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Gablingen

05.11.2018

Hoffnung auf eine höhere Trasse wächst wieder

So sieht es derzeit an der Staatsstraße 2036 zwischen Lützelburg und Peterhof aus. Die aktuelle Planung sieht laut Naturschützern geringere Abgrabungen für den Ausbau vor als bisher geplant. 

Ausbaugegner informieren sich über aktuelle Pläne für die Strecke zwischen Lützelburg und Heretsried

Ein breiter Widerstand fand sich gegen den Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Lützelburg und Heretsried. Wie berichtet haben Bürger mit mehr als 6000 Unterschriften den Ausbau eindeutig abgelehnt. Die Pläne werden derzeit nach einer Entscheidung des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags überarbeitet. Nun gab’s Informationen über den derzeitigen Stand der Ausbauplanungen.

„Ob ein lokaler Abgeordneter der Regierungspartei der Antreiber für den überdimensionierten Ausbau war, blieb bei einem Gespräch des Bund Naturschutz im bayerischen Verkehrsministerium offen“, erklärte Albert Eding bei einem runden Tisch der Straßenausbaugegner in Holzhausen. Der Tenor im Ministerium sei vielmehr im Grundsatz bürgerfreundlich: Man wolle niemand einen Straßenbau oder -ausbau überstülpen, sondern die neuen Planungen im Dialog mit den Gemeinden und Bürgern entwickeln.

Zum Termin im Verkehrsministerium geladen

Albert Eding war zu einem Termin im Verkehrsministerium geladen, gemeinsam mit Richard Mergner, dem Landesvorsitzenden des Bund Naturschutz und weiteren Vertretern des Bund Naturschutz. „Ein wesentliches Thema war der Stand der Tekturplanungen, nachdem der Bayerische Landtag im Juli 2018 die Petition gegen den Ausbau an die Staatsregierung zur Würdigung überwiesen hatte“, so Eding.

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Die vom Ministerium präsentierten Planungsunterlagen zeigten unterschiedliche Phasen der Bearbeitung, sodass die Naturschützer beim Gespräch hofften, bei den noch laufenden Planungen ihre Argumente noch einmal einbringen zu können.

Anstieg sollte auf sechs Prozent verringert werden

Im Bauabschnitt 1 westlich des Peterhofs sollte der Anstieg auf den Grünberg auf sechs Prozent verringert werden. Dazu wollte man in der ursprünglichen Planung die Straße in einen bis zu sechs Meter tiefen Trog absenken, was Erdbewegungen von 100000 Kubikmetern und eine Trassenbreite von über 50 Metern gefordert hätte.

„Dies scheint nun vom Tisch, die Planung sieht eine moderate Glättung des Anstiegs mit Begradigung vor“, berichtete Albert Eding. „Auf unsere Frage nach der Konformität dieser Änderung mit den geltenden Normen erklärten die Ministerialen, man habe einfach den Abschnitt in eine niedrigere Entwurfsklasse eingestuft.“

Kritikpunkte auf den Tisch gelegt

Damit sei eine neue Türe aufgestoßen, denn was im Abschnitt drei gehe, sollte auch im Abschnitt zwei am Peterhof und in den Wiesen unterhalb des Peterhofs und im Abschnitt eins bei Holzhausen möglich sein. So kamen noch einmal die wesentlichen Kritikpunkte auf den Tisch, unter anderem die Fahrbahnaufweitung am Peterhof, der größere Kurvenradius in die geschützten Wiesen hinein und die Einmündung mit Linksabbiegerspur am Waldheimweg.

„Die Ministerialen versprachen, unsere Anregungen mitzunehmen.“ Vorgestellt werden sollen die Planungen in der öffentlichen Gablinger Gemeinderatssitzung am Dienstag, 13. November. (AL, lig)

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