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Bürgerversammlung

25.05.2019

In Schlipsheim und Hainhofen ist es noch beschaulich

Bei der Kinderbetreuung wurde in Neusäß viel getan.

Wohnen, Kinderbetreuung und der Nahverkehr sind auch hier die zentralen Themen

Wie hat sich die Stadt Neusäß im vergangenen Jahr entwickelt? Wo wird neuer Wohnraum geschaffen und welche Schulen müssen saniert werden? Das wollten zahlreiche Bürger aus den Stadtteilen Hainhofen und Schlipsheim bei der Bürgerversammlung von Bürgermeister Richard Greiner erfahren. Großen Raum nahm auch das Uniklinikum ein.

Aus Neusässer Sicht ist das „Jahrhundertprojekt Uni-Klinik“ zu begrüßen. Die Stadt profitiert nicht nur von einer hervorragenden medizinischen und ärztlichen Versorgung, sondern sucht auch hinsichtlich benötigter Forschungsflächen entsprechende Angebote zu machen. Darüber hinaus sieht Greiner Möglichkeiten neue Unternehmen in unmittelbarer Nähe des Unicampus anzulocken und das Profil eines „Gesundheitsstandorts“ entwickeln zu können.

Zum Thema Wohnen und Flächennutzungsplan erklärte der Bürgermeister, es sei in den letzten Jahren gelungen, überall im Stadtgebiet durch Lückenschluss und sinnvolle Nachverdichtung Wohnraum zu schaffen. Der schonende Umgang mit Ressourcen ist am erkennbarsten im Bereich der Großbaustelle „Beethoven-Park. Schritt für Schritt käme man auch im benachbarten Schuster-Gelände vorwärts.

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Während in Alt-Neusäß und Steppach mit seiner Nähe zur Uniklinik von der aktuellen Baudynamik besonders betroffen seien, sei die Situation jenseits der Schmutter in Schlipsheim und Hainhofen noch als beschaulich zu bezeichnen. Dennoch sind in der Neufassung des Flächennutzungsplans auch dort Entwicklungsbereiche geplant. Am westlichen Ortsrand Schlipsheims wurde ein Wohngebiet mit etwa 7500 Quadratmetern ausgewiesen, am nördlichen Ortsrand rund 2600 Quadratmetern. Nicht mehr viel Potenzial für Neuausweisungen biete Hainhofen. Im Bereich der Krautgärten am Ortsausgang wäre noch etwas Platz. Am Erpelweg wurde zusätzlich eine Wohnbaufläche von etwas mehr als einem Hektar Wohnbaufläche ausgewiesen.

Hinsichtlich der Kinderbetreuung werde in Neusäß viel getan. So gibt es in Neusäß derzeit 934 anerkannte Plätze, verteilt auf 15 Einrichtungen. Zwischen Westheim und Neusäß wird derzeit ein Kindergarten gebaut mit zwei Krippen-, zwei Kindergarten- und einer integrativen Gruppe.

Rund 20 Millionen Euro wurden zudem in Sanierungen der Schulen investiert. Letzte und aufwändigste Erneuerungsmaßnahme wird der Neubau der Schule Westheim sein. Diese betrifft auch Hainhofen und Schlipsheim. 53 Kinder aus den beiden Stadtteilen besuchen aktuell die Westheimer Schule.

Ausweichlösung während der Bauphase wird eine Containerschule auf einem benachbarten Grundstück sein. Für die Schulwegsicherheit im Schulzentrum Neusäß wurde ein Konzept für kurz-, mittel und langfristige Verbesserungsmaßnahmen erstellt.

Eine gute Lösung für die Schlipsheimer und Hainhofer Bürger habe man beim Nahverkehr erreichen können, so Greiner. Laut Tarifreform hätte sich der Fahrpreis für die Bewohner verdoppelt, es sei aber gelungen, dass für Fahrten im gesamten Stadtgebiet nur ein Feld einer Streifenkarte benötigt wird. Des Weiteren konnte eine Verbesserung der Anbindung nach Neusäß erreicht werden. Gut angenommen wird das Car-Sharing-Angebot, das ausgeweitet werden soll. Höchst Erfreuliches konnte Greiner hinsichtlich Haushalt und Finanzen berichten. Die aktuellen Schulden in Höhe von 20000 Euro sollen bis Jahresende bezahlt werden. Die Stadt an der Schmutter stehe aber auch für Natur und macht mit Blühstreifen und einem Bienenprojekt von sich reden. Kultur satt wird es wieder beim beliebten Stadtfest im Juli geben.

Für die anschließende Diskussion hatten vier Hainhofer Bürger Anträge gestellt. Diese forderten im Bereich der Ottmarshauser Straße eine Zurücknahme von Tempo 50 auf 30. Dieser Beschluss entspräche der geltenden Rechtslage, erklärte Greiner. Überarbeitet werden soll aber der ruhende Verkehr aus Richtung Ottmarshausen. Hier soll ein Konzept ausgearbeitet und mit den Anwohnern abgestimmt werden. Messungen der Verkehrsüberwachung Augsburg hätten ergeben, dass die Anzahl der Verstöße drastisch gesunken sei.

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