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Freibad Dinkelscherben

21.02.2015

Im Netz surfen und dabei im Wasser planschen

Im Netz surfen und dabei gleichzeitig im Wasser planschen? Von dieser Idee sind Jugendliche sogar jetzt im Winter begeistert. Im Freibad in Dinkelscherben soll das vielleicht bald mit kostenlosem WLAN möglich sein.
Bild: Andreas Lode

Mitte Mai eröffnet es. Dann vielleicht mit kostenlosem WLAN für die Gäste

Für den Gedanken können sich selbst an kalten Wintertagen viele Jugendliche erwärmen: Im Sommer im Dinkelscherbener Freibad kostenlos im Netz surfen und dabei die Füße im Wasser abkühlen. Das könnte in wenigen Monaten mit kostenlosem WLAN Realität werden. Das jedenfalls schwebt Bürgermeister Edgar Kalb vor. Junge Freibadgäste sind schon jetzt begeistert: „Das ist generell eine gute Idee“, meint Jana Hitzler.

Mit mehr Attraktivität verspricht sich Kalb mehr Badegäste. Und damit höhere Einnahmen, die wiederum das Defizit senken. In der vergangenen Saison lag es bei über 100000 Euro – für Kalb ein Grund, im jüngsten Finanzausschuss offen über die Zukunft des idyllisch gelegenen Freibads nachzudenken. Mit der Diskussion einhergegangen war die Frage, wie die in die Jahre gekommene Anlage auf Vordermann gebracht werden kann. Eine Möglichkeit wurde bereits ins Auge gefasst: Jedes Jahr rund 50000 Euro in die Sanierung stecken. Eine groß angelegte Baustelle hält Kalb für utopisch: Das gebe die angespannte Haushaltslage nicht her.

Jetzt geht es um einen kleineren Betrag: Bis zur Freibadöffnung am 17. Mai werden die kleineren Schäden behoben. Dazu gehören Stolperfallen wie abbrechende Estrichkanten. „Es muss sichergestellt sein, dass sich niemand verletzt“, sagt Kalb. Von „Alterserscheinungen“ spricht Marktgemeinderat Albert Zott. Sie ließen sich leicht beheben. Der Bauexperte gehört zur Arbeitsgruppe, die sich mit dem Freibad befasst. Zunächst sei von statischen Problemen am Gebäude ausgegangen worden. Doch der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Im Herbst könnten größere Bauarbeiten in Angriff genommen werden, um das Bad zu verschönern, sagt Albert Zott.

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Vergleichsweise günstig ließe sich das angedachte WLAN im Freibad installieren. Für rund 7000 Euro leistete sich beispielsweise die Stadt Thannhausen im vergangenen Jahr eine kostenlose und drahtlose Verbindung im Zentrum. Die Unterhaltskosten belaufen sich derzeit auf rund 1500 Euro im Jahr. Für die Installation und die Suche nach einem geeigneten Anbieter war ein Vorlauf von einem halben Jahr nötig.

Die Zeit bis zur Freibadöffnung soll nun genutzt werden, die Werbetrommel zu rühren. Bürgermeister Kalb appelliert auch an die Gemeinderäte, sich Jahreskarten zu kaufen – als Vorbilder in eigener Sache. Albert Zott erinnert an die Zeit vor dem Schwimmbad-Bau in den 1970er-Jahren: Damals seien die Dinkelscherber aufgerufen worden, sich zu beteiligen und zu helfen. Eine andere Idee für eine attraktivere Freizeiteinrichtung hat Jana Hitzler: Wie wär’s mit einem Nachtschwimmen? Die 17-Jährige engagiert sich wie David Gleich in der Ortsgruppe der Wasserwacht. Er schlägt ein Badfest vor, um allen zu zeigen: Hier passiert was. Vom kostenlosen WLAN ist der Jugendleiter weniger überzeugt: „Jeder kommt doch mittlerweile mit seinem Handy und einer Flatrate ins Internet.“

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