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Landkreis Augsburg

07.01.2016

Heute ziehen die ersten Flüchtlinge in die Neusässer Turnhalle ein

Dieses Bild von der Neusässer Turnhalle ist im November entstanden. Jetzt soll sie eine längerfristige Asylbewerber-Unterkunft werden.
Bild: Archivbild Marcus Merk

Am heutigen Donnerstag sollen die ersten Menschen in der Neusässer Turnhalle Unterschlupf finden. Ein Bürgermeister hält das für eine schlechte Lösung.

Jetzt wird es ernst mit der Schulturnhalle als längerfristige Asylbewerber-Unterkunft. Am heutigen Donnerstag sollen knapp 20 Menschen in der umgebauten Halle einziehen, die mehr als 200 Platz bietet. Mit Zuwachs ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Denn nach dem Dreikönigstag endet die Atempause, welche der Freistaat den Kommunen und vielen Helfern vor Ort in der Flüchtlingsfrage gegönnt hat. Von nun an werden wieder in regelmäßigen Abständen Menschen aus den Auffanglagern an der Grenze ankommen.

Mit etwas mehr als 60 pro Woche rechnet das Landratsamt in Augsburg in den nächsten Wochen. Die ersten 65 Menschen sind bereits für den Donnerstag angekündigt und sollen neben Neusäß in den neuen Stadtberger Holzhäusern sowie weiteren dezentralen Unterkünften im Augsburger Land Unterschlupf finden. Außen vor bleibt bislang die ehemalige Tennishalle im Meitinger Ortsteil Herbertshofen. Sie ist als sogenannte Not-Erstaufnahme-Einrichtung eingeplant, von der aus die Flüchtlinge innerhalb weniger Tage weiterverteilt werden.

Unterdessen hat die Stadtberger SPD-Politikerin Simone Strohmayr die Arbeit des Landratsamtes bei der Unterbringung von Asylbewerbern gelobt. Die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion besuchte zusammen mit SPD-Kommunalpolitikern die dezentrale Asylunterkunft des Landkreises im Gewerbegebiet Süd in Königsbrunn. Strohmayr und die Stadträte Florian Kubsch und Andrea Collisi lobten die Bauweise der Unterkunft, die kleinere Wohngruppen ermöglicht. In der Königsbrunner Lilien-thalstraße sind inzwischen – wie an anderen Orten auch – mehr Menschen untergebracht als ursprünglich geplant. Dennoch sei sie mit dem Alltag zufrieden, so Cornelia Anliak, die als Kümmerer des Landratsamtes für die Einrichtung zuständig ist.

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Flüchtlingskinder sollen spielerisch Deutsch lernen

Eine zentrale Aufgabe für Kommunen und Freistaat sehen die SPD-Politiker in der Kindergartenbetreuung der Flüchtlingskinder, um die Integration zu fördern. Strohmayr: „Unter Umständen müssen zusätzliche Plätze geschaffen werden. Im spielerischen Umgang lernen die Kinder am leichtesten Deutsch.“

Einen breiten Raum nahm das Thema Asyl auch beim Neujahrsempfang der Gemeinde Diedorf am Mittwoch ein, zu dem neben Bürgern viele Politiker aus dem Augsburger Land gekommen waren. Diedorfs Bürgermeister Peter Högg kritisierte dabei die Belegung von Turnhallen mit Flüchtlingen als „die schlechteste Lösung“. Sie könne Bevölkerung und Flüchtlingen nicht zugemutet werden. Unter dem Beifall der Zuhörer forderte Högg alle Landkreisgemeinden auf, für Flüchtlingsunterkünfte zu sorgen. „Keiner darf sich ausnehmen.“

Ähnlich äußerte sich Landrat Martin Sailer (CSU) bei der Veranstaltung. Um etwa die nagelneue Turnhalle des Schmuttertalgymnasiums nicht als Flüchtlingsunterkunft hernehmen zu müssen, „brauchen wir den Schulterschluss aller“. Laut Sailer leben im Landkreis derzeit knapp 3000 Asylbewerber, und in den kommenden Monaten müssten viele weitere untergebracht werden. Heute soll mit der Regierung von Schwaben über die neuen Aufnahmequoten für die Landkreis verhandelt werden. Dass die Unterbringung von Asylbewerbern in mehr als 50 Unterkünften im Kreis bislang so gut funktioniert habe, „das haben wir vor allem dem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken,“ so der Landrat. (cf)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

08.01.2016

Da Sport doch sehr oft ausfällt ist es egal ob die Turnhallen anderweitig belegt werden oder nicht. In meiner persönlichen Wertschätzung steht Sport auf derselben Stufe wie Deutsch, Englisch oder ... . Er fördert nämlich die Gesundheit. Für den Sport könnte riuig mal eine Mathe-Stunde ausfallen.

