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Welden

29.01.2021

Im Kindergarten St. Thekla in Welden entstehen vier neue Gruppen

Der Bedarf an Kinderbetreuung in Welden steigt, auch wegen des neuen Baugebiets.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Plus Steigender Bedarf an Betreuungsplätzen: Welden rechnet mit 2,4 bis 2,8 Millionen Euro für den Ausbau des Kindergartens und der Kinderkrippe.

Wie sieht die zukünftige Entwicklung bei Kinderbetreuungsplätzen aus? Mit dieser Frage hat sich der Marktgemeinderat in der ersten Sitzung im neuen Jahr beschäftigt. Im Kindergarten St. Thekla können bislang noch alle Kinder betreut werden. Dass er auf Dauer aber nicht ausreicht und sich der Bedarf voraussichtlich noch weiter erhöhen wird, davon geht Marktgemeinderat Christoph Huttner (CSU) aus, der bereits für zwei weitere Gemeinden die Kindergartenanalyse ausgearbeitet hat. Zusammen mit dem Landratsamt, Vertretern aus Kindergarten, Kirchenverwaltung, Bürgermeister Stefan Scheider und Marktgemeinderat Christoph Huttner wurde die Bedarfsplanung und Gesamtthematik besprochen. Fazit: In die Zukunft gesehen, muss aufgestockt werden.

179 Kinder werden zurzeit in Welden betreut

Stand März 2019 wurden 179 Kinder (34 in der Kinderkrippe, 145 im Kindergarten) betreut. Wegen Platzmangels mussten Ende letzten Jahres bereits zwei Kindergartengruppen mit je 15 Kindern im Franziskushaus untergebracht werden.

Unter Berücksichtigung vieler Faktoren wie Einwohnerentwicklung, Geburtenzahlen, Wanderungssaldo, Wohnungsfertigstellungen sowie der aktuellen Betreuungssituation waren sich beim Online-Meeting vor Kurzem alle einig: Es müssen Lösungen her. Deshalb dachte die Marktgemeinde auch schon weiter und stellte die Idee eines Erweiterungsbaus für den Kindergarten in den Raum, auch weil durch das geplante Baugebiet weitere junge Familien nach Welden ziehen werden.

Nur zehn Kinder im Weldener Waldkindergarten

Huttner erklärte in diesem Zusammenhang auch den Unterschied zwischen dem St.-Thekla-Kindergarten und dem Waldkindergarten. "Im Waldkindergarten dürfen nur zehn Kinder gleichzeitig betreut werden. Übersteigt die Anzahl der Kinder diese Marke, ist wechselseitige Betreuung nötig. Bei der Aufnahme ist das Alter der Kinder auf zwei Jahre festgelegt, die Buchungszeiten sind begrenzt, und nicht für jede Familie kommt das Konzept des Waldkindergartens infrage.“

Vor gut zehn Jahren wurde die neue Kinderkrippe an den bestehenden Kindergarten in Welden angebaut.
Foto: Marcus Merk (Archivfoto)

Die Berechnungsgrundlage für den Bedarf setzt sich aus Annahme der Geburtenzahlen sowie Bevölkerungsprognose plus zwei Kinder pro Jahrgang zusammen. Hinzu kommt noch die Prognose der Betreuungsquote. Hier liegen die Zahlen aus den Anmeldungen im November 2020 zugrunde. Für die Zahl der Inklusionskinder, die ausschließlich im Kindergarten St. Thekla betreut werden dürfen, ist man von zwei ausgegangen. Die große Frage ist auch: Wie geht es mit der Schule weiter, denn nach wie vor gibt es die sogenannten Korridorkinder, die wieder zurückgestuft werden.

Die Krippe in Welden bekommt eine weitere Gruppe

"In der Krippe wird künftig eine Gruppe zusätzlich benötigt, im Kindergarten sind es drei Gruppen, für die neue Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen“, so Huttner. Die Kosten liegen bei knapp 2,4 Millionen Euro (5000 Euro pro Quadratmeter), lautet die Berechnung vom Landratsamt. Huttner geht schon eher von 2,6 bis 2,8 Millionen Euro aus, weil noch nicht feststeht, welche Art der Räumlichkeiten tatsächlich benötigt werden. Welche müssen gebaut werden und welche sind bereits vorhanden? Scheider rechnet damit, dass etwa 750.000 Euro (abzüglich 50 Prozent Förderung, die auch nach oben korrigiert werden könnte) inklusive der Spaltung 80 zu 20 Prozent (Markt Welden und Diözese) auf den Markt Welden zukommen.

Im anschließenden Beschluss stellte der Marktgemeinderat den Bedarf für einen geplanten Erweiterungsbau des Kindergartens St. Thekla für eine Krippengruppe und drei Kindergartengruppen fest.

Zugestimmt hatte der Marktgemeinderat der ersten Änderung der Entwässerungssatzung rückwirkend zum 1. Januar. In dieser Satzung werden Neuanschließer durch die Regelung besser gestellt, die Altanschließer behalten ihren Rechtsstatus, erklärte der Bürgermeister.

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