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Fischach

15.12.2019

In Fischach wärmen „Heiße Omas“ die Besucher

Die Damen des Freundeskreises Kölberbergkapelle servierten auf dem Fischacher Weihnachtsmarkt ihre wärmenden Getränke stilvoll in den neuen, von der Marktgemeinde angeschafften Tassen.
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Die Damen des Freundeskreises Kölberbergkapelle servierten auf dem Fischacher Weihnachtsmarkt ihre wärmenden Getränke stilvoll in den neuen, von der Marktgemeinde angeschafften Tassen.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Der Weihnachtsmarkt wartet nicht nur mit stimmungsvoller Atmosphäre auf. Die Begriffe Schneeflöckchen und Sockenwärmer bekommen dort eine ganz andere Bedeutung.

Wer hinter Glüh-Willy einen aufbrausenden Zeitgenossen und der Heißen Oma eine hitzige Querulantin vermutete, lag total falsch. Zumindest wenn diese Begriffe auf dem Fischacher Weihnachtsmarkt die Runde machten. Auch Sie alle stammten nämlich aus dem Vokabular der örtlichen Vereine.

Feuerwehr, Musikverein, die Veteranen- und Reservistenkameradschaft, die Interessengemeinschaft Alte Schule Wollmetshofen und der Freundeskreis Kölberbergkapelle sorgten drei Tage lang im festlich geschmückten Hüttendorf auf dem Marktplatz für das leibliche Wohl und betitelten damit die kreativen Variationen ihrer mehr oder minder gehaltvollen Getränke. Diese Drinks versüßten die kalten Wintertage und waren gerade deshalb bei vielen Weihnachtsmarktbesuchern ein absolutes Muss.

Viel Anerkennung ernteten auch Schüler und Lehrer

Aber nicht nur die trendigen Winterdrinks kamen bei den Besuchern gut an, auch kulinarische Köstlichkeiten wie Bratwürste, heiße Waffeln, Schokofrüchte, Krautschupfnudeln, mexikanische Taquitos und Apfelstrudel. Viel Anerkennung ernteten auch die Schüler und Lehrkräfte der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach. Sie bedienten die mobile Spülmaschine und hatten sich im Vorfeld mit Nachdruck für plastikfreies Geschirr eingesetzt.

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Unisono wurde die vorweihnachtliche Stimmung gelobt, die schöne Atmosphäre des Hüttendorfes, die Feuerschalen und der geschmückte Christbaum, der einmal mehr stolz über den Marktplatz wachte. Beifall fanden zudem die musikalischen Einlagen. Der Musikverein Fischach, dessen Schülerkapelle, und Drehorgelspieler Bruno Ardelt sorgten für festliche und besinnliche Klänge. Viel Zustimmung ernteten bei der Eröffnung die Kindergartenkinder mit ihrer fröhlichen Singeinlage. Auf diese hatten sich vor allem die Eltern sowie Omas und Opas der jungen Sänger gefreut.

Am Sonntag hatten die Organisatoren dann noch eine Schippe draufgelegt. Da stattete der Nikolaus dem Weihnachtsmarkt einen Besuch ab und sammelte die Post der Kinder ans Christkind ein. Da gab es leuchtende Augen, neugierige Fragen und so manche schüchterne Annäherung.

Seit Anfang an dabei

Daneben servierte der Weihnachtsmarkt wieder eine reiche Auswahl an vorwiegend selbst kreierten handwerklichen Dingen. „Sie verleiten mich dann immer wieder zum Kauf“, sagte Hannelore Mikatsch. Ulrike Hoebel beispielsweise aus dem schwäbischen Kirchheim ist seit Anfang an dabei, also seit 16 Jahren. Sie präsentierte in ihrem Stand Teddybären, Stoffalpakas, Bestecktaschen, Türstopper und Handpuppen, Lesezeichen und vieles mehr. „Angefangen habe ich mit Clowns“, berichtete sie. „Doch die ausufernde Kreativität hat ihren Tribut gefordert.“ In all den Jahren habe sich deshalb ihre Produktpalette kontinuierlich vermehrt. Tätig sei sie in ihrem Bastelzimmer das ganze Jahr über, nicht nur zur Adventszeit.

Josef Bauer aus dem Fischacher Ortsteil Wollmetshofen hatte sich auf Holzschnitzereien spezialisiert. Er war gelernter Schreiner und machte dann noch eine Ausbildung zum Holzschnitzer und Steinbildhauer. Seine Krippen fielen vor allem durch ihren Minimalismus auf. „Krippen assoziiere ich mit Kargheit und Armut“, sagte er. Brimborium habe da nichts verloren. So präsentierten sich seine asketischen Kreationen zeitlos und raffiniert, aber dennoch mit großer Ausstrahlung. Und so trugen die Arbeiten von Ulrike Hoebel und Josef Bauer im Verbund mit dem breit gefächerten Repertoire der anderen Fieranten zu dem bei, was der Fischacher Weihnachtsmarkt auch heuer wieder war: Ein stimmungsvollen Ort, bei dem man gerne mit anderen Leuten ins Gespräch kam.

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