kämpfen“, machte sie deutlich. Der Rest der Bauausschussmitglieder war durchweg für den gelben Boden.

„Die begleitenden Materialien sind noch nicht geplant“, sagte Hösle. Für die Bodenbeläge schlug er für die (Fach-) Klassen Linoleum vor. Die Klassenzimmer im Obergeschoss sollen das Leitbild „Wohnzimmer“ haben: „Schließlich halten sich hier die Schüler am längsten auf“, argumentierte der Planer. In den Ganztagsbereich soll Teppichboden „Kontemplation bringen“. Farbigkeit sieht er in den Sonderbereichen der Schule vor, beispielsweise in den Aufenthaltsbereichen auf dem Flur oder in der Aula. „Das geht vor allem über Teppich und Möbel.“ In der Aula als zentralem Aufenthalts- und Veranstaltungsraum soll grüner Teppich einen Bezug zur Vegetation im Schulgarten herstellen.

Durchweg begeistert von den Vorschlägen des Planungsbüros zeigten sich die Aussschussmitglieder. Jürgen Schantin (W.I.R.) allerdings erinnerte die Gestaltung der Treppenhäuser (Stangengeländer) an Tiefgaragen. Der Planer versprach daraufhin, diese noch einmal zu überdenken. Peter Schönfelder (SPD) sah alle Anforderungen erfüllt.

„Ich kann mit diesem Konzept gut leben“, sagte Sigrid Puschner. „Beim Teppich lasse ich mich von der Qualität positiv überraschen – aber zur Lärmdämmung ist er am besten.“ "Kommentar Seite 1

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