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26.09.2008

"Ich bin eben nicht so sehr ein Stadtmensch"

Stadtbergen (ska) - Es war eigentlich alles bereitet für den Umzug in eine neue Wohnung nahe des Augsburger Doms, doch Domvikar Harald Heinrich überlegte es sich anders als er erfuhr, dass eine Wohnung neben dem Deuringer Pfarrheim frei wird. "Ich bin eben nicht so sehr ein Stadtmensch", begründet der Geistliche. Und eben städtisch wirkt der Stadtberger Ortsteil Deuringen, in dem er seit gut zwei Jahren die Gemeinde St. Gabriel betreut, gewiss nicht. Rein beruflich hätte ihm das Domizil in der Augsburger Innenstadt viele Wege erspart. Denn in Augsburg ist seine Arbeitskraft Tag für Tag gefragt. Harald Heinrich ist seit Anfang Dezember Domvikar, und damit nicht nur Sekretär des Generalvikars, sondern auch stellvertretender Personalreferent für die Priester. Eine Aufgabe also, die vollen Einsatz erfordert. "Dennoch war es mir wichtig, auch als Pfarrer und damit als Seelsorger tätig zu sein", bekennt der gebürtige Allgäuer. Für die Deuringer Gemeinde ist es keinesfalls ungewohnt, sich den Pfarrer mit der Diözese "teilen" zu müssen. Schließlich waren seine Vorgänger Frank Deuring sowie Vorgänger Dr. Wolfgang Hacker im Domkapitel beschäftigt. Während Wolfgang Hacker derzeit dort als Domkapitular fungiert, amtiert der Generalvikar Frank Deuring als Stadtpfarrer in Füssen.

Harald Heinrich wurde 1967 in der Stadt Lindenberg im Allgäu geboren. Er wuchs in Weißenberg bei Lindau auf, dort machte er auch sein Abitur. Sein Studium der Theologie absolvierte er in Augsburg und im schweizerischen Fribourg. Nach seiner Priesterweihe ging er als Kaplan zunächst zur Augsburger Gemeinde St. Anton und dann nach Bad Wörishofen.

Elf schöne Jahre als Pfarrer in Pfronten

Danach war Heinrich elf Jahre Pfarrer im Pfronten: "Im Allgäu hat es mir sehr gut gefallen, es war eine schöne Zeit dort." Dort wäre er auch gerne geblieben. Allerdings: "Wenn einen der Bischof zum Domvikar ernennt, ist das schon ein Vertrauensbeweis." In Deuringen fühlt sich der Pfarrer "mit offenen Armen empfangen". Er wolle zunächst einmal schauen und zuhören, um die "erfolgreiche Arbeit" seines Vorgängers fortführen zu können.

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Das beschauliche Deuringen hat es dem passionierten Krimileser auf den ersten Blick angetan. Auch die nahen Westlichen Wälder gefallen dem Radfahrer gut. Nur was das Klettern, seinem zweiten Hobby, betrifft, sind die Möglichkeiten in Pfronten am Fuße der Alpen fraglos besser. "Immerhin habe ich in Deuringen schon den Aggensteinweg entdeckt, der Aggenstein ist der Hausberg von Pfronten", freut sich Pfarrer Harald Heinrich über die Erinnerung an seine erste Pfarrei.

Pfarrer Heinrich wird Sonntag, 28. September, 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig feiert die Gemeinde ihr Patrozinium.

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