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07.01.2016

@Heidi Kaellner - schon mal aus dem Fenster geschaut und einen Blick auf Außenthermometer geworfen? Regen, Matsch und +2.5° - welches Kind soll dabei welchen Sport treiben? Fußballspielen, Schlittschuhfahren, Skifahren, Schneeballschlacht, Joggen, Schwimmen, Tauchen oder Rauchen?

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07.01.2016

Schulsport ist ein unaustauschbarer Bestandteil umfassender Bildung und Erziehung und leistet einen spezifischen Beitrag zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Er befasst sich nicht nur mit inhaltlichen Fragen zum Unterricht im Fach Sport, z. B. zu den Fachlehrplänen Sport, sondern auch mit fächerübergreifenden und außerunterrichtlichen Bezügen, Bewegungsinitiativen, Schulsport-Wettbewerben und Fragen des schulischen Sportstättenbaus. Als einziges Bewegungsfach in der Schule hat der Sportunterricht in der bayerischen Bildungspolitik einen hohen Stellenwert. Das gilt sowohl mit Blick auf die Rhythmisierung des Schulalltags als auch auf die Problematik eines mit Bewegungsarmut einhergehenden gesellschaftlichen Wandels. Sportunterricht soll neben der Freude an der Bewegung und der Motivation zu lebenslangem sinnvollem Sporttreiben die Einsicht vermitteln, dass sich kontinuierliche körperliche Betätigung in Verbindung mit einer gesunden Lebensführung positiv auf die physische, psychische, soziale und kognitive Entwicklung des Einzelnen auswirkt. Im großen Unterschied zum freiwilligen Angebot der Sportvereine erreicht allein der Schulsport alle Kinder, auch die zunächst desinteressierten und bewegungsgehemmten. Gerade auch diese Kinder und Jugendlichen zum Sport zu bringen, sie zu lebensbegleitendem und gesundheitsorientiertem sportlichem Handeln anzuleiten, ist die große Chance des Schulsports und zugleich seine große Aufgabe und begründet seinen Stellenwert. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst )

Frau Kaellner nehmen mal bitte mal Ihre rosarote Brille! Vielen Dank!

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07.01.2016

Na das ist ja eine toller Beitrag...."hat jede Schule Pausenhöfe".

Ich wollte mit der etwas provokanten Frage darstellen, dass es nicht der Sinn sein kann, eine TURNHALLE zur Unterbringung her zu nehmen.

Ist ja toll für die Waldkindergärten...aber wenn diese, wie Sie sagen, voll belegt sind....wie soll dass dann mit einem Platz klappen?

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07.01.2016

Wie wär`s denn mal mit 1 bis 2 Stunden Bewegung mehrmals in der Woche an der frischen Luft? Walking, Jogging, Wandern, öffentliche Klettergeräte, winterliches Balltraining auf Spielplätzen ist auch sehr zu empfehlen. Ausserdem hat jede Schule Pausenhöfe.

Und sollte es tatsächlich demnächst mal schneien, na dann steht sicher Schlittenfahren oder auch Langlauf auf dem Stundenplan, vielleicht sogar eine Schneeballschlacht? Kostet nichts, macht Spaß, gehört zum Winter, hält fit und ist sehr gesund.

Da ist der flexible Sportlehrer gefragt – die Kids werden sich freuen wenn sie mal nicht über den Bock springen oder sich an den Reckstangen abquälen müssen.

Zuhause hockt die Jugend sowieso meist vor dem Fernseher oder dem Computer.

Übrigens die Waldkindergärten im Ries sind sehr beliebt und immer voll belegt.

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07.01.2016

Der fällt natürlich zum Teil aus. Und dann wird wieder über zu wenig Bewegung der Kinder lamentiert.

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07.01.2016

Wo wird dann eigentlich der Sportunterricht abgehalten?

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