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Heretsried

03.04.2018

Heretsried bleibt beim Nein zur Musikschule

Gemeinderat bleibt beim Nein zum Beitritt der Holzwinkel-Musikschule. (Symbolbild)
Bild: Patrick Pleul, dpa

Diskussionen gibt es im Gemeinderat auch über die Staatsstraße 2036 und ein neugebautes Haus.

Im September soll der Unterricht in der interkommunalen Holzwinkel-Musikschule starten. Heretsried ist jedoch nicht dabei. Auf der Bürgerversammlung hatten Bürger kritisiert, dass sich die Gemeinde nicht an der Musikschule beteilige (wir berichteten). Deshalb wurde das jetzt noch mal im Gemeinderat diskutiert. Die Meinung der Gemeinderäte hat sich aber nicht geändert. Karl-Heinz Tomaschewski stieß weiterhin der finanzielle Freibrief für die Musikschule auf. Und es sei ja nicht so, dass die Kinder der Gemeinde nicht die Musikschule besuchen dürften, erklärte Bürgermeister Heinrich Jäckle.

Ein Zuhörer, dem Rederecht gewährt wurde, erklärte, dass es ein reges Musikleben gebe, wo es Musikschulen gibt. Es gehe zum Beispiel auch um das Singen. In der Gemeinde gebe es keinen Kinderchor. Man solle kein Vakuum schaffen.

Ein nachträglicher Beitritt sei jederzeit möglich

Der Gemeinderat blieb aber bei seinem Beschluss, der Musikschule nicht beizutreten. Wie auch schon ursprünglich geplant, soll im nächsten Jahr die Situation noch einmal betrachtet werden. Ein nachtäglicher Beitritt zur Musikschule sei jederzeit möglich.

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In der Sitzung ging es dann noch um die Staatsstraße 2036, Bauverstöße und den Haushalt.

Staatsstraße: Auch der Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Heretsried und Holzhausen war Thema auf der Bürgerversammlung. Bürgermeister Jäckle hatte insgesamt den Eindruck, dass seine Bürger keine kurzsichtige Kosmetik, sondern eine Verbesserung der Straße befürworteten, sagte er. Bei dem von Gegnern angeprangerten Holzschlag handele es sich um einen Nutzwald mit Fichtenmonokultur. Es werde nach den Bauarbeiten aber auch wieder angepflanzt und hier bestünde die große Chance einer ökologischen Aufwertung, so Jäckle. Es gehe auch nicht darum, schneller nach Augsburg zu kommen, sondern sicherer. „Außerdem geht es nicht um den Bürgermeister, denn der fährt die Strecke kaum. Es geht um die, die dort täglich langfahren“, meinte Jäckle.

Gemeinderat Winfried Jacob bekräftigte seine Ansicht, dass es sich um Wahlkampfgeplänkel handele. Man lehne sich zum Stimmenfang aus dem Fenster, vergesse aber wohl, dass auch hinter dem Peterhof zahlreiche Stimmberechtigte wohnen. Thomas Liepert fragte, was man tun könne außer im Gemeinderat zu diskutieren. Jäckle erklärte, die Gemeinde habe ihre Stellungnahme zum Straßenbau abgegeben. Er werde sich informieren, was weiter möglich sei. Der Bürgermeister appellierte zudem an alle, sich zu informieren und erst dann zu urteilen. Zu diesem Zweck kann man nun direkt mit einem Klick von der Startseite der Homepage der Gemeinde Heretsried die Planungsunterlagen der Straße einsehen.

Haus: Zu besprechen gab es auch einen Hausbau in Lauterbrunn. Das Gebäude liegt nämlich 56 Zentimeter tiefer als genehmigt und auch die Dachneigung passt nicht. Diese Tatsachen genehmigte der Gemeinderat nachträglich. Für eine Stützmauer gab es jedoch nicht das gemeindliche Einvernehmen, da sie ohne Einwilligung des Grundstücksnachbarn gebaut wurde und die Stützfüße knapp einen Meter in dessen Grundstück hineinragen. Der Nachbar hat zudem die Aufforderung erhalten, die Baustellenabsicherung für die aufgebaggerte Fläche zu übernehmen. So gehe das nicht, war die einhellige Meinung im Gemeinderat.

Finanzen: Kämmerer Günther Tauber von der VG Welden erläuterte den Haushaltsplan der Gemeinde für das laufende Jahr. Investiert werden soll in den Hochwasserschutz, die technische Aufrüstung der Kläranlage und die Bürgerhäuser in Lauterbrunn und Heretsried. Wenn alles laufe wie geplant, könnten wieder Rücklagen gebildet werden, meinte Tauber. Allerdings stellte er bereits in Aussicht, dass es 2019 nicht ohne eine Neuverschuldung gehe. Dies sei den „dicken Brocken“ – dem Neubau der Bürgerhäuser – geschuldet. Der Haushalt soll im April verabschiedet werden.

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