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Kutzenhausen

01.07.2010

Idee: Feuerwehr und Bauhof unter einem Dach

So ist es geplant: Auf diesem Grundstück am Ortseingang von Kutzenhausen sollen ein neues Gerätehaus für die Feuerwehren Kutzenhausen und Buch sowie der Bauhof Platz finden. Foto: Marcus Merk
Bild: Marcus Merk

Die Kutzenhausener Feuerwehr braucht ein neues Gerätehaus. Als Standort kamen bisher entweder das Grundstück an der Augsburger Straße oder das Raiffeisen-Areal im Bereich Bahnhofstraße infrage. Von Monika Hupka-Böttcher

Kutzenhausen. Die Kutzenhausener Feuerwehr braucht ein neues Gerätehaus, als Standort kamen bisher entweder das Grundstück an der Augsburger Straße oder das Raiffeisen-Areal im Bereich Bahnhofstraße infrage.

Jetzt hat Bürgermeisterin Silvia Kugelmann einen neuen Gedanken aufgegriffen: Die beiden Feuerwehren aus Kutzenhausen und Buch könnten ein gemeinsames Gerätehaus bekommen. Das vorgesehene gemeindeeigene Grundstück liege am Ortsende von Kutzenhausen in Richtung Buch und sei für beide Wehren gut erreichbar. Und auch der Bauhof könnte auf diese Weise eine adäquate Bleibe im Zentrum der Gemeinde finden.

Bisher haben die Freiwillige Feuerwehr Kutzenhausen und Teile des Gemeinderates eher den Standort an der Augsburger Straße favorisiert; auch hier wäre der Bauhof mit im Boot. Doch ein Baugrundgutachten - von zwei Ingenieurbüros interpretiert - kam zum Ergebnis, dass ohne entsprechende Pfahlgründungen und Bodenaustausch kein tragfähiger Bauuntergrund vorhanden sei. Die Kosten dafür liegen laut Gutachter Erich Baier bei etwa 78 500 Euro brutto. "Das ist", so die Bürgermeisterin, "eine nicht unerhebliche Summe, die wir zuerst investieren müssen, um überhaupt bauen zu können".

Idee: Feuerwehr und Bauhof unter einem Dach

In einem Gespräch mit dem ehemaligen Kreisbrandrat Georg Anzenhofer sei dann die Idee entstanden, ob vielleicht zwei Ortsteil-Feuerwehren in zentraler Lage ein gemeinsames Gerätehaus beziehen könnten. Man brauche dann nur eine Heizanlage und eine Waschstraße und der Bauhof wäre optimal untergebracht. Dies sei ein zukunftsweisendes Projekt für die nächsten 50 Jahre, außerdem seien dann drei Fahrzeugstellplätze förderfähig, die Alarmierung der Wehren würde wie bisher erfolgen. "Ich will keiner Feuerwehr etwas wegnehmen, ich habe großen Respekt vor deren Arbeit. Die Feuerwehren brauchen aber auch einen ordentlichen Platz für ihre Arbeit. Das ist kein alltäglicher Vorschlag und erfordert Mut und Kooperationsbereitschaft", fasste Kugelmann ihre Argumente zusammen.

Dorfplatz und gute Stube

Etliche Gemeinderäte wollten wissen, was dann aus dem Platz an der Augsburger Straße werden soll. Dazu meinte die Bürgermeisterin, dass der jetzige Platz samt der alten Bausubstanz (alter Stadel und Schlachthaus) als "Dorfplatz und gute Stube Kutzenhausens" durchaus denkbar sei; auch Karl Schedler, Vorstand des Heimatvereins, habe sich dahin gehend Gedanken gemacht. Gustav Steinbrink (FW Rommelsried) meinte zum gemeinsamen Feuerwehrhaus, wichtig sei, wie sich die "Feuerwehrhäuptlinge" entscheiden. Erst dann sollte das Thema unter Vorlage der Kosten erneut debattiert werden.

Reaktionen abwarten

CSU-Fraktionschef Rudolf Kaiser sagte, das Gelände am Ortsrand mit dem Höhenrücken sei nicht optimal, einen Bauhof schräg in den Hang hineinzubauen sei nicht gut. Die Kostendarstellung für die Sanierung des Areals an der Augsburger Straße sei seiner Ansicht nach sehr oberflächlich und übertrieben, das neue Grundstück müsse schließlich auch erst erschlossen werden. "Wir dürfen die Augsburger Straße nicht leichtfertig aufgeben", sagte Kaiser.

Auch Robert Rieger (FW Kutzenhausen) wollte die Augsburger Straße noch nicht aufgeben. Der Gemeinderat will die Reaktionen der Aktiven der Feuerwehren abwarten, dann wird das Thema erneut im Gremium behandelt. Von Monika Hupka-Böttcher

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