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Diedorf

10.04.2015

Hier sind die Eltern zufrieden

Kinderbetreuung ist mehr als nur die Beschäftigung im Bällebad.
Bild: Matthias Becker

Die Eltern in Diedorf loben die Betreuung der Schulkinder. Das ist ein Ergebnis einer Befragung des Landratsamts. Es gibt aber noch etwas zu verbessern.

 Qualifiziertes Personal, eine räumliche Nähe zur Schule, warmes Mittagessen, Sport- und Bewegungsangebote sowie angemessene Kosten – das sind die hauptsächlichen Punkte, die Eltern aus Diedorf bei der Betreuung ihrer Kinder nach der Schule wichtig sind. Das hat Ludwig Elsner vom Landratsamt jetzt im Rat der Marktgemeinde berichtet. Er stützt sich dabei auf die Ergebnisse einer Umfrage unter den Eltern von Vor- und Grundschulkindern bis hin zur fünften Klasse, die das Landratsamt im gesamten Landkreis durchgeführt hat. Belastbar sind die Zahlen aus Diedorf, berichtet Elsner: 86 Prozent der insgesamt 560 verteilten Bögen wurden ausgefüllt zurückgeschickt.

Sein Gesamtfazit: In Diedorf decken sich Angebot und Nachfrage weitgehend. Insgesamt werden aktuell 213 Kinder ab der ersten Klasse in der Mittagsbetreuung, der verlängerten Mittagsbetreuung, dem Hort oder an Mittelschule und Gymnasium auch in der offenen Ganztagsschule betreut. Mit gut 40 Prozent aller Schüler liegt die Marktgemeinde im Schnitt des Landkreises. Dennoch spricht Elsner von einem gewissen „Druck von unten“: Die Umfrage hat nämlich weiter ergeben, dass Eltern von jüngeren Kindern, die bereits an umfassende Betreuungszeiten in Krippe und Kindergarten gewöhnt sind, diese später auch in der Schulzeit erwarten; der Bedarf könnte so auf insgesamt 45 Prozent der Schulkinder steigen, zumindest im Grundschulbereich. Gleichzeitig, so Elsner, verändern sich aber die absoluten Zahlen in Zukunft: Während es 2013 in Diedorf insgesamt 713 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren gab, werden es im Jahr 2015 voraussichtlich 15 Prozent weniger sein. „Diese Zahlen sollten Sie im Hinterkopf haben“, gab Ludwig Elsner den Gemeinderäten zu bedenken.

Das Landratsamt empfiehlt den Kommunen im Landkreis, die Attraktivität der Betreuungsangebote möglichst hochzuhalten oder bei Bedarf noch auszubauen. So sollte eine Mittagsbetreuung genauso wie der Hort mit qualifiziertem Personal ausgestattet sein und auch über ansprechende Räume verfügen. Im Bedarfsfall könnte bei einer anstehenden Sanierung von Schulen gleich der Betreuungsbedarf mit bedacht werden. Und selbst in Diedorf, wo es vor mehr als 20 Jahren den ersten Hort im gesamten Landkreis Augsburg gab, kann noch nachgebessert werden: Etwa 100 Eltern benötigen eine Betreuung in den Pfingstferien – die gibt es aber noch nicht. (jah)

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