1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. In Stadtbergen geht’s wohl bald rasant auf und ab

Stadtbergen

27.11.2019

In Stadtbergen geht’s wohl bald rasant auf und ab

Bei den Stadtfesten in den vergangenen Jahren waren in Stadtbergen bereits Pumptracks aufgebaut und wurden von den Radsportlern regen genutzt.
Bild: Marcus Merk

Plus In Stadtbergen können sich Jugendliche berechtigte Hoffnungen auf einen Parcours für Fahrräder machen. Doch auch Senioren sollen den Pumptrack nutzen können.

Junge Fahrradfahrer schießen bergauf und bergab - und treten nicht in die Pedale. Begeisterte Kinder sausen mit den Tretrollern um die Kurven - und müssen dabei nicht treten. Möglich wird diese Fortbewegung durch eine sogenannte Pumptrack, eine Art hügeliger Straßenparcours, bei dem man Fahrenergie und Geschwindigkeit alleine durch geschickte Körperverlagerung erhält. Die Stadtberger Jugendlichen können sich berechtigt Hoffnung machen, dass sie darauf bald sausen können.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Nachdem ein mobiles Modell eines solchen Pumptracks auf dem Stadtberger Stadtfest in kurzer Zeit rund 900 neugierige Radler und Roller begeistert hatte, macht sich der städtische Jugendrat dafür stark, dass in Stadtbergen eine fest installierte Version einer solchen Außensportanlage errichtet wird. Dabei verweisen die jungen Leute in einer ersten Anhörung vor dem Kultur- und Sozialausschuss auf den enormen Zulauf, den das mobile Stadtberger Stadtfest-Modell hervorgerufen hatte. „Vom Dreijährigen mit dem Laufrad bis hin zu jungen Erwachsenen wollten alle diese Strecke nutzen“, erläuterten die Jugendrat-Vorsitzenden Lara Marx und Niclas Kunder. „Selbst den wartenden Eltern war anzusehen, dass sie den Pumptrack am liebsten auch selbst ausprobiert hätten.“

Kinder und Senioren sollen die Erlebnisbahn erkunden können

Doch neben dem Spaß- und Sportfaktor sehen die Mitglieder des Jugendrats gleich in zweifacher Hinsicht eine gesellschaftsübergreifende Funktion in einer solchen Anlage. Zum einen würden sowohl Kleinkinder mit dem Dreirad als auch junggeblieben Senioren mit dem Roller diese sportliche Erlebnisbahn erkunden können. Zum anderen würde die angedachte Lage an der Leitershofer Straße für Stadtberger, Deuringer und Leitershofer gleichermaßen eine optimale Erreichbarkeit bedeuten.

In Stadtbergen geht’s wohl bald rasant auf und ab

Eine mobile Kunststoffanlage sehen die Antragsteller aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr, der notwendigen Wartung sowie wegen des Zerstörungsrisikos durch Vandalismus als eher ungeeignet an. Sie sprechen sich aus diesen Gründen für eine dauerhafte Pumptrack-Anlage aus Asphalt aus. „Stadtbergen hätte mit einem solchen Bau ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, ließ der Jugendrat dazu verlauten. „Der Pumptrack in Diedorf ist nur aus Erde aufgeschüttet, eine mobile Version in Schwabmünchen dem Vandalismus zum Opfer gefallen.“

Die Mitglieder des Stadtberger Kulturausschusses konnten die jungen Organisatoren jedenfalls vom allgemeinen Nutzen einer solchen Anlage überzeugen, doch die einkalkulierten Kosten von 75.000 bis 100.000 Euro sahen auch die Stadträte als nicht gerade unerheblich an.

„Rock-‘n’-Roll für Alle“

Dennoch kam der Kulturausschuss dem Jugendrat mit einem Kompromiss entgegen: Sofern sich dieser nachweislich bemüht, weitere Sponsoren für das Außensportprojekt zu gewinnen, wird das Vorhaben dem Bau- und Umweltausschuss als Investition empfohlen und schließlich dem Stadtrat vorgestellt werden. Sollte dann auch dieser grünes Licht geben, könnte es schon kommendes Jahr „Rock-‘n’-Roll für Alle“ zwischen Stadtbergens Bolzplatz und dem Beachvolleyball-Areal heißen.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren