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Altenmünster-Zusamzell

07.01.2019

Hier zeigen sich Gespenster auf der Bühne

Als Gspenst Rosa ist für Vevi Veichtl und Lena beim Theaterstück auf der Bühne in in Zusamzell unsichtbar.
Bild: Michaela Krämer

Die Theatergruppe TSV Zusamzell-Hegnenbach feiert die Premiere ihres aktuellen Stücks. Das kommt an. Dabei geht es auch gruselig zu.

Mit „Gspenstermacher“ hat die Theatergruppe des TSV Zusamzell-Hegnenbach am Samstagabend einen Publikumserfolg bei der Premiere vor ausverkauftem Haus gelandet. Die acht Darsteller zeigten großes schauspielerisches Können und unterhielten das Publikum im Sportheim fast drei Stunden lang. Man merkte es kaum, denn keine Minute wurde langweilig.

„Die Mannschaft ist positiv nervös“, sagte Regisseur Richard Dietrich bei seiner Begrüßung, bevor sich der Vorhang öffnete. Schauplatz ist die ziemlich einfache Wirtsstube.

Mit markanten Sprüchen wie „irgendwie erinnert mich dein G’sicht immer an a Buttersemmel – ich kannt dir dauernd ane schmiern“, führt die resolute Moorwirtin Rosa Moderer (Kuni Tretter) ihre Wirtschaft. Das bekommt nicht nur Dorfratsch’n Vevi Veichtl (Steffi Kretzler) zu spüren. Beide können sich auf den Tod nicht ausstehen und lassen die Giftpfeile nur so umherfliegen, denn sie sind beide scharf auf den älteren Junggesellen Schuaster-Jackl (Herbert Biberacher).

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Und dann flattert auch noch ein Schreiben bei den beiden Totengräber Schippe (Wolfgang Langer) und Schaufe (Paul Brandl) ins Haus und ab sofort gilt: Es gibt nur noch Geld, wenn jemand stirbt und dann beerdigt wird. Mehr Tote heißt also mehr Geld. Was für ein Dilemma. Eine Flasche Gift lässt da schnell düstere Gedanken aufkommen und so geistern fiedele Gespenster durch das Dorf.

Das komödiantische Chaos nimmt seinen Lauf, als die verrückte Philomena (Petra Teinitzer) in der Dorfschänke mit der Kunst des Kartenslegens einen Fluch ausspricht. Arg gebeutelt werden auch die jungen Darsteller des Traumpaars Lena (Helene Vötterl) und Leo (Dietmar Langer), die im richtigen Leben auch ein Paar sind. Sie bringen jugendliche Frische in das Stück, das mit einer tiefgründigen Botschaft endet.

Die Laiendarsteller von der Theatergruppe Zusamzell haben unter der Regie von Richard Dietrich mit ihrer Inszenierung des Stücks „Gspenstermacher“ wieder einen Volltreffer gelandet. Sie zeigten sich in Topform und mit einer solchen Komik, dass die Darsteller selbst einmal lachen mussten. Schlag auf Schlag fielen die Pointen in der Komödie von Ralph Wallner und begeisterten im wahrsten Sinne des Wortes das vergnügte Publikum, das Szenenapplaus gab und aus dem Lachen nicht herauskam. Das Stück hat alles, was es zu einem Erfolg braucht: Witzig-makabre Sprüche, überraschende Situationskomik und Wortwitz am laufenden Band, ein Quäntchen Moral sowie eine Portion wahre Liebe.

Info Weitere Aufführung des Theaterstücks sind am Freitag, 11. Januar, am Samstag, 12. Januar, am Sonntag, 13. Januar und am Samstag, 19. Januar. Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr, Sonntag um 18 Uhr. Einlass und Bewirtung jeweils eine Stunde vor Spielbeginn.

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