1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Herrchen beim Fußball gefoult - Hund eilt zur Hilfe

Meitingen

15.04.2019

Herrchen beim Fußball gefoult - Hund eilt zur Hilfe

IMG_9357.jpg
4 Bilder
Tu ja nichts meinem Herrchen Fabian Wolf, denkt sich Hund Oslo.
Bild: Karin Tautz

Plus Beim Spiel des TSV Meitingen will Australian Shepherd Oslo Herrchen beschützen. Wir haben den Einsatz fotografisch dokumentiert. Was sagt das Regelwerk dazu?

Der Australian Shepherd Oslo schlummert friedlich am Spielfeldrand. Den Trubel am Meitinger Fußballfeld ist er gewohnt. Auch die Paarung TSV Meitingen gegen SC Altenmünster interessiert den jungen Hütehund nicht sonderlich. Doch plötzlich schreckt er auf. Herrchen Fabian Wolf ist an der an der Seitenlinie gefoult worden. Direkt vor seiner Nase.

Oslo ist sofort hellwach. Er springt auf und rennt zu dem Spieler. Direkt neben ihm stoppt er, sprungbereit mit angehobener Pfote. In diesem Moment drückt Karin Tautz auf den Auslöser. Das Foto mit Oslo und seinem Herrchen ist seitdem vor allem auf Facebook der Renner.

Oslo ist bei jedem Spiel dabei

Am Montag nach dem Spiel bekommt Fabian Wolf mehrere Nachrichten von Freunden, die ihm das Foto zeigen. „Das passiert ja nicht allzu häufig“, erklärt der Spieler. Oslo sei bei jedem Spiel dabei, sagt der Meitinger. Das werde auch in Zukunft so bleiben. „Solange wir noch in der Bezirksliga spielen, darf er mit, wenn wir unser Ziel Landesliga erreichen, muss er leider draußen bleiben“, erklärt Wolf. Bisher sei Oslo immer brav am Spielfeldrand geblieben. „Anscheinend hat er mich dann ganz in der Nähe schreien hören“, sagt sein Herrchen. Das Foul sei aber „nichts Dramatisches gewesen“, betont der Meitinger Spieler.

AZ WhatsApp.jpg

Familienhund Oslo ist nicht viel älter als ein halbes Jahr. Er sei sehr verspielt und verschmust, sie hätten „definitiv eine gute Beziehung“, sagt Wolf. „Ich bin eigentlich derjenige, der mit ihm herumtobt“, erklärt er. Die Rasse hat den Ruf, besonders klug zu sein. Das merke man auch Oslo trotz seines jungen Alters schon an. „Er weiß eigentlich ganz genau, dass er nicht auf das Feld darf. Das ist auch auf dem Foto zu sehen. Er zieht schon zurück“, erklärt Fabian Wolf.

Er selbst habe den Hund zwar im Augenwinkel bemerkt, sei aber nicht auf ihn eingegangen. „Eigentlich darf er da ja nicht sein.“ Auf der anderen Seite hätte er ihn gerne gelobt: „Er wollte mich ja beschützen.“

Greift das Tier in das Spielgeschehen ein oder nicht?

Doch was, wenn Oslo nicht an der Seitenlinie stehen geblieben wäre? Für diesen Fall gibt es klare Regeln, die Kreis-Schiedsrichter-Obmann Thomas Färber erklärt. „Grundsätzlich ist die Frage, ob das Tier in das Spielgeschehen eingreift, oder nicht“, sagt er. Unterbrechungen gebe es nur dann, wenn das Tier wirklich Einfluss nimmt, also zum Beispiel Verwirrung bei den Spielern auf dem Feld stiftet, einen Pass abfälscht, oder sich in den Ball verbeißt. Dann muss der Schiedsrichter unterbrechen und warten, bis der Ordnungsdienst das Tier wieder vom Platz geführt hat. Danach gebe es Schiedsrichterball und die Begegnung gehe ganz normal weiter.

Wie vielschichtig die Beziehung zwischen Mensch und Tier sein kann, lesen Sie hier: Herrchen gefoult - Hund hilft

Lesen Sie dazu auch:

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20MMA_073363(1).tif
Oberschönenfeld

Maßkrugstemmen im Museum

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen