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22.10.2009

"Ich haue ab!"

Stadtbergen (AL) - Eine Premiere erlebte vor wenigen Tagen der Männerchor Stadtbergen. Siegfried Röhr, Mitglied der Chorgemeinschaft, präsentierte sein neues, 169 Seiten umfassendes Buch in der Aula der Parkschule Stadtbergen, in dem er die aufregenden Erlebnisse während seiner Wanderschaft im "goldenen Westen" in den Jahren 1954 bis 1959 auf "original-sächsisch" schildert.

Anlass, dieses Buch zu schreiben, war für Siegfried Röhr der Fall der Mauer vor 20 Jahren: "Es soll eine Erinnerung an längst vergangene, aber keineswegs vergessene Zeiten der Fünfzigerjahre sein, über die viele Menschen in Ost und West erfahren sollen, wie ein junger Sachse mit zwei unterschiedlichen Systemen sein Leben meistern musste."

Röhr, geboren 1939 im sächsischen Crimmitschau, flüchtete 1954 in die Bundesrepublik, kehrte 1959 in die DDR zurück und arbeitete von 1963 bis 1989 im SDAG Wismut-Uranbergbau als Rädlbarfahrer, einer Kantine auf Rädern. Seit der Wende lebt er mit seiner Frau in Augsburg.

Den DDR-Sozialismus und seine Eltern ließ er nach einem Streit mit den Worten "Ich haue ab!" zurück und suchte im Westen sein Glück. "Unerfahren und dumm, mit viel Mut und Kraft" machte er seine Wanderschaft, sah nie ein Ziel vor Augen und erlebte dennoch viel: Hamburg, Reeperbahn und Herbertstraße.

"Ich haue ab!"

Republikfluchtversuch per Moped

Sein zweiter Republikfluchtversuch per Moped scheiterte an der Grenzüberfahrt durch Schüsse der Volkspolizei der DDR. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Das Buch gibt einen spannenden Einblick in die Situation der ehemaligen DDR-Bürger und deren Drang, in einem freien Land zu leben.

Signierte Bücher können bei Siegfried Röhr, Lauterlech 39 in 86152 Augsburg oder per Mail unter roehr@siegfried@t-online.de bestellt werden.

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