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Heretsried/Gablingen

16.05.2018

Holzwinkel-Gemeinden halten Straßenausbau für unumgänglich

Die Debatte um den Ausbau der Straße zwischen Holzhausen und Heretsried geht weiter.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Weitere Petition an den Landtag übergeben. Es gibt Kritik an den Gegnern, die einen naturverträglichen Ausbau fordern

Die Bürgermeister Heinrich Jäckle (Heretsried) und Michael Müller (Emersacker) haben gestern eine Petition an die Präsidentin des Bayerischen Landtags übergeben: Sie fordern im Namen der Gemeinden Adelsried, Altenmünster, Emersacker, Laugna, Heretsried, Welden und des Bürgermeister von Bonstetten einen Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried. Er soll aus Gründen der Verkehrssicherheit baldmöglichst ausgeführt werden und sei unumgänglich, heißt es in der Petition.

Neben der Verkehrssicherheit geht es auch um die Infrastruktur. Es sei nicht hinnehmbar, dass in den vergangenen Jahren „im Ballungsraum bis Holzhausen ein komfortabler Ausbau inklusive Ortsumfahrungen realisiert wurde, jedoch der westlich davon liegenden, ländlich geprägten Region Holzwinkel/Zusamtal nicht einmal dieses angestrebte das Mindestmaß an Verbesserung der infrastrukturellen Versorgung zugestanden werden soll“. Dies entspreche nicht der Vorstellung von der angestrebten Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen. Die Staatsstraße sei „eine der wichtigsten Lebensadern der Holzwinkelgemeinden und den angrenzenden Kommunen zum Großraum Augsburg“.

Eine umfangreiche ökologische Aufwertung realisieren

Thema in der Petition sind auch Planungsdetails wie eine Absenkungen der Trasse und Waldabholzungen. Dazu heißt es: „Wir geben zu bedenken, dass es sich um Nutzwald handelt, der nach eier gewissen Wuchszeit sowieso einer Ernte zugeführt wird.“ Der Bereich werde auch wieder begrünt und angepflanzt. Wörtlich heißt es: „Eine einmalige Chance, hier umfangreiche ökologische Aufwertung zu realisieren.“

Die Pläne des Straßenbauamts finden bei den Ausbaugegnern keine Gegenliebe – sie halten sie für überzogen. Sie wünschen sich vielmehr eine naturverträgliche Sanierung der Strecke, wie sie in einer Mitte April abgegebenen Petition festhielten. In ihrer Beschwerde nennen die Ausbaugegner zwei Ziele: Das laufende Planfeststellungsverfahren ist zu beenden. Außerdem ist die Planung komplett zu verwerfen. Stattdessen muss eine Planung für den Ausbau der Straße in einer bewohnerfreundlichen, naturverträglichen und Kosten-Nutzen-optimierten Form vorgelegt werden. In nur zwei Wochen hatten die Ausbaugegner rund 2000 Unterschriften gesammelt. Eine weitere Petition – aus dem Gersthofer Blickpunkt – hatte die W.I.R.-Fraktion im Gersthofer Stadtrat gestartet.

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