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Diedorf-Biburg

20.01.2020

In Biburg fliegen Weihnachtsbäume für die Kartei der Not durch die Luft

Weihnachtsbäume flogen bei Biburg durch die Luft: Beherzt griff Laura Herz zum Baum und landete auf dem dritten Platz. 
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Bei dem Wettbewerb landet so mancher Teilnehmer im Schlamm. Eine Gaudi ist es trotzdem für alle. Das Startgeld kommt Bedürftigen in der Region zugute.

Die Startbedingungen für den zehnten Weihnachtsbaum-Weitwurf-Wettbewerb waren nicht optimal. Die Arena auf dem Spielplatz am Föhrenberg bei Biburg versank nach einem heftigen Regenschauer in den Vormittagsstunden im Morast. Das Ganze minderte die Gaudi für die Teilnehmer aber keineswegs.

Der Sieger des vergangenen Jahres, Philipp Zimmer aus Diedorf, war vor Ort, um seinen Titel zu verteidigen, und weitere Herausforderer stellten sich nach und nach ein, um ihre Kräfte zu messen. Immerhin stand einiges auf dem Spiel: Der Sieger darf sich jetzt schon auf einen Prachtbaum aus den Bayerischen Staatsforsten für das nächste Weihnachtsfest freuen, den Zweitplatzierten war eines der Brote aus der Backstube des Klosters Oberschönenfeld in Aussicht gestellt.

Wurfstände für Männer, Frauen und Kinder

Auch Förster Pentti Buchwald ließ sich die Freude, an dem außergewöhnlichen Wettbewerb des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg von den schlechten Startbedingungen nicht nehmen und lud die Teilnehmer zur Stärkung auf einen leckeren Krapfen ein. Der Förster war sich gut gelaunt sicher, dass er der Ausrichter einer präolympischen Disziplin ist, immerhin hätten die Chinesen bei ihm bereits angefragt.

Wurfstände waren aufgebaut für Männer, Frauen und Kinder, wobei insbesondere bei den Männern, deren Ehrgeiz mit jedem Wurf sichtlich mehr geweckt wurde, der Wettbewerb vereinzelt zu einer Schlammschlacht wurde. Für zwei Euro Startgeld, das für die Kartei der Not der Augsburger Allgemeinen gespendet wurde, galt es eine Probe sowie drei Wettbewerbswürfe zu absolvieren. Natürlich waren die Bäume keineswegs aerodynamisch optimal, aber gerade darin lag ja der Reiz. Der Wurfarten gab es verschiedene, mal „römisch-griechisch-klassisch“, mal Schleudern aus dem Stand, mit Anlauf oder in der Art eines Speerwurfs. Jeder hatte seinen eigenen Stil und Technik.

Gibt es künftig Haltungsnoten beim Wettbewerb?

Andreas Kalb aus Dinkelscherben hatte zufällig von dem Wettbewerb erfahren und sich spontan entschieden mitzumachen. Er sei neugierig auf einen spannenden Wettkampf, witzelte er. Obwohl er keinerlei Sport treibt, wie er versicherte, gab er alles und flog dem Tannenbaum gleich ein Stück hinterher in den Matsch. Und damit sollte er nicht der Einzige bleiben. So viel Engagement ließ die Veranstalter überlegen, künftig auch Haltungsnoten vergeben zu wollen.

Der letztjährige Sieger, Philipp Zimmer, erreichte bereits mit dem Probewurf sieben Meter und steigerte sich letztendlich auf beachtliche 8,30 Meter. Somit hatte er seinen Titel erfolgreich verteidigt. Zweiter wurde Marcus Spang, mehrjähriger Zweitplatzierter, gefolgt von Robert Link, einem talentierten Neuling.

Petra Bröll errang mit 6,10 Meter den Siegerplatz

Bei den Frauen ging es insgesamt ein wenig gesitteter zu, aber auch sie packten beherzt den Tannenbaum an Stamm oder Spitze und erreichten respektable Weiten. Petra Bröll errang mit 6,10 Meter den Siegerplatz, es folgten Maria Vohrer, die extra zum Wettbewerb aus München angereist war, und Laura Herz. Natürlich hatten auch die Kinder großen Spaß. Sieger bei den Mädchen waren die fünfjährige Anna, die einen Sonderpreis erhielt, und ihre Schwester Maya, bei den Jungen gewannen Lukas und Jakob.

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