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Soziales

07.10.2017

In Kloster Holzen eine Heimat gefunden

Beim „Bewohner-Jubiläum“ wurden neun langjährige Bewohner der Einrichtung geehrt. Für sie gab es viele gute Wünsche, individuell gestaltete Kerzen, einen Geschenkkorb und natürlich ein Festtagsessen
Bild: Monika Matzner

Seit 90 Jahren wirkt das Ringeisen-Werk in der früheren Benediktinerabtei. Jetzt wurden langjährige Bewohner gefeiert

Das „Bewohner-Jubiläum“ hat im Jahreskreis des Dominikus-Ringeisen-Werks am Standort Holzen seinen festen Platz. Dabei stehen alljährlich langjährige Bewohner der Einrichtung im Mittelpunkt – Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung, Autismus oder erworbener Hirnschädigung. „Für unsere Klienten ist die Feier etwas ganz Besonderes, sie fiebern dieser richtig entgegen“, berichtet Begegnungsstätten-Leiterin Diana Zerle über das beliebte Fest mit Tradition.

Nun war es wieder soweit. Neun Jubilare konnten geehrt werden, deren Heimat seit 25, 40, 50 und 60 Jahren das Dominikus-Ringeisen-Werk ist. Sie leben in stationären Wohngemeinschaften in Holzen, im ambulant betreuten Wohnen in Meitingen sowie den Außenwohngruppen Nordendorf/Meitingen oder sind in den Holzener Förderstätten beschäftigt. Ein eindrucksvoller Teil der Feier war der Wortgottesdienst in der Klosterkirche, vorbereitet von einem Arbeitskreis aus Betreuerinnen. Im Zentrum stand hierbei das Leitbild des Dominikus-Ringeisen-Werks: Jeder Mensch ist kostbar. Für jeden Jubilar war eine Kerze entzündet. Die Bewohner wurden persönlich mit ihren Vorlieben und Fähigkeiten vorgestellt – darunter auch Helmut Blattner, der seit 60 Jahren in der Einrichtung lebt und als treuer Ministrant in der Klosterkirche nicht wegzudenken ist. Der Mitarbeiterchor übernahm die Gestaltung des Gottesdienstes, zu dem auch Angehörige, Wegbegleiter sowie die Holzener Ordensschwestern gekommen waren. Anschließend wurde in den Wohngruppen bei Kaffee und Kuchen gefeiert.

Seit nunmehr 90 Jahren leben Menschen mit Behinderungen im Dominikus-Ringeisen-Werk in Holzen. 1927 wurde das Kloster, eine ehemalige Benediktinerabtei, von der St. Josefskongregation Ursberg erworben und von den Ordensschwestern als Einrichtung für Menschen mit Behinderungen ausgebaut. Den Bewohnern stehen heute neben dem Wohnen in unterschiedlichen Wohngemeinschaften viele Aktivitäten zur Beschäftigung, Förderung und Freizeitgestaltung zur Verfügung, zum Beispiel in der Begegnungsstätte. (moma)

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