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Jubiläum

27.06.2017

Hier gibt’s beste Lebensqualität für Senioren

Vor allem die Bewohnerinnen ließen sich von Musik und dem Unterhaltungsprogramm begeistern und klatschten gerne mit.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Das Pflegeheim am Lohwald feiert mit einem Sommerfest sein 20-jähriges Bestehen

„Seemann, lass das Träumen“, das Lied kannten alle Gäste des Sommerfestes des Pflegeheims am Lohwald und sie sangen kräftig mit und schunkelten anschließend zu Walzerklängen. Sie alle hatten sich lange auf den Feiernachmittag gefreut, und auch das Wetter hatte ein Einsehen und ließ die dunklen Wolken vorüberziehen. Dem Sommerfest anlässlich des 20. Jubiläums des Pflegeheims am Lohwald in Neusäß stand somit nichts im Wege. Gemeinsam feierten die Verantwortlichen der Stadt, des Diakonischen Werkes Augsburg als Betreiber, Betreuer und die Senioren mit Verwandten und Freunden diesen besonderen Tag.

„Wir feiern heute nicht dieses Gebäude, wir feiern die Menschen und das gute Miteinander“, so Bürgermeister Richard Greiner, der sich freute, dass die Neusässer Senioren im Pflegeheim Lohwald mitten im gesellschaftlichen Leben integriert sind. Hier seien die Voraussetzungen geschaffen worden, so aktiv, fit, eigenständig und selbstbestimmt wie möglich zu bleiben. Wer noch mobil sei, könne die nahen Einkaufsmöglichkeiten nutzen oder den Stadtpark direkt in der Nachbarschaft besuchen. Eine Versorgungslücke vor Ort werde derzeit mit der Einrichtung einer gerontopsychischen Station mit einem beispielhaften Gerontogarten geschlossen, die bald eröffnet werde.

Justine Bohn, die Leiterin des Pflegeheims, blickte zurück auf die Geschichte des Hauses. Die Eröffnung fand am 1. Januar 1997 statt, gerade zwei Jahre nach der Einführung der Pflegeversicherung. Es bestand zwar Beitragspflicht, Leistungen konnten aber noch nicht beansprucht werden. Erst nachdem der häusliche Bereich geregelt war, bestand in der zweiten Phase auch ein Anspruch auf stationäre Pflegeleistung. Dennoch zogen am ersten Tag zehn Bewohner ein, im Laufe des Monats war das Haus voll. In Pflege, Hauswirtschaft und Küche arbeiteten 20 Mitarbeiter. Seit der Eröffnung wurden bis heute 1300 Bewohner versorgt. Bohn freute sich, dass noch drei Bewohnerinnen im Haus leben, die von Anfang an hier eine neue Heimat gefunden haben, sowie über sechs Mitarbeiter der ersten Stunde.

Hannelore Zerrle, Leitung soziale Betreuung, erklärte, dass neun Betreuungskräfte täglich ein umfangreiches Beschäftigungsprogramm in Gruppen oder Einzelbetreuung anbieten. Auf dem Programm stehen dann unter anderem Spiele, ein Cafeteria-Nachmittag, Sturzvorbeugung, Gedächtnistraining oder Sitztanz sowie Gesprächsrunden.

Gefeiert haben an diesem Nachmittag alle Beteiligten gut gelaunt miteinander. Die beiden Bewohner Kurt Lorenz und Margit Marko freuten sich vor allem über gute Musik, Unterhaltung, gutes Essen und über das Freibier. Nicht zuletzt aber auch über den Besuch von zum Fest eingeladenen Verwandten und Bekannten. Während Kurt Lorenz im Pflegeheim am Lohwald vor allem die gute pflegerische und ärztliche Versorgung sowie die hervorragende Betreuung hervorhebt, weiß Margit Manko vor allem die Unterhaltung mit den Mitbewohnern beim Essen sehr zu schätzen.

Noch in der Eingewöhnungsphase befinden sich der 90-jährige Erich Köstner und seine Frau Annemarie, die erst vor fünf Wochen das Pflegeheim bezogen haben. Zu Hause zu bleiben sei nicht mehr möglich gewesen, erklärten sie. Es begeisterte die Kinder- und Jugendgarde der Show-Tanzgruppe Narrneusia die Gäste mit fantasievollen Kostümen und ideenreichen Tänzen, der Seniorensingkreis der Musikschule Neusäß unterhielt mit bekannten Weisen, und das Duo Caprice sorgte für viel Unterhaltung. Insbesondere die Bewohnerinnen des Pflegeheims ließen sich begeistern und klatschten und sangen vergnügt mit. Sie feierten ausgiebig, dass sie im Alter gut versorgt und betreut werden und ihnen ein angenehmer Lebensabend mit Heimatgefühl im Pflegeheim am Lohwald gestaltet wird.

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