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Landkreis Augsburg

08.04.2021

Igelhilfe Neusäß sucht Helfer: Tiere sollen zurück in die Natur

Auswilderungsplätze für Igel sucht Hannelore Pentenrieder von der Igelhilfe Schwaben.
Foto: Marcus Merk

Plus Im Frühling wachen die Tiere, die bei der Igelhilfe in Neusäß untergebracht sind, wieder auf. Die Igel sollen jetzt ausgewildert werden - und dazu brauchen sie Hilfe.

Rechtzeitig zum Frühjahr, wenn die Igel wieder aus ihrem Winterschlaf erwachen, sucht Hannelore Pentenrieder von der Igelhilfe Schwaben in Neusäß Tierfreunde mit geeigneten Auswilderungsplätzen. Für die Tiere werden nun Gärten gesucht, die abseits von viel befahrenen Straßen liegen und Unterschlupfmöglichkeiten bieten.

Eine Futterstelle im Garten kann für Igel lebensrettend sein

Hecken, dichtes Gebüsch und Hohlräume unter Gartenhäuschen oder Komposthaufen sind die bevorzugten Verstecke von Igeln und Voraussetzung für einen guten Lebensraum. Außerdem müsste der Igelfreund bereit sein, für kurze Zeit zuzufüttern, bis das Tier selbst in der Lage ist, Nahrung zu finden.

Bevorzugte Winterquartiere in Kompost-, Reisig- und Laubhaufen sollten vorher nach Igeln untersucht werden, bevor diese umgesetzt oder abgetragen werden. Vorsicht auch mit Elektrosensen und Heckenscheren im Bodenbereich. Die Fettreserven der Igel sind nach dem Winterschlaf aufgezehrt und müssen dringend ergänzt werden. Eine Futterstelle im Garten kann daher lebensrettend sein.

Tipps der Igelhilfe Schwaben in Neusäß: So füttert man Igel am besten

Als Nahrung eignet sich Katzendosenfutter und Igeltrockenfutter. Genauso wichtig ist eine Schale mit Wasser – auf keinen Fall Milch – die man neben das Futter stellt. Eine umgedrehte Kiste mit einem Schlupfloch schützt die Nahrung vor Witterungseinflüssen und ungebetenen Gästen.

Igel, die in menschlicher Obhut überwintert haben und mindestens 700 Gramm wiegen, entlässt man ab circa Mitte April in die Freiheit. Wenn die Nächte noch frostig sind kann der Auswilderungszeitpunkt bis höchstens Mitte Mai verschoben werden. Bis sich der Igel wieder an seine natürliche Umgebung gewöhnt hat, muss man ihm noch Futter anbieten.

Gartenzäune zerschneiden das Revier der Igel

Igel legen bei ihrer Nahrungssuche große Strecken zurück. Gartenzäune, die bis zum Boden reichen, zerschneiden ihr Revier und zwingen die Tiere auf Straßen auszuweichen, die dann oft zur tödlichen Gefahr werden. Aus diesem Grund sollte auch daran gedacht werden, zumindest Schlupflöcher zu den Nachbargärten zu schaffen.

Interessenten die Auswilderungsplätze haben, melden sich bei Hannelore Pentenrieder unter der Telefonnummer 08 21/467569. Tipps zum Umgang mit Igeln gibt’s auf der Internetseite der Igelhilfe.

Das Bennetkängurubaby Albert, ein Albino, schaut im Vogelpark Marlow (Kreis Nordvorpommern) aus dem Beutel.
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Albinos in der Tierwelt
Foto: Bernd Wüstneck/dpa

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