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Bauen

10.02.2018

Im nächsten Frühjahr sollen 20 Bauplätze in Mödishofen bereit sein

Der Gemeinderat Ustersbach beschließt den Erschließungsplan

Beim geplanten Baugebiet „Bei den Angern“ im Ortsteil Mödishofen geht es voran. Der Gemeinderat billigte nun den Erschließungsplan für Straße, Wasser, Kanal und Grünanlagen. Stefan Steinbacher von der Steinbacher-Consult Ingenieurgesellschaft nannte dafür auch eine grobe Kostenschätzung.

Der Fachmann stellte dem Gremium die Details vor. So werde im Rahmen der Kanalisation für die 20 Bauparzellen ein insgesamt rund 400 Meter langer Schmutzwasserkanal erstellt. Steinbacher sprach hier von einer „unspektakulären Maßnahme“. Interessanter wurde es bei der Regenwasserableitung. Sie wird auf den öffentlichen Flächen über vier Rigolenversickerungsanlagen geregelt. Diese Filterrohre nehmen das Niederschlagswasser auf und geben es langsam an den Untergrund ab. Die Kosten für die Ableitung von Schmutzwasser und Regenwasser bezifferte er auf rund 440000 Euro. Die Trinkwassererschließung erfolgt über die bestehende Wasserversorgung. Dieses Vorhaben schlägt mit circa 238000 Euro zu Buche.

Bei der Straßenplanung, die keine Gehwege vorsieht, setzt das Ingenieurbüro auf eine „ruhige Verkehrsführung“. „Wir bauen hier Hindernisse wie Parkbereiche ein, um damit einen langsamen Verkehr zu erzielen“, machte Steinbacher aufmerksam. Für den insgesamt rund 490 Meter langen Straßenbau seien Kosten von 593000 Euro eingeplant.

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Bei der Terminierung schlug Steinbacher vor, die Firmen nicht in ein Umsetzungskorsett zu zwingen. „Die Unternehmen sollen mit ihren Arbeiten beginnen, wie es in ihren Terminkalender passt“, regte er an. Sie müssen allerdings die Fertigstellung des Projekts bis spätestens Ende März 2019 garantieren. Bei Gesamtkosten von 1,271 Millionen Euro wurde von den Gemeinderäten nachgehakt, ob finanzielles Einsparpotenzial bestehe. Nein, entgegnete Steinbacher. Die Erschließungsplanung beinhalte keinen Luxus, den man streichen könne. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass der Preis letztendlich vom Markt und dem Wettbewerb bestimmt werde. Er gehe aber davon aus, dass die Gesamtkosten nicht überschritten werden. Abschließend einigte sich das Gremium noch auf einen Gehweg am Angerweg. Als Grund dafür wurden Belange der Verkehrssicherheit angeführt.

Eine rege Diskussion rief der Antrag auf isolierte Befreiung zum Bau eines Metallzaunes aus optischen Gründen auf einem Grundstück im Libellenweg aus. Dort sind zur Einfriedung entlang von Verkehrsflächen ausschließlich senkrechte Holzlatten- oder Staketenzäune erlaubt.

Etliche Gemeinderäte monierten, dass sich dort bereits Grundstückseigentümer eigenmächtig über die Einfriedungsanordnung hinweggesetzt hätten. Eine Ablehnung des Antrags würde dann konträr zum Ist-Stand stehen, hieß es. Man stehe in der Zwickmühle. Dem Antrag wurde schließlich mehrheitlich zugestimmt. (rusi)

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