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Herbertshofen
14.06.2019

In Herbertshofen geht es vom Lohwald bis zum Hundekot 

Kritisiert wurde, dass die Lechauen bei Herbertshofen eine „Landkreistoilette“ für Hunde seien.
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Kritisiert wurde, dass die Lechauen bei Herbertshofen eine „Landkreistoilette“ für Hunde seien.
Foto: Wolfgang Widemann (Symbolfoto)

In Herbertshofen haben die Bürger viele Fragen und Anregungen für Bürgermeister Michael Higl. In Sachen Stahlwerk gibt es neue Informationen aber erst am 24. Juni. 

Erwartungsgemäß stand die geplante, aber noch nicht abgesegnete Rodung eines Teils des nördlichen Bannwaldes im Mittelpunkt des Bürgergespräches in Herbertshofen. Viele Interessierte waren ins Schützenheim gekommen, im dem es keinen freien Platz mehr gab.

  • Kinderbetreuung Mit dem Thema Kinderbetreuung stieg Meitingens Bürgermeister Michael Higl in seinen Informationsbericht ein. „Wir schaffen es, trotz steigender Kinderzahlen, dass wir keine Eltern, die ihre Kinder zur Betreuung bringen wollen, abweisen müssen“, betonte er. Am Freibad ist der Neubau eines Kindergartens in Planung, in Erlingen steht eine Erweiterung des Hauses für Kinder an. Dazu werden Container aufgestellt, die in der Zeit bis zur anstehenden Dorferneuerung mit der Erweiterung des Hauses für Kinder den Platzmangel überbrücken sollen.
  • Bahnhof Die Röhre am Meitinger Bahnhof soll zwischen dem 19. und 21. Juni unter den Gleisen eingeschoben werden. „Hoffentlich wird das Wetter besser, sodass der Grundwasserspiegel nicht mehr steigt, denn sonst fällt das Vorhaben im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser“, sagte Higl.
  • Straßensanierung Für die Sanierung der Herbertshofer Schubertstraße, die vor einigen Jahren über die Bühne ging, kommen auf die Anwohner keine Kosten mehr zu. Die Mühl-straße in Herbertshofen wird heuer noch in mehreren Abschnitten saniert, auch hier müssen die Anlieger keine Kosten leisten.
  • Sozialwohnungen Als ein Top-Thema bezeichnete der Bürgermeister den Bau von Sozialwohnungen. Derzeit gebe es zwei Baustellen für insgesamt rund 80 Wohneinheiten, sagte Higl.
  • Adelstätterweg Ein Herbertshofer Bürger kritisierte den Zustand des Adelstätterwegs, der nicht richtig ausgebaut sei und große Löcher habe. „Spritzdecken werden immer in Auftrag gegeben und je nach Wetterlage werden auch Ausbesserungsarbeiten durchgeführt“, antwortete Higl.
  • Parkplätze Einem weiteren Besucher ging es um die Parkplätze für Eltern, deren Kinder auf dem Sportplatz Fußball spielen. Er wollte wissen, ob es beim Ausbau einer Firma neben dem Gelände Versäumnisse hinsichtlich der Parkplatzfrage gab. „Es ist wenig Platz vorhanden, da die Baufirma für ihre großen Lastkraftwagen eine große Einfahrt benötigt“, lautete Higls Antwort.
  • Hundekot Ein weiterer Bürger wollte wissen, seit wann die Lechauen bei Herbertshofen eine „Landkreistoilette“ für Hunde seien. Viele Tierhalter würden mit dem Auto vorfahren, ihren Vierbeiner aussteigen und sein Geschäft verrichten lassen. „Die Lechauen sind ein weit bekanntes Top-Erholungsgebiet. Es ist unvermeidbar, dass Besucher ihre Hunde mitbringen“, so Higl. Man appelliere ständig an die Hundehalter, den Kot zu entsorgen, was aber meist auf taube Ohren treffe.
  • Steg Ein weiterer Gast wollte wissen, warum aus der Anregung, einen Steg über den Lech zu bauen, bis jetzt nichts geworden ist. „Es gibt ein Programm, dass die Lechauen aufgewertet werden. Doch es sei schwierig, den Brückenbau umzusetzen. Um das Programm durchführen zu können, müssen die Lechwerke ins Boot geholt werden und dem Projekt zustimmen“, erklärte der Meitinger Bürgermeister.
  • Stahlwerk Das Thema Lohwaldrodung wurde mehrfach angesprochen. Markus Kihm vom Stahlwerk bat die Besucher, den Informationsabend zu den Erweiterungsplänen am Montag, 24. Juni, im Meitinger Bürgersaal zu besuchen. Ein Bannwald habe einen anderen Naturstatus wie ein normaler Wald, so Kihm. „Kann man nicht eine andere Alternative für Ausgleichsflächen suchen und erst dann mit der Rodung beginnen?“, wollte ein weiterer Gast wissen. „Ich kann hier nicht ins Detail gehen, genaue Informationen wird es bei der LSW-Präsentation am Montag, 24. Juni im Bürgersaal geben“, lautete Higls Antwort. Weiter sagte der Meitinger Rathauschef, dass ein Bannwald eine Tabuzone sei, die nicht angegriffen werden sollte, über die Ausgleichsfläche werden Fachbehörden entscheiden.

Ernst Dittrich meinte abschließend, dass das Thema Lechstahlwerke-Bannwald in dieser umfangreichen Ausführung nicht in eine Bürgersprechstunde gehöre, sondern darüber beim Informationsgespräch im Bürgersaal diskutiert werden sollte.

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