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Soziales

14.10.2019

Horgau freut sich über neue Krippe

Hier macht Spielen Spaß. Beim Tag der offenen Tür zur Einweihung der neuen Räume für die Horgauer Kita freuen sich darüber (von links) Martina Trawin (Kindergartenleiterin und Lena mit Mama Julia Enderle in einem der neuen Gruppenräume.
Bild: Andreas Lode

In Sankt Martin können nun 130 Kinder betreut werden und dürfen in Etagen schlafen. In eineinhalb Jahren ist etwas Besonderes geschaffen worden

„Hier wäre ich auch gerne in den Kindergarten gegangen.“ Damit brachte es eine Besucherin auf den Punkt. Nach eineinhalbjährigen Umbau- und Erweiterungsarbeiten erhielt die Kinderkrippe durch Pfarrer Karlheinz Reichhart nun auch den kirchlichen Segen, den die Horgauer Musikgruppe Tonart musikalisch untermalte.

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„Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Mit diesem afrikanischen Sprichwort eröffnete Bürgermeister Thomas Hafner im Beisein vieler geladener Gäste den Festakt. Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass Kinder in einem sozialen Gefüge aufwachsen sollten und viele Ansprechpartner brauchen. „Wir wollen Kinder in eine glückliche Zukunft schicken.“

Von den Gratulanten gab es viel Anerkennung für das Ergebnis. Der Kindergarten erhielt im Anbau großzügige neue Räumlichkeiten wie eine neue Verteilerküche und einen Speiseraum. Für Zahlenfreunde und Statistiker konnte Hafner noch keine genauen Angaben machen. „Die Arbeiten sind noch nicht zur Gänze fertiggestellt.“

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Der Erweiterungsbau war dringend notwendig geworden, denn die Nachfrage nach der Betreuung von Kindern ist ständig gewachsen. Insgesamt gibt es nun Raum für 130 Kinder, die in sieben Gruppen untergebracht werden können. Die Bauphase wurde als spannende Zeit beschrieben. „Wir haben öfters den Finger in die Wunde gelegt“, sagte Dominik Mesch vom Elternbeirat.

Einmal die Woche gab es eine Bestandsaufnahme der Umbaumaßnahmen. Kindergartenleiterin Martina Trawin erwähnte die enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen mit dem Architekten Rainer Oberlander. „Dadurch konnten viele Details wie gewünscht umgesetzt werden.“

Im Anschluss war dann ein Blick hinter die Kulissen erlaubt. Martina Trawin erklärte, wie der bestehende Altbau mit dem Neubau verbunden ist. Rund 90 Kinder können nun im Essraum in drei Schichten verköstigt werden.

Beeindruckend sind auch die Schlafmöglichkeiten für die ganz Kleinen, die in zwei Etagen angelegt sind. Die oberen Betten können mit Rollgittern geschlossen werden, sodass die Kinder ruhig und vor allem sicher schlafen können. Die unteren Betten für die etwas Größeren sind hingegen nach vorne offen. Ein Aufzug ist erst letzte Woche in Betrieb genommen worden, sagt Trawin. Was noch fehlt, ist eine Schallschutzdecke im Kellerbereich.

Stolz ist die Kindergartenleiterin auf die Badelandschaft im Innenbereich, die im Sommer viel genutzt wurde. „Hier konnten sich die Kinder auch bei großer Hitze nach Herzenslust richtig erfrischen und austoben, ohne dass sie der Sonne ausgesetzt waren.“ Die Nebenräume mit Kreativraum, Werkstatt, Spielraum und Kuschelraum sind hell und freundlich ausgestaltet.

Auch der Garten wurde neu angelegt. Kunststoff oder Holz? Bei der Anschaffung eines Spielturms mit Leiter, Rutsche und Kletterwand wurde auf den Wunsch der Eltern eingegangen. Sie bevorzugten ein Spielgerät aus Kunststoff wegen der längeren Haltbarkeit. „Der Turm wurde mit Begeisterung angenommen.“

Am Nachmittag ging es mit einem Tag der offenen Tür und vielen Angeboten für Klein und Groß weiter, darunter Brot backen oder Holztäfelchen gestalten. Von allen Seiten gab es großes Lob. Geradezu beeindruckt äußerten sich auch viele Eltern. Die Kinder haben bereits im Vorfeld mit ihren Erzieherinnen den neuen Kindergarten im Sturm erobert, erzählt Leiterin Martina Trawin. Sie bedankten sich auf ihre Weise mit dem Lied „Wir feiern heut’ ein Fest“.

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