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Neusäß

24.08.2015

Im Ruhestand ein halbes Jahr als „Volunteers“ in Afrika

Carola und Heinz Nagel aus Neusäß reisen gerne und helfen derzeit in einem Kinderhospiz in Südafrika aus.
Bild: Familie Nagel

Carola und Heinz Nagel aus Neusäß helfen in einem Kinderhospiz bei Johannesburg. Im September geht es wieder zurück in die Heimat.

Carola und Heinz Nagel sind noch nicht lange im Ruhestand. Doch das umtriebige Ehepaar aus Neusäß bei Augsburg wollte nach seinem Abschied aus dem Berufsleben nicht untätig sein, sondern gerne Zeit mit gemeinnütziger Arbeit verbringen. Und so haben sich Carola (60) und Heinz (61) Nagel entschieden, für ein halbes Jahr als „Volunteers“ ein soziales Projekt im Ausland zu unterstützen. Die Wahl fiel auf das Kinderhospiz Löwenmut in Klipriver bei Johannesburg, für das sie seit Anfang März 2015 als ehrenamtliche Helfer tätig sind.

Das Kinderhospiz leistet Hilfe für schwerstkranke Kinder und deren Familien in Afrika und wird von der Stiftung „IFB – Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V.“ unterstützt. Über diese kam das Ehepaar auch in Kontakt zu dem Kinderheim. Derzeit hat das Hospiz 21 Plätze und wird um 30 Plätze erweitert. Bevor es im September wieder zurück nach Deutschland geht, erzählen die Nagels von ihrem Aufenthalt.

Heinz Nagel, der die letzten 32 Jahre bei Premium Aerotec gearbeitet hatte, und Carola Nagel, die 38 Jahre Lehrerin war, sind schon immer gerne weit gereist und lernten neue Menschen kennen. Jetzt macht sich das Paar, das drei erwachsene Töchter und eine kleine Enkelin hat, in Afrika nützlich. Im Kinderhospiz Löwenmut helfen die Nagels schlicht bei der Versorgung der Kinder: Carola Nagels Schwerpunkt liegt auf der Betreuung und individuellen Förderung der Drei- und Vierjährigen. Lernspiele, Vorlesen, Fotos anschauen und Besuche der nahegelegenen Farm gehören dazu. Heinz Nagel kümmert sich viel um anfallende Reparaturen im Haus und um Entscheidungen über einen geplanten Neubau. Er ist auch der Mittelsmann für südafrikanische Firmen und zum deutschen Architekten. Auf der zum Kinderhospiz gehörenden Farm hat er ein großes Gartenhaus mit Grasdach für Kinder gebaut.

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Behinderte Kinder finden im Umfeld der Townships oft keinen Lebensraum, ist die Erfahrung von Carola und Heinz Nagel. Sie schätzen, dass im Kinderhospiz Löwenmut Kinder „nicht nur aufbewahrt, sondern auch betreut werden“. „Löwenmut“ versuche, einen deutschen Standard zu bieten. Allgemein haben die Nagels in ihrem neuen Umfeld keine Probleme mit Apartheid und Kriminalität. „Doch gelten hier andere Regeln als in Deutschland“, betonen sie. Nachts sollte man nicht zu Fuß unterwegs sein“, raten sie. Elektrozäune sichern die Grundstücke, Bürgerwehren passen auf den Straßen auf. Die Versorgung mit elektrischer Energie ist nicht zuverlässig, ganze Stadtteile würden manchmal zwei bis drei Stunden vom Stromnetz abgeschaltet, aber: „Südafrika begeistert uns mit seiner vielfältigen Natur und dem täglichen strahlenden Sonnenschein.“ Bei den Wochenendausflügen im Umkreis von 300 Kilometern sei ihnen noch nie etwas passiert: „Wir wurden überall freundlich behandelt.“

Den Kindern im Hospiz Löwenmut wünschen Carola und Heinz Nagel, dass „jedes Kind so weit wie möglich gefördert wird und in einer fürsorglichen Umgebung leben kann“

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