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Meitingen

10.09.2018

Hoch hinaus und immer mobil auf der Mega in Meitingen

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9 Bilder
Ideale Bedingungen für eine Ausfahrt: Die Oldtimer ziehen bei der Mega traditionell die Blicke auf sich. Bei strahlendem Sonnenschein blitzten und blinkten sie ganz besonders.
Bild: Marcus Merk

Die Mega-Besucher konnten unter vielen Mitmach-Angeboten wählen. Darunter befanden sich Klassiker wie das Bierkistenstapeln und ungewöhnliche Fahrzeuge.

Langsam wuchs der Bierkisten-Turm auf der Meitinger Schloßwiese in die Höhe. Mit jedem leeren Träger wurde die Angelegenheit wackliger. Schwindelfrei und flink mussten die jungen Kletterer beim Bierkisten-Stapeln sein – im Wortsinn ein Höhepunkt des umfangreiche Rahmenprogramms der Mega am Wochenende. Das Bierkisten-Stapeln gehört bereits zu den festen Attraktionen der alle zwei Jahre stattfindenden Regio-Messe. Ausgerüstet mit Helm und Bergsteigerset kraxelte der zehnjährige Raphael Mann aus Erlingen von Kiste zu Kiste. Nach zwei Versuchen hatte der junge Schüler den Dreh raus. 15 leere Kisten, was einer Höhe von 3,75 Metern entspricht, kletterte der Junge in die Höhe, ehe sein Turm einstürzte. Abgesichert wurde Raphael mit einem Gebirgsseil, das an einem Hebekran befestigt war und zusätzlich von einem erwachsenen Zimmerer abgesichert wurde. Mit einer langen Holzlatte wurden ihm die Kisten nach oben gereicht. Als Zimmermann dürfe man keine Höhenangst haben, sagte Leonhard Rieß, Chef der gleichnamigen Holzbaufirma, die das Klettern anbot.

Sowohl im Zelt als auch auf dem Freigelände hatten die Aussteller ein umfassendes Mitmach-Programm vorbereitet

Er war an beiden Tagen am Messestand und beobachtete die jungen Kletterer. „Der Rekordhalter auf der vergangenen Mega schaffte sogar 35 Bierkisten“, erinnerte sich Rieß zurück. „Den Rekord erreichen wir heuer bestimmt auch.“ Als Raphael wieder festen Boden unter seinen Füßen hatte, sagte er: „Es war richtig cool und hat mir Spaß gemacht.“ Ganz neu war das Klettern für ihn aber nicht, denn er war schon im Klettergarten, und wusste so, wie er sich zu bewegen hatte.

Bei den jüngeren Mädchen war das Kinderschminken des Jugendrotkreuz Meitingen besonders gefragt. Auch Raphaels Schwestern hatten sich bunte Masken ins Gesicht pinseln lassen. Für die Kunstwerke waren Amelie Zott und Julia Schemberg zuständig. „Schmetterlinge und Tiger sind die Lieblingsmotive der Kinder“, sagten die jungen Frauen.

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Aber auch die Damenwelt kam auf ihre Kosten: Die Rathaus Apotheke bot ein kostenloses Fünf-Minuten-Make-up an ihrem Stand im Zelt an. Wer lieber seine Gesundheit checken wollte, war dort aber auch richtig: Gegen eine kleine Schutzgebühr, die der Jugendarbeit des TSV Meitingen zugunsten kommt, konnten sich die Messebesucher Blutzucker, Cholesterin, Körperfett, Blutdruck und Venenfunktion messen lassen. Sowohl im Zelt als auch auf dem Freigelände hatten die Aussteller ein umfassendes Mitmach-Programm vorbereitet.

Bei Roadshow konnten die Besucher die E-Modelle sogar selbst Probe fahren

Gesellig wurde es bei der Weinprobe am Stand der Weinkellerei Pallhuber aus der Rheinland-Pfalz. Der Weinhändler war einer der wenigen Aussteller, der nicht aus der Region kam. Über 60 Prozent aller Unternehmen auf der Mega stammten aus dem nördlichen Landkreis.

Ein Kernthema der Mega war in diesem Jahr die E-Mobilität. Die Besucher konnten Fahrzeuge wie E-Autos, E-Bikes, E-Boards, E-Roller und Segways austesten. Vor allem die Probefahrten kamen gut an. Eine kleine Spritztour entlang der Schloßstraße mit einem E-Hollandrad unternahm Elias Fransson aus Langweid. Der gebürtige Schwede kam auf die Messe, um sich über Alternativen zum Auto zu informieren. „Das E-Rad hat sich gut gefahren, aber als Ersatz zum Auto hat es zu wenig Power“, sagte der Familienvater. Dennoch gefiel ihm die Fahrt mit dem Rad und er wollte einen Kauf eines E-Bikes in der Zukunft nicht ausschließen.

Die ausgestellten E-Autos sorgten vor allem bei den Herren für großes Interesse: Bei der LEW Roadshow konnten die Besucher die E-Modelle sogar selbst Probe fahren. Zur Auswahl standen dabei ein Renault Twizy, ein BMW i3 und ein E-Smart. Karim Fathy von den Lechwerken hatte alle Fakten rundum die E-Autos im Kopf. „Heute waren schon viele Interessenten da, aber selbst ans Steuer setzten sich nur die Wenigsten“, sagte der junge Mann etwas erstaunt darüber. „Wir haben E-Mobile für jede Altersstufe mitgebracht“, sagte Fathy.

Aus der ganzen Region kamen Oldtimer-Liebhaber

Auch ein Ehepaar aus Wertingen, das seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen wollte, kam wegen dem Themenschwerpunkt E-Mobilität auf die Mega. „Unsere alte Vespa ist kaputt und jetzt muss ein Ersatz her“, sagte der Mann. Wie das alte Zweirad ersetzt werden soll, steht schon fest: Und zwar mit zwei neuen E-Bikes für ihn und seine Ehefrau.

Für die älteren Messebesucher waren seniorengerechte E-Scooter im Zelt ausgestellt. Das Meitinger Sanitätshaus ProPedes hatte neben klassischen Seniorenfahrzeugen auch ein besonderes Designmodell mitgebracht: den Gatsby-Scooter. Das Gefährt des Schweizer Fabrikaten Vintage Mobility sei dem Ford T-Modell Gatsby nachempfunden, sagte Berater Thomas Christi.

Auf dem Freigelände rundum die Schloßwiese und dem Rathausplatz waren hingegen die neuesten SUVs und Cabriolets zu bestaunen. Die verschiedensten Marken und Modelle der regionalen Autohäuser waren dort geparkt. Deutlich ältere Fahrzeuge reihten sich in der Schloßstraße auf, die während der Messe abschnittsweise gesperrt war. Aus der ganzen Region kamen Oldtimer-Liebhaber an dem Wochenende nach Meitingen, um dort ihre Prachtwägen auszustellen. Am Samstag fuhren vor allem Unimogs, Schlepper und Apes vor, am gestrigen Sonntag gesellten sich auch alte Autos und Motorräder dazu. Das Oldtimer-Treffen wurde von dem Motorsport Club Lech-Schmuttertal organisiert. Nach einer kurzen Ausfahrt wurden gestern Oldtimer prämiert. Als bleibende Erinnerung an den Besuch der Mega 2018 konnten sich die Besucher eine Titelseite unserer Zeitung mit nach Hause nehmen – versehen mit dem eigenen Konterfei auf dem Titelbild.

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