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Neusäß

21.01.2019

Hier könnte die neue Mitte von Westheim entstehen

Westheim soll ein neues Zentrum bekommen: Welche Rolle das Notburgheim und der Parkplatz dabei spielt, erläuterten jüngst Stadtplaner den Neusässer Stadträten.
Bild: Marcus Merk

Rund ums ehemalige Schloss war einst das Zentrum von Westheim. Und da soll es auch wieder hin.

Ein eigener Charakter für den Stadtteil Westheim, das ist das Ziel der Stadträte, wenn sie vom Projekt „Neue Mitte Westheim“ sprechen. Dabei soll diese Mitte gar nicht neu, sondern wieder die alte sein. Nämlich nicht rund um den Bahnhof und in der Hindenburgstraße, wo sich im vergangen Jahrhundert einige Geschäfte angesiedelt hatten. Sondern rund um das ehemalige Schloss in der Von-Rehlingen-Straße.

Doch wie kommt eine lang gezogene Straße, die stark vom Durchgangsverkehr genutzt wird, zurück zu diesem Status? Nur über die Gestaltung eines Platzes, sind die Stadtplaner Walter Herb und Franziska Burlefinger vom Büro Herb und Partner aus Thierhaupten sicher. Und für den könne es allein einen Standort geben: Vor dem heutigen Notburgaheim, dort, wo sich heute hauptsächlich der Parkplatz der Einrichtung befindet. In ihrer Feinuntersuchung haben sie jetzt dem Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt, wie sich solch ein Platz durch eine lockere Gestaltung mit Grün, Bänken und eventuell einer Art Palisaden sowie einem unterschiedlichen Straßenbelag von der Straße abheben könnte. Der Clou dabei: Das Café des Notburgaheims, das bereits jetzt nach Aussage von Bürgermeister Richard Greiner gerne auch von den Westheimer Senioren genutzt wird, könnte sich zu diesem Platz hin öffnen, im Sommer auch mit Tischen und Stühlen im Freien.

Doch nicht nur direkt am Platz soll die neue Mitte von Westheim erkennbar werden. Etwa ab dem Hofladen Böhm bis zur oberen Bushaltestelle soll die Mitte mit Grün, barrierefreien Fußwegen, weiteren Sitzgelegenheiten und unterschiedlichen Straßenbelägen als deutlich abgehoben vom Rest der Straße erkennbar sein. Eine größere Rolle als jetzt könnte auch die ehemalige Schlosskapelle spielen, die über den Schmutterhang angebunden werden soll. Hier könnte auch ein Generationenspielplatz entstehen.

Schon jetzt verändert sich die Von-Rehlingen-Straße: In den Hausnummern 5 und 7a entsteht ein privates Pflegeheim. Keinen Aufschub mehr, sind sich die Mitglieder des Planungsausschusses einig, duldet deshalb der Ausbau der dortigen Bushaltestellen.

Erste Gespräche mit den Eigentümern des Grundes, der für einen Ausbau der Haltestellen nötig ist, seien gut verlaufen, so Bauverwaltungsleiter Gerald Adolf. Dieser Bauabschnitt sollte zunächst umgesetzt werden. Danach, so Walter Herb, sollte der Notburga-Platz folgen und dann der Ausbau des übrigen Straßenraums. Ganz am Ende könnte eine Investitionssumme von zwei Millionen Euro stehen, wobei noch nicht ganz klar ist, wie hoch öffentliche Förderungen für das Projekt sind. „Bei ersten Gesprächen mit den Westheimern ist klar geworden, sie finden den Platz gut“, so Bürgermeister Greiner. Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür, in diese Richtung weiter zu planen.

Übrigens können auch die Anwohner einen Teil dazu beitragen: Etwa durch den Ersatz von Maschendrahtzäunen durch schönere Modelle, gab Inge Steinmetz-Maas (FW) ein Beispiel. Dafür könnte es sogar einen Zuschuss geben.

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