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Gersthofen

19.06.2019

Im Gersthofer Rathaus gibt es Blumensamen für alle

Im Gersthofer Stadtgebiet soll es verschiedene Aktionen zur Artenvielfalt geben. 
Bild: Wolfgang Sellmeier (Symbol)

Die Stadt Gersthofen sammelt Ideen zur Erhaltung er Artenvielfalt. Insgesamt soll es im Stadtgebiet bunter werden.

Eine Blumenwiese am Ortseingang des westlichen Gersthofer Stadtteils Hirblingen machte im vergangenen Jahr den Anfang. Inzwischen sind weitere Blumenwiesen angesät worden, unter anderem auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Ortolf westlich der Bahnlinie Augsburg-Donauwörth. Doch nach dem Willen der Stadt Gersthofen soll dies nicht der einzige Weg zum Erhalt der Biodiversität sein.

Wie kann man dem Artensterben entgegenwirken? Nicht erst seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist das Thema Artenvielfalt in aller Munde. Auch die Stadt Gersthofen möchte ihr Teil dazu beitragen, dass Lebensräume für Pflanzen geschaffen werden.

Bereits seit einigen Monaten beschäftigen sich die Mitarbeiter der Verwaltung mit den verschiedenen Möglichkeiten, um Biodiversität in den verschiedensten Facetten im Stadtleben sichtbarer zu gestalten.

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Kräuter und Gemüse am Gersthofer Rathausplatz

Als erste Maßnahme hielten, wie berichtet, im Juni insgesamt 37 neue „Mitbewohner“ auf und um den Gersthofer Rathausplatz mit jeder Menge Kräutern, Gemüse und Blumen Einzug. Die Pflanztröge wurden mit einem bunten Mix aus Basilikum, Minze, Thymian, Oregano, Tomaten, Bohnen, Erdbeeren und vielem mehr bestückt. „Natürlich wurde auch an insektenfreundliche Pflanzen gedacht“, betont die Gersthofer Rathaussprecherin Ann-Christin Joder. Die Absicht: Die Bürger dürfen ernten, was immer sie wollen – „natürlich nur so viel, dass auch für den Nächsten noch etwas übrig bleibt, und es ist auch kucken, riechen und fühlen erlaubt“.

Zudem trafen sich Anfang Juni erstmals insgesamt 18 Teilnehmer/innen eines runden Tischs zum Thema Biodiversität im Rathaus. „Gemeinsam wird aktuell ein Konzept erarbeitet, das neue Projekte zu Tage fördern soll“, so Ann-Christin Joder weiter. So entsteht derzeit eine Übersicht, wo und welche Flächen geeignet sind, um sie naturnäher zu gestalten.

Wenn die Liste fertig gestellt ist, dann soll Joder zufolge eine Radtour stattfinden, bei denen sich auch die Bürger diese Flächen ansehen können.

Mehr Blühflächen im Stadtgebiet

Ob auf privatem Grund oder städtischen Grundstücken, Ziel der Aktionen ist es, mehr Blühflächen im Stadtgebiet zu einzurichten. „Zusätzlich sollen auch weitere Maßnahmen umgesetzt werden, zum Beispiel die Installation von Nistkästen für Mauersegler und andere Vogelarten oder der Aufbau von Bienenstöcken.“

Unabhängig von diesem umfassenden Projekt gibt es aber bereits jetzt im Rathaus ein Quäntchen mehr Artenvielfalt: In einem kleinen Tütchen finden sich Kornblume, Malve, Dill, Fenchel, Sonnenblume und Co. und das ganz einfach zum Mitnehmen. Jeder Besucher des Rathauses, aber auch der Stadthalle kann sich ab sofort eines dieser kostenfreien Samenpäckchen mit nach Hause nehmen und damit selbst für mehr Grün in seiner Stadt sorgen.

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