Newsticker
Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. In Fischach ist der Geburtstag fast für die Katz

Kindertheater

28.01.2020

In Fischach ist der Geburtstag fast für die Katz

Pettersson (Fritz Weinert) und Kater Findus (Janina Maria Schmaus) mussten bis zum Geburtstagsfest kuriose Missgeschicke bewältigen.
Foto: Siegfried P. Rupprecht

Trotz vieler Hindernisse und Missgeschicke verlieren der schrullige Alte und der fetzige Kater nicht den Mut. Sehr zur Freude des jungen Publikums, das bis zum Geburtstagsfest eifrig mitfiebert

Das vom Augsburger Theater Fritz und Freunde im Pfarrheim Adolph Kolping inszenierte Kinderstück „Eine Geburtstagstorte für die Katze“ um den schrulligen Pettersson und seinen frechen Kater Findus hätte auch gut den Titel „Pleiten, Pech und Pannen“ tragen können. Denn bevor es für den quirligen Vierbeiner zu seinem Fest die begehrte Pfannkuchentorte gab, reihten sich kuriose und vergnügliche Missgeschicke aneinander. Sehr zur Freude der jungen Besucher, die jede Ungeschicklichkeit mit viel Applaus belohnten.

Gleich von Anfang an hatten die kleinen und großen Kinder den lebhaften Kater ins Herz geschlossen. Und so mancher Zuschauer hätte gern mit Findus getauscht. Immerhin hat der Kater gleich dreimal im Jahr Geburtstag. Weil das lustiger sei, meinte er pfiffig und hatte damit das Publikum gleich auf seiner Seite.

Jedes Mal backt Pettersson ihm dann die heiß geliebte Pfannkuchentorte. Doch diesmal waren dazu jede Menge Hürden zu überwinden. Zunächst fehlte das Mehl. Dann war im Reifen des Fahrrads, mit dem Pettersson zum Mehleinkauf ins Dorf fahren wollte, ein Loch. Schließlich stand er vor dem verschlossenen Schuppen mit dem Reparaturwerkzeug. Und der Schlüssel? Der lag – keiner weiß, wie er da hingekommen war – tief unten im Brunnen.

Aber längst nicht genug: Da wurden Pettersson und Findus zu Stierkämpfern, stibitzten dem Flattervieh im Stall die Hühnerstange und begegneten gar noch ihrem Rivalen Gustavsson. Letzterer glaubte endgültig, dass Pettersson – als er mit kaputten Eiern, einer Batterie, Hühnerkacke, seiner alten Hose und Gänsewein im Abfalleimer Pfannkuchenteig anrührte – verrückt sei. Trotzdem verlor der schrullige Alte nicht den Mut. Und als ihm Findus beim Mehleinkauf und Backen unter die Arme griff, war das Geburtstagsfest gerettet. Das Ensemble Fritz und Freunde zauberte aus dem Kinderbuchklassiker von Sven Nordqvist eine herzallerliebste Inszenierung mit viel Witz, Klamauk und unaufdringlicher Pädagogik. Dabei bewiesen Fritz Weinert und Janina Maria Schmaus – die das Chaotenduo liebevoll und erfrischend in Szene setzten –, wie Alltagsdurcheinander im Miteinander lustig und mit einigen dramaturgischen Schachzügen zu bewältigen ist. Abgerundet wurde das Ensemble von Julia Rieblinger, die zuweilen schrill, locker, kokett und diffizil zugleich gekonnt in mehrere Rollen schlüpfte. Dabei verkörperte sie unter anderem eine Henne, indem sie im Federkostüm mit lautem Goak-Goak-Goak und Gymnastikübungen über die Bühne fegte.

Zum Schluss gab es viel Beifall für ein Stück, das kein Problem damit hatte, den Charme der Buchvorlage sogar noch zu toppen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren