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Haushalt

18.03.2020

Heretsried beschließt Rekord-Haushalt

Die Gemeinde verabschiedet ein Investitionsvolumen von rund 3,8 Millionen Euro. Im kommenden Jahr stehen einige große Bauprojekte an. Ganz ohne neue Schulden geht das nicht

Von einem Rekord-Haushalt sprach Kämmerer Günther Tauber von der Verwaltungsgemeinschaft Welden in der vergangenen Gemeinderatssitzung in Heretsried. Noch nie zuvor habe die Gemeinde so ein großes Haushaltsvolumen gehabt, so Tauber. Das reine Investitionsvolumen liegt bei 3,8 Millionen Euro.

Dies sei vornehmlich den Baumaßnahmen geschuldet. Es gehe daher auch nicht ganz ohne Kreditfinanzierung. Jedoch gehe die Gemeinde angesichts zahlreicher zugesagter Fördergelder eigentlich nur in Vorleistung. Tauber berichtete außerdem von einem positiven Vorjahresergebnis. 1,1 Millionen Euro konnten den Rücklagen zugeführt werden. Der Kämmerer war sich sicher, dass die Kreditgenehmigung durch das Landratsamt angesichts der stets soliden Haushaltslage in Heretsried kein Problem darstellen dürfte. Bürgermeister Heinrich Jäckle stellte in der Sitzung kurz eine Kostenvergleichsrechnung für die Kläranlage Lauterbrunn vor. In einigen Jahren läuft dort die Betriebserlaubnis aus, da die Pflanzen nicht die geforderte Reinigungsleistung erbringen können. Die Gemeinde macht sich daher bereits Gedanken über die Zukunft.

Die Kosten für den Bau einer neuen Kläranlage mit SBR-Reaktor belaufen sich auf etwa 1,78 Millionen Euro. Für den Bau einer rund 3,5 km langen Druckleitung mit Anschluss an die Kläranlage Heretsried würde man etwa 1,49 Millionen Euro bezahlen. Einberechnet sind hier auch schon die Kosten für nötige Umbauten in der Anlage in Heretsried.

Heretsried beschließt Rekord-Haushalt

Derzeit werden für den Bau von Anschlussleitungen Zuschüsse gewährt. Der Gemeinderat möchte daher die Möglichkeit, eines Zuschusses für die Variante des Anschlusses in Heretsried vom Wasserwirtschaftsamt prüfen lassen.

Den finanziellen Unterschied zwischen den beiden Varianten macht der Faktor Zeit aus. Die Unterhaltskosten für zwei Kläranlagen im Hinblick auf die nächsten Jahrzehnte sind deutlich höher als beim Anschluss Lauterbrunns an die bestehende Anlage in Heretsried. Insbesondere, wenn die Anforderungen an die Abwasserreinigung in Zukunft noch weiter steigen würden, müsste die Gemeinde bei Variante zwei nur eine Anlage aufrüsten, so Jäckle.

Für die Bürger würde es bei dieser zweiten Variante bedeuten, dass der Ortsteil Lauterbrunn bereits jetzt bei den Investitionskosten in Heretsried beteiligt wird, im Gegenzug der Ortsteil Heretsried dann an den Ausbaukosten in Lauterbrunn.

Die Baugrube für das Bürgerhaus Lauterbrunn soll im April ausgehoben werden. Mit dem Rohbau solle Anfang Mai begonnen werden.

Naturfreibad: Der Gemeinderat stimmte mit 11:1 der Zweckvereinbarung zur Planung eines interkommunalen Naturfreibades im Holzwinkel zu.

Im Mehrzweckraum Heretsried soll die Beleuchtung gegen energiesparende LED ausgetauscht werden. Die Maßnahme wird im Rahmen einer LEW-Aktion bezuschusst.

Die Unterkunft der Asylbewerber soll mit dem neuen Gemeinderat besichtigt werden.

Die Gemeinde übernimmt die Gebühr für den Erste-Hilfe-Kurs an Säuglingen und Kleinkindern für die Teilnehmer, die aktive Feuerwehrleute sind. Ein weiterer Kurs soll im Herbst angeboten werden.

